Pierre Gasly: Wäre im Red Bull mindestens genauso gut wie Perez

Pierre Gasly ist überzeugt davon, dass er bei Red Bull eine ähnliche Leistung wie Sergio Perez zeigen könnte, und hofft auf eine zweite Chance

Pierre Gasly: Wäre im Red Bull mindestens genauso gut wie Perez

Pierre Gasly steckt aktuell in einer Sackgasse. Der Franzose gehört zu den absolut positiven Überraschungen - wobei Überraschung kann man nach 2020 gar nicht mehr sagen - der Saison und zeigt mit AlphaTauri eine hervorragende Leistung. Dennoch scheint seine Zukunft maximal im Red-Bull-Juniorteam zu stecken, nachdem sich die Option Alpine in der vergangenen Woche geschlossen hat.

"Ich glaube, 37 Punkte mit AlphaTauri hat nach sieben Rennen noch kein anderer Fahrer erreicht", lobt sich der Franzose und betont: "Solche Ergebnisse wurden in der Vergangenheit immer direkt mit einem Sprung zu Red Bull belohnt - oder zumindest ziemlich schnell."

Gaslys Problem ist jedoch, dass er seine Chance im A-Team der Bullen bereits hatte - und nicht genutzt hat. Nach nur einer halben Saison ohne Podestplatz wurde er 2019 zugunsten von Alexander Albon wieder zurück ins zweite Glied geschoben. Seitdem zeigt er aber beständig starke Leistungen und wäre bereit für einen zweiten Anlauf.

"Das würde ich gerne machen. Aber wird es auch passieren? Das kommt darauf an, ob es auch Red Bull möchte. Und es stimmt: Im Moment glaube ich nicht, dass sie es wollen", gibt er zu. Gespräche diesbezüglich habe es noch nicht gegeben. "Aber die werden wir irgendwann haben müssen."

"Glaube nicht, dass Red Bull es möchte"

Denn Gasly sieht so langsam andere Fahrer an ihm vorbeiziehen: "Ich sehe, dass Leute meiner Generation ihre Chance in besseren Autos bekommen. Und ich sehe, wozu sie in der Lage sind. Ich weiß aber auch, wozu ich in der Lage bin", betont er.

Da der Vertrag von Sergio Perez nur für die Saison 2021 gilt, gibt es für das kommende Jahr theoretisch eine Möglichkeit. Allerdings ist Red Bull mit den jüngsten Leistungen des Baku-Siegers sehr zufrieden. Mit WM-Rang drei und 84 Punkten ist eine Verlängerung des Vertrages durchaus realistisch.

 

"Ich glaube aber, dass ich mindestens genauso gut performen könnte wie er", stellt Gasly klar.

"Ich arbeite sehr hart daran, ein kompletter Fahrer zu werden. Und das zeige ich auch auf der Strecke. Ich kämpfe gegen Ferrari und auch gegen McLaren, und das konstant. Ich performe im Qualifying und auch um Rennen und denke, dass ich sehr gutes Potenzial zeige", rückt er sich ins Rampenlicht.

Keine Lust, ewig nur um Platz acht zu kämpfen

Mit seinen 37 Punkten ist Gasly fast alleine dafür verantwortlich, dass AlphaTauri derzeit auf Rang fünf der Gesamtwertung steht. Rookie-Teamkollege Yuki Tsunoda konnte hingegen nur acht Punkte beisteuern.

Der Ball liegt jetzt bei Red Bull. "Sie haben die Kontrolle. Sie wissen, was ich will", sagt der Franzose. Er möchte Topmaterial und um Spitzenplätze kämpfen. Dass er das kann, hat er mit drei Podestplätzen für AlphaTauri bewiesen. Höhepunkt war natürlich der sensationelle Sieg in Monza 2020.

"Ich weiß, was ich im besten Team leisten könnte. Aber im Moment ist es zu früh, um darüber nachzudenken. Ich fokussiere mich einfach darauf, an jedem Wochenende mein Bestes zu geben. Und hoffentlich wird das irgendwann mit einer guten Möglichkeit belohnt", so Gasly.

"Es ist nicht interessant, deine ganze Karriere um achte und zehnte Plätze zu kämpfen. Das ist nicht, was ich möchte", betont er. "Aber vielleicht sehen wir, wie sich die Dinge mit AlphaTauri verbessern. Vielleicht sind wir ja bald in einer Position, in der wir konstant um bessere Ergebnisse kämpfen können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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