Pierre Gasly: Trotz Kollision nicht sauer auf Charles Leclerc

Pierre Gasly schied nach einer Berührung mit Charles Leclerc in Runde 1 aus, ist aber nicht sauer: "Er hat es sicher nicht mit Absicht gemacht"

Pierre Gasly: Trotz Kollision nicht sauer auf Charles Leclerc

Für Pierre Gasly war der Große Preis der Steiermark nach praktisch einer Kurve gelaufen. Nach einem Kontakt mit Ferraris Charles Leclerc fing sich der AlphaTauri-Pilot einen Reifenschaden ein, der schließlich in einem Aufhängungsbruch endete. Passiert war das Ganze bei der Anfahrt auf Kurve 3, als Leclerc mit seinem Frontflügel Gaslys linkes Hinterrad berührte.

"Ich denke, er wollte einfach den Windschatten nutzen, hat sich dabei vermutlich verschätzt und zog zu früh hinter mich. Dabei hat er meinen Hinterreifen berührt", beschreibt der Franzose. "Das war's dann. Das ganze Ding ist kaputtgegangen und ich war raus."

Tatsächlich beschreibt Leclerc selbst den Vorgang ähnlich, allerdings mit einem kleinen Twist: "Ich war links von Pierre, als er wohl versucht hat, den Windschatten von jemandem zu nutzen, der leicht links vor ihm war. Er ist zur gleichen Zeit nach links gefahren, als ich versucht habe, hinter ihn zu kommen", sagt er. Wir wurden einfach beide überrascht."

Leclerc spricht nur von einer "kleinen Berührung" mit "großen Konsequenzen für uns beide". Denn während Leclerc an die Box fahren und sich einen neuen Frontflügel abholen musste, war das Rennen für Gasly gelaufen.

 

Der Franzose wurde vor Kurve 3 langsamer und musste sich links und rechts von anderen Fahrern überholen lassen. Dabei traf er noch den Alfa Romeo von Antonio Giovinazzi und den Williams von Nicholas Latifi. "Mein linker Hinterreifen war schon komplett kaputt. Daher hatte ich sogar Probleme geradeaus zu fahren", so Gasly.

"Ich war so langsam, dass die Autos von rechts und links gekommen sind. Es war eine ziemlich chaotische Situation. Aber im Grunde war es nach dem Kontakt mit Charles vorbei."

Einen Vorwurf macht er dem Ferrari-Piloten aber nicht: "Das bringt mir auch nicht die Punkte, die wir heute verloren haben", winkt er ab. "Ich weiß, dass er das nicht mit Absicht gemacht hat", so Gasly. "Es ist etwas anderes, wenn er eine Divebomb versucht und mich dabei komplett abgeräumt hätte." Sein Fazit: "Es ist einfach scheiße, dass das passiert ist."

Was ohne diesen Vorfall für Gasly drin gewesen wäre, der von Platz sechs aus ins Rennen gegangen war, ist natürlich müßig zu diskutieren. Er glaubt, dass Ferrari am Sonntag zu schnell gewesen wäre und dass es daher vielleicht für Rang acht gereicht hätte.

"Wir haben am Samstag etwas mehr Pace gezeigt als am Sonntag. Vielleicht gibt es da ein paar Dinge, die wir uns anschauen müssen", so der Franzose.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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