Pierre Gasly nach P4 über Red Bull gefragt: "Ich frage mich ..."

Pierre Gasly hat mit Rang vier sein bestes Saison-Qualifying absolviert und wundert sich, warum er für das Red-Bull-Cockpit nicht infrage kam

Pierre Gasly nach P4 über Red Bull gefragt: "Ich frage mich ..."

Während Sergio Perez mit Platz 16 enttäuschte, holte Pierre Gasly mit Platz vier im Qualifying von Zandvoort seine beste Startposition der Saison. Und trotzdem ist die Zukunft des Franzosen noch nicht geklärt, während Perez' Vertrag erst vor einer Woche verlängert wurde. Wahrscheinlich "darf" Gasly auch 2022 für AlphaTauri fahren.

Mit seinen Leistungen hat sich Gasly eigentlich deutlich ins Gespräch gebracht, um eine zweite Chance bei Red Bull zu erhalten, doch richtig in Erwägung gezogen wurde er eigentlich nie. "Ich frage mich schon wieso ...", sagt er auf die Frage, warum Red Bull ihn nicht genommen hat.

"Das war natürlich eine kleine Enttäuschung, weil ich dort gerne sein würde. Ich möchte ein schnelles Auto haben", sagt Gasly. "Ich sage nicht, dass mir AlphaTauri kein richtig starkes Auto gibt, aber es lag in ihren Händen - und leider ist es nicht so gekommen." Er betont aber auch: "Das heißt aber nicht, dass es nicht in Zukunft passieren kann."

Sollte Gasly weiter Leistungen wie in Zandvoort zeigen, würde er sich auf jeden Fall für höhere Aufgaben empfehlen. Denn auch heute war es für ihn wieder ein "richtig guter Nachmittag", wie er sagt. Das hatte er nach den Eindrücken von gestern und heute Vormittag nicht unbedingt erwartet. "Aber aus irgendeinem Grund fühlte sich das Auto im Qualifying echt großartig an."

 

Dass er sich vor Ferrari in die zweite Startreihe schieben konnte, findet er "unglaublich" und hat auch Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko beeindruckt: "Gasly läuft zu immer besserer Form auf. Es ist unglaublich, was er aus dem AlphaTauri herausholt", lobt er.

Von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff wurde der Franzose vor dem Rennen schon als "Schattenauto" bezeichnet, weil er zwar kein Red Bull ist, aber trotzdem zusammen mit Max Verstappen die beiden Mercedes einrahmt und strategisch eine Rolle spielen könnte.

Viel dürfte auch darauf ankommen, ob er einen guten Start erwischt und vielleicht sogar einen Mercedes schnappen kann. "Wir wissen, wie schwierig es ist, hier zu überholen. Das Qualifying war definitiv das Wichtigste. Hoffentlich kann ich kämpfen, und wenn etwas passiert, dann werden wir versuchen, Kapital daraus zu schlagen."

"Ich glaube, wir werden ein tolles Rennen haben. Es wird nicht einfach werden und in 72 Runden kann eine Menge passieren", sagt er. "Es sollte aufregend werden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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