Podestplatz gestohlen? Gasly verliert dritten Platz durch Zeitstrafen
Beim Grand Prix von Monaco hat Pierre Gasly ein mögliches Podium durch zwei Zeitstrafen verloren
Pierre Gasly hätte in Monaco ohne Zeitstrafen auf dem Podest stehen können
Foto: LAT Images
Pierre Gasly fühlt sich nach dem Grand Prix von Monaco unfair um einen Podestplatz gebracht. Zwar war der Alpine-Pilot auf dem dritten Platz über die Ziellinie gefahren, doch aufgrund von zwei Zeitstrafen steht der 30-Jährige im Klassement nur auf dem siebten Rang.
Grund für die Zeitstrafen waren zwei Vergehen in der Boxengasse. Zweimal war Gasly hier laut FIA zu schnell unterwegs, wobei er jeweils nur 0,1 und 0,4 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit lag. Neben Gasly wurden auch Fahrer wie George Russell oder Lewis Hamilton aufgrund desselben Vergehens beim Grand Prix von Monaco bestraft.
"Ich glaube, nichts könnte mir gerade mehr wehtun", erklärt Gasly nach dem Rennen. "Zehn dammte Jahre reiße ich mir für diesen Moment den Arsch auf. Wir haben heute alles richtig gemacht, um vor all diesen Fans auf dem Podium zu stehen. Diese Momente kann man jemandem nicht aufgrund von unfairen Gründen wegnehmen."
"Was da gerade passiert, ist nicht korrekt, und ich hoffe, die können noch die richtige Entscheidung treffen", fährt Gasly fort. Warum genau so viele Piloten Strafen für Pit-Lane-Speeding erhalten haben, bleibt bislang unklar.
Dazu betont Gasly: "Ich weiß ganz genau, dass das Auto langsamer als 60 km/h war. Und in beiden Fällen habe ich [den Geschwindigkeitsbegrenzer] weit vor der Boxenlinie aktiviert. Das ist vermutlich das einfachste Setting in einem Formel-1-Auto."
"Wenn da drei oder vier Teams wegen Speedings bestraft werden ... ", setzt Gasly an. "Hoffentlich ist das für die Typen ein Warnsignal, [technische Prozesse] vorher richtig zu prüfen, denn das ist so nicht korrekt."
"Sie können das auf den Daten sehen. Ich hoffe einfach, dass ihnen irgendetwas einfällt. Du kannst dir die Daten anschauen, die Geschwindigkeit, mit der ich da gefahren bin. Es ist präzise genug."
"Hoffentlich können wir darum kämpfen", so Gasly. "Das wird mir die Feier auf dem Podium mit all den Leuten auch nicht zurückgeben, aber ein Podium ist ein Podium."
"Ich kämpfe seit zehn Jahren für jede einzelne Chance", betont der Alpine-Pilot. "Ich habe bislang fünf Podestplätze erzielt, und das ist, wenn du mich fragst, viel zu wenig. Ich verdiene dieses [Podium]. Hoffentlich können wir etwas machen."
Nach dem Grand Prix hat Alpine einen Antrag auf Überprüfung bezüglich der Zeitstrafen für Gasly eingereicht. Des Weiteren betont Gasly, dass er in Monaco eines seiner bislang besten Rennen gefahren ist.
"Durchaus, ja. Ich würde es nicht als [mein bestes Rennen] bezeichnen, ich hatte viele gute. Ich habe einfach das getan, was ich tun musste, um diese Chance zu ergreifen."
"Heute konnte ich Norris am Start überholen und mich für ich weiß nicht wie viele Runden verteidigen", erzählt der einmalige Grand-Prix-Sieger. "Aber das war echt intensiv. Dann habe ich Hadjar beim Neustart kassiert ... "
"Es war ein wirklich gutes Rennen, und so will ich das nicht feiern", resümiert Gasly. Fraglich bleibt, wie die Untersuchungen nach dem Rennen das Ergebnis beeinflussen werden. Isack Hadjar könnte seinen dritten Platz aufgrund eines Fehlers eines Teams während der Rennunterbrechung verlieren.
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