Pläne enthüllt: Wo die Formel 1 2022 Sprintrennen fahren möchte

Erstmals werden Pläne öffentlich, wo die Formel 1 im kommenden Jahr ein Sprint-Wochenende austragen möchte - Allerdings gibt es noch viele ungeklärte Fragen

Pläne enthüllt: Wo die Formel 1 2022 Sprintrennen fahren möchte

Die Formel 1 hat in diesem Jahr mit den Sprintwochenenden ein umstrittenes, neues Format eingeführt. 2021 wurden in Silverstone, Monza und Sao Paulo Rennwochenenden mit einem kurzen Sprintrennen am Samstag absolviert, im kommenden Jahr soll das ausgebaut werden.

Sechs Rennwochenenden mit dem neuen Sprintformat (klassisches Qualifying am Freitag, Sprintrennen am Samstag und Grand Prix am Sonntag) stehen auf dem Plan. Mittlerweile liegt nach dem regulären Samstags-Meeting der Teamchefs mit den Formel-1-Organisatoren auch ein erster Vorschlag auf dem Tisch.

Demnach sollen die Sprintwochenenden vor allem in der ersten Saisonhälfte über die Bühne gehen. Als Strecken sind Bahrain, Imola, Montreal, Spielberg, Zandvoort und Interlagos vorgesehen. Von den Sprint-Austragungsorten 2021 bleibt demnach nur Brasilien übrig.

Im Hinblick auf das kommende Jahr müssen allerdings noch ein paar Fragen geklärt werden. Dazu zählt unter anderem die Frage nach dem Pole-Setter. Das ist in diesem Jahr jener Fahrer, der das Sprintrennen am Samstag gewinnt. Angedacht ist laut den Formel-1-Plänen demnach, den Schnellsten des Qualifyings wieder zum Pole-Setter zu machen.

Unklarheit herrscht auch noch beim Punktesystem. In diesem Jahr erhalten nur die ersten Drei des Sprints Zähler, und zwar nach dem Schlüssel 3-2-1. Das soll sich ändern. Im Sprintrennen sind für 2022 ebenfalls Punkte für die ersten Zehn angedacht, wie im Grand Prix auch.

Finanzen größter Streitpunkt bei F1-Sprint-Diskussionen

Ein ganz zentraler Punkt sind natürlich auch noch die Finanzen. In diesem Jahr erhielten die Teams ein zusätzliches Einkommen in Form einer Unfallentschädigung, falls sie bei Unfällen im Samstags-Sprint teure Schäden erlitten. Dem Vernehmen nach zieht die F1 es vor, die Unfallpauschale durch eine feste Gebühr für das nächste Jahr zu ersetzen.

Allerdings sind sich die Rennställe nicht einig, wie dies mit dem Kostendeckel zusammenpassen soll. Diejenigen Teams, die an der Grenze des Kostendeckels liegen, würden es bevorzugen, wenn die zusätzlichen Mittel zu dem hinzukämen, was sie für die Saison ausgeben dürfen.

Andere Teams hingegen würden es bevorzugen, dass der Kostendeckel bestehen bleibt und stattdessen alle Teams einfach das zusätzliche Geld erhalten. Ein erster Vorschlag geht von 500.000 Dollar pro Sprintrennen bis zu einer Höchstzahl von fünf Veranstaltungen aus, wobei eine zusätzliche Zahlung für zusätzliche Veranstaltungen hinzukommt.

Die Geldfrage wird von vielen Teams als größtes Kriterium für das Fortbestehen des Sprintformats angesehen. Darum ist in dieser Hinsicht auch eine Einigung erforderlich. Erst dann kann über weitere Änderungen und Anpassungen verhandelt werden. Das verdeutlicht: Das Feilschen um das richtige Sprintformat ist noch lange nicht abgeschlossen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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