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Pirelli: Autos werden genauso schnell sein wie 2020

Pirelli-Manager Mario Isola hat seine Schlüsse aus den Testfahrten in Bahrain gezogen und geht davon aus, dass die Autos nicht merklich langsamer sein werden

Pirelli: Autos werden genauso schnell sein wie 2020

Eigentlich sollte das neue Reglement die Formel-1-Autos 2021 langsamer machen, doch Pirelli-Manager Mario Isola geht davon aus, dass die Boliden genauso schnell sein werden wie zuvor. Die neuen Regeln sollten die Autos eigentlich einbremsen, um die Belastungen für die Reifen nicht noch größer werden zu lassen - ein Blick in die Zeitentabelle sagt jedoch anderes.

Max Verstappens Testbestzeit von 1:28.960 Minuten war zwar rund 1,3 Sekunden langsamer als im Qualifying 2020, dennoch hätte seine Marke damals für den elften Startplatz gereicht. Zudem muss man einrechnen, dass Spritmenge und Motoreinstellungen anders sind und die Fahrer nicht so stark pushen wie im Qualifying.

"Der Unterschied zum Vorjahr ist sehr, sehr, sehr gering", sagt der Italiener nach Abschluss der Testfahrten. "Wenn man bedenkt, dass die Strecke nicht in perfektem Zustand war, der Abtrieb reduziert wurde und Benzin hinzukommt, dann glaube ich nicht, dass wir in diesem Jahr einen Unterschied in den Rundenzeiten sehen werden."

 

Anhand der Analyse der Fahrzeugperformances und der Belastungen der Reifen schätzt Isola, dass die Teams vor Saisonbeginn schon die Hälfte des verlorenen Abtriebs wieder zurückgewonnen haben. "Anstatt der ursprünglichen zehn Prozent Verlust glaube ich, dass es vermutlich nur vier bis fünf Prozent sind", so der Italiener.

Trotzdem ist der Pirelli-Manager davon überzeugt, dass die Reifen den Belastungen standhalten können, ohne einen deutlich höheren Mindestdruck vorschreiben zu müssen. Am zweiten Tag der Testfahrten hatte der Hersteller seine Vorgaben bei den Hinterreifen sogar um 1,5 psi nach unten korrigiert.

"Ich bin nicht überrascht davon, wie viel Abtrieb sie vor Saisonbeginn zurückgewinnen konnten, schließlich wissen wir, dass sie sehr gut darin sind", sagt er.

"Ich freue mich auch, dass wir im Vorjahr entschieden haben, parallel in zwei Richtungen zu arbeiten: einmal den Abtrieb der Autos zu reduzieren und einmal eine Konstruktion zu finden, die mit den mutmaßlich größeren Belastungen in der zweiten Saisonhälfte umgehen kann", so Isola.

"Trotz der schwierigen Situation mit COVID haben wir die richtige Entscheidung getroffen und parallel an einem robusteren Produkt und an Autos, die genauso schnell sind wie im Vorjahr, gearbeitet", sagt er. "Ich bin zuversichtlich, dass die neue Konstruktion mehr aushält. Da vertraue ich unseren Daten aus dem Indoor-Test. Darum haben wir sie auch eingeführt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Norman Fischer