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Pierre Wache: Red Bull wird 2026 "sicher nicht abschreiben"

Red-Bull-Technikchef Pierre Wache spricht über die Herausforderung, Ressourcen zwischen 2025 und 2026 zu verteilen und macht die Prioritäten des Teams deutlich

Pierre Wache: Red Bull wird 2026 "sicher nicht abschreiben"

Für 2025 spürt Red Bull bereits die Konkurrenz im Nacken

Foto: LAT Images

Das kommende Formel-1-Reglement für 2026 bringt massive Veränderungen mit sich. Alle Rennställe müssen sich auf die Einführung neuer Power-Units und Chassis-Vorgaben vorbereiten und dabei die Herausforderung meistern, Ressourcen zwischen der Gegenwart und der Zukunft zu verteilen.

Für Red Bull hat sich das Problem angesichts der Rückschläge in dieser Saison noch verschärft. Zwar konnte das Team mit Max Verstappen erneut den Fahrertitel erringen, liegt in der Konstrukteurswertung aber hinter McLaren und Ferrari zurück.

Auf die Frage, ob Red Bull jetzt wahrscheinlich mehr in das Jahr 2025 investieren müsse als ursprünglich gedacht, antwortet Technikdirektor Pierre Wache mit einem klaren Ja.

2025: Noch einmal voll angreifen

"Das müssen wir, ja. Das ist ein sehr guter Punkt", sagt der Franzose und betont, dass Red Bull trotz der langfristigen Entwicklung für 2026 alles daransetzen wird, in der Saison 2025 erfolgreich zu sein. "Wissen Sie, wenn man die Möglichkeit hat, einen Titel zu gewinnen, muss man alles dafür tun, was man kann."

Siege seien selten, und "alles, was man gewinnen kann, muss man nutzen", sagt Wache, selbst wenn das bedeutet, Ressourcen für die Zukunft vorübergehend zu reduzieren.

"Natürlich werden wir ein wenig der Ressourcen von 2026 für 2025 aufwenden müssen. Und danach werden wir im Laufe der Saison beurteilen, wo wir stehen." Die Frage nach der Balance stellt jedoch eine erhebliche Herausforderung dar.

Red Bull wird zwar die Ressourcen für 2025 verstärken, jedoch nicht vollständig auf Kosten der Entwicklung für 2026. "Wir werden 2026 sicher nicht abschreiben", betont Wache. Dennoch räumt er ein, dass es schwierig sei, die richtige Verteilung zu finden.

"Es ist ein schmaler Grat. Man hat einige Ressourcen, die für das 2026er-Auto verwendet werden. Und so, wie wir diese Regeln verstehen, haben wir die Kapazität und die Möglichkeit, wieder zu gewinnen. Das werden wir nicht verschenken."

2026: Neues Kapitel mit vielen Unbekannten

Mit der Regelära ab 2026 steht die Formel 1 vor einem technologischen Paradigmenwechsel. Die Einführung neuer Power-Units - mit einem deutlich höheren Anteil elektrischer Energie und einer Reduktion des Verbrennungsmotors - sowie strengere aerodynamische Vorgaben machen die Entwicklung anspruchsvoller denn je.

Red Bull steht nicht nur vor der Herausforderung, diese komplexen Anforderungen zu erfüllen, ohne dabei das Erfolgsniveau der vergangenen Jahre zu gefährden. Das Team führt in Zusammenarbeit mit Ford auch einen neuen Motor ein.

Doch Wache meint, dass für 2026 nicht nur der Motor eine große Unbekannte darstelle: "Ich würde sagen, der Zweifel oder die Frage ist nicht nur der Motor, sondern auch das Chassis. Aber ja, wir haben mehr Risiko", räumt der Technikdirektor ein.
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