Pierre Gasly sieht ein: Red Bull ist mit Verstappen & Perez zufrieden

Pierre Gasly hat für 2022 noch kein Cockpit, wird nach der Entscheidung von Red Bull für Sergio Perez aber höchstwahrscheinlich bei AlphaTauri bleiben

Pierre Gasly sieht ein: Red Bull ist mit Verstappen & Perez zufrieden

"Es ist zwar noch nichts offiziell, aber das sieht ziemlich eindeutig aus", meinte Pierre Gasly am Mediendonnerstag in Zandvoort auf seine Zukunft angesprochen. Der Franzose wird wohl seinen Platz bei AlphaTauri behalten, nachdem Sergio Perez im Schwesterteam Red Bull für 2022 bereits in Belgien bestätigt wurde.

Er habe in seinem zweiten Stint mit AlphaTauri nun deutlich bessere Ergebnisse eingefahren, als zu jener Zeit vor seinem ersten Red-Bull-Engagement, meint Gasly am Rande des Spa-Rennwochenendes.

Er rechnete sich daher erneut Chancen auf den Platz an Max Verstappens Seite aus. Tatsächlich konnte er in der Saison 2018 nur 29 Punkte einfahren, 2020 hingegen 75 und 2021 bislang ebenso bereits 50.

"Scheinen mit Balance zwischen Sergio & Max zufrieden zu sein"

Seine Hoffnungen wurden allerdings am Rande des Belgien-Wochenendes endgültig zunichte gemacht. Denn Red Bull verlängerte um ein Jahr mit Sergio Perez. "Sie scheinen mit der Balance zwischen Sergio und Max zufrieden zu sein", konnte Gasly beobachten.

Für ihn heißt es also weiter warten auf die zweite Chance. Derweil werde er sich auf seine Arbeit bei AlphaTauri konzentrieren. "Ich lege meinen Fokus auf meinen Job und will bestmöglich performen mit dem Auto, das ich zur Verfügung habe."

Unbestritten fährt Gasly seit seiner Rückkehr zum ehemaligen Toro-Rosso-Team in Topform. Besonders sein Sieg im Vorjahr in Monza dürfte ihm noch zusätzlich Selbstvertrauen geschenkt haben. Das zeigt auch die Statistik: In den bisherigen elf Saisonrennen konnte er achtmal in die Punkte fahren. Ein früher Ausfall in Bahrain und ein DNF in Österreich verhinderten eine noch bessere Ausbeute.

Gasly erwartet "keine großen Überraschungen"

Mit Rang drei in Aserbaidschan schaffte es der 25-Jährige außerdem im dritten Jahr in Folge mit dem Rennstall aus Faenza aufs Podium. Seit er 2019 degradiert wurde, befinde er sich an einem "glücklichen Ort". Die Dynamik innerhalb des Teams sei "großartig".

Seine Rolle als Teamleader hat er angenommen. Gasly betont, er möchte das Team vorwärtsbringen. Daher ist der fünfte WM-Rang in der Konstrukteurs-WM auch sein persönlich größtes Ziel in dieser Saison. Davon ist die Mannschaft aktuell nur acht Punkte entfernt, AlphaTauri liegt mit 72 Zählern hinter Alpine mit 80 Punkten.

"Wir kämpfen um den fünften Rang in der Weltmeisterschaft gegen Aston Martin und Alpine. Das ist eine großartige Dynamik und das genießt und schätzt jeder. Und die Ergebnisse stimmen." Der fünfte Rang in der Team-Wertung würde ihm "persönlich" sehr viel bedeuten.

"Denn das hat das Team noch nie erreicht und für mich wäre es toll, ihnen dieses Ergebnis schenken zu können. Alpine sieht allerdings im Moment sehr stark aus mit ihrem Line-up. Das wird also noch ein harter Kampf, aber mit unserem Paket wird das nicht unmöglich, wenn wir alles perfekt hinkriegen und uns aus Problemen raushalten."

An AlphaTauri schätzt er außerdem die Atmosphäre und Arbeitsmoral im Team, die Teamchef Franz Tost vorlebt. "Ich habe eine sehr gute Beziehung mit Franz, er ist immer sehr ehrlich. Ganz egal, ob es das Sportliche betrifft, oder das Persönliche. Ich genieße die Beziehung, die wir gemeinsam aufbauen."

Was seine Zukunft betrifft, so merkt Gasly an, dass es wohl "keine großen Überraschungen" geben werde. Er konzentriere sich weiterhin darauf, auf der Strecke bestmöglich abzuschneiden. "Sie haben meine Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre natürlich gesehen", merkt er mit Blick auf die Red-Bull-Führungsetage an.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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