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Franco Colapinto im Alpine A526 beim Formel-1-Rennen in Miami 2026

Foto: LAT Images

Die Erleichterung ist groß bei Alpine nach bisher vier Rennwochenenden in der Formel-1-Saison 2026. Denn nach anfänglichen Zweifeln hat das Team aus Enstone in England "tatsächlich einen Schritt gemacht", wie Teamchef Steve Nielsen in Miami erklärte. Die Verbesserung im Vergleich zu 2025 sei spürbar. "Und genau das hatten wir uns erhofft."

Alpine hatte die vergangene Saison bewusst "geopfert" und seine technische Entwicklung frühzeitig auf 2026 konzentriert. Diese Strategie beginnt sich nun auszuzahlen. "Das ist schön zu sehen - und hilft natürlich allen Beteiligten", sagte Nielsen.

"Alles beginnt mit dem Auto. Wenn das Auto besser wird, steigt auch der Glaube an das Projekt. Es wird einfacher. Und das Team selbst wird attraktiver."

Wo sich Alpine im Kräfteverhältnis einreiht

Mit 23 Punkten durch Franco Colapinto und Pierre Gasly liegt Alpine derzeit auf dem fünften WM-Zwischenrang und sieht sich selbst als "so etwas wie 'best of the rest'", erklärte Nielsen. "Wir lagen [in den Rennen] zwar außerhalb der Top 4, konnten aber gelegentlich einen Red Bull schlagen. Ich würde sagen: Das ist ungefähr unser aktuelles Niveau."

Doch laut Nielsen ist das nur eine Momentaufnahme. Grund dafür ist die technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge: Allein in Miami setzten einige Teams viele Updates ein, sodass sich das Kräfteverhältnis teilweise verschob.

"Ich würde sagen, Audi scheint im Vergleich zu uns etwas zurückgefallen zu sein, ebenso Racing Bulls und andere. Aber diese Teams werden in Kanada oder wo auch immer wieder neue Updates bringen. Das wird also das ganze Jahr über ein ständiges Wechselspiel bleiben", erklärte Nielsen.

"Ich mache mir keine Illusionen: Was wir in Miami gesehen haben, muss nicht das sein, was wir in Montreal, Barcelona oder Monaco sehen werden."

Wie Alpine den A526 noch schneller machen kann

Und auch Alpine selbst arbeitet an technischen Verbesserungen. Denn die "wahrscheinlich größte Schwäche" des A526 sind schnelle Kurven, sagte Nielsen. Außerdem habe das Auto eine Tendenz zum Untersteuern. Das gelte es zu beheben.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir in Miami ein neues Frontflügel-Hauptprofil verwendet haben. In Barcelona folgen weitere Frontflügel-Teile, um genau dieses Problem anzugehen", erklärte Nielsen. Das Rennen dort werde zum Gradmesser für Alpine.

Schon für Montreal will Gasly jedoch sicherstellen, "dass wir das volle Potenzial" der Miami-Updates ausschöpfen. Beim ersten USA-Rennen des Jahres hatte nur er Zugriff auf die neue Heckflügel-Spezifikation, schied im Grand Prix aber nach einer unverschuldeten Kollision mit spektakulärem Überschlag vorzeitig aus.

Doch auch Gasly zeigt sich für den Moment überzeugt vom Alpine-Aufwärtstrend: "Im Vergleich zu unseren Gegnern wirken wir konkurrenzfähig. Das ist derzeit das Wichtigste."

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