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Reaktion

Pierre Gasly: "Zu viel Negativität" um das Formel-1-Reglement 2026

Pierre Gasly unterstützt die Forderungen nach Anpassungen am neuen Formel-1-Reglement, findet aber, dass das fahrerische Können derzeit unterbewertet wird

Pierre Gasly: "Zu viel Negativität" um das Formel-1-Reglement 2026

Pierre Gasly teilt die Kritik seiner Fahrerkollegen nicht uneingeschränkt

Foto: Getty Getty

Alpine-Fahrer Pierre Gasly schließt sich den Rufen nach Nachbesserungen am umstrittenen Formel-1-Reglement für 2026 an, um insbesondere das Qualifying zu verbessern. Gleichzeitig widerspricht er der negativen Grundstimmung, laut der die neuen Regeln den Fahrern die Möglichkeit nehmen würden, den Unterschied auszumachen.

"Ich denke ehrlich gesagt, dass es etwas zu viel Negativität um das Thema gibt, und das gefällt mir nicht", erklärte er in Japan. "Ich glaube wirklich, dass den Fahrern immer noch viel abverlangt wird. Wenn man in Sektor 1 in Suzuka fährt und ein gewisses Gripniveau hat, spielt das andere keine Rolle. Die Batterie, all diese Dinge - man muss trotzdem am Limit des verfügbaren Grips bleiben."

Dennoch sieht auch er Verbesserungsbedarf: "Ich stimme definitiv mit dem überein, was die anderen über das Batteriemanagement und so weiter denken. Ich denke, wir sind uns alle einig. Wir sehen alle dasselbe. Wir sprechen alle dieselbe Sprache. Wir alle wollen, dass der Sport so gut wie möglich ist", sagt Gasly.

"Ich bin sicher, wir werden das Beste daraus machen. Es ist eine Art Überprüfung. Ich bin sicher, dass in der Pause jeder das Beste geben wird, um die Formel 1 in eine bessere Verfassung zu bringen", so der Franzose weiter.

Sicherheitsbedenken und "Lift-and-Coast" im Qualifying

Das neue Reglement legt einen massiven Fokus auf das Management der elektrischen Energie. Dies hat die Herangehensweise von Fahrern und Teams an das Qualifying grundlegend verändert. Die Notwendigkeit, Energie zurückzugewinnen, beeinflusst nun maßgeblich, wie sehr die Piloten ans Limit gehen können.

Nach dem schweren Unfall von Oliver Bearman in Japan rückten die enormen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Fahrzeugen als Sicherheitsrisiko erneut in den Fokus. Das markanteste Merkmal der neuen Formel 1 bleibt jedoch die Notwendigkeit für die Fahrer, im Qualifying "Lift and Coast" zu betreiben oder "Super Clipping" anzuwenden, also die Batterie zulasten der Motorleistung aufzuladen.

Dies hat dazu geführt, dass einige der spannendsten Kurvenkombinationen des Kalenders im Qualifying an Reiz verloren haben, was bei Fahrern und Fans gleichermaßen für Enttäuschung sorgt. Für die kommende Woche ist eine Überprüfung geplant, um vor dem nächsten Rennen in Miami in vier Wochen gezielte Anpassungen vorzunehmen.

Die Fahrer sind sich weitgehend einig in ihrem Wunsch, das Qualifying wieder zu einem reinen Wettbewerb am absoluten Limit zu machen. Dennoch weist Gasly die Behauptung zurück, dass das fahrerische Geschick mit der 2026er Fahrzeuggeneration keine Rolle mehr spiele. Durch den deutlich reduzierten Abtrieb seien die Autos in den Kurven sogar schwieriger zu beherrschen.

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