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Power-Unit-Probleme bei Verstappen: "Desaster" für Red Bull in Silverstone

Beim Großen Preis von Großbritannien startet Isack Hadjar vor seinem Teamkollegen Max Verstappen, nachdem dieser mit Power-Unit-Problemen zu kämpfen hatte

"Peinlich!" Isack Hadjar schneller als Max Verstappen im Qualifying

Max Verstappen startet beim Grand Prix von Großbritannien hinter Isack Hadjar

Foto: Sutton Images

Isack Hadjar konnte sich für den Großen Preis von Großbritannien vor seinem Teamkollegen Max Verstappen qualifizieren. Während für den viermaligen Weltmeister nur Platz sieben zu Buche steht, gelang dem 21-Jährigen in Silverstone Platz fünf. Dazu passend der Funkspruch von Verstappen nach dem Qualifying: "Das ist ein Desaster. Unglaublich."

Bei Sky Sport F1 erklärt der 71-fache Grand-Prix-Sieger, mit welchen Problemen er während der Session zu kämpfen hatte: "Die Balance im Auto war schlecht", so seine Wortwahl. "Da war kein Topspeed, und du verbrauchst dann natürlich auch mehr Batterie in der Runde. Und dann, im letzten Sektor, hast du eigentlich keine Batterie mehr."

"Und da verlierst du", so Verstappen, "natürlich auch viel Zeit. Das ist peinlich, schlecht."

Durch die mangelnde Power sah sich Verstappen dazu gezwungen, mehr Batterieleistung einzusetzen. Folglich war es für ihn schwieriger, genügend Energie bis zum dritten Sektor zurückzugewinnen. Dabei betont Verstappen nach der Session, dass sein Problem mit der Power-Unit erst im Qualifying aufgetreten ist.

Gegenüber unserem Schwesterportal Motorsport.com holt der Red-Bull-Pilot ein wenig weiter aus und erklärt: "Die Balance im Auto war sowieso schon nicht gut, und das war sie gestern auch nicht. In der Hinsicht hat sich also nichts verändert. Heute war der Unterschied, dass uns auf dieser Seite der Garage der Topspeed gefehlt hat."

Verstappen betont, dass er schon am Ausgang von Stowe kaum noch elektrische Energie zur Verfügung hatte. Folglich lautet sein Urteil: "Der Motor funktioniert einfach nicht. Der zieht nicht so an, wie man es normalerweise erwarten würde. Deswegen waren wir auf jeder Geraden zu langsam."

Verschiedene Versuche des viermaligen Weltmeisters, durch ein anderes Umgehen mit dem Gaspedal diese Probleme womöglich zu kaschieren, brachten letztlich keinen Erfolg: "Ich habe wirklich alles versucht, aber das macht beim Topspeed keinen Unterschied. Auf einer Geraden bist du vielleicht schneller, aber auf einer anderen wieder langsamer. Insgesamt bist du einfach zu langsam."

Dementsprechend steht die Frage im Raum, ob Red Bull das Parc ferme für den Grand Prix von Großbritannien bricht und über Nacht am Auto arbeiten wird. Verstappen positioniert sich nach dem Qualifying eindeutig und betont: "Es hat keinen Sinn, so morgen in das Rennen zu starten, wenn wir das Auto so lassen."

"Ich würde lieber alles ändern", so seine Meinung. "Wenn du dort startest, wo wir jetzt sind, dann bleibst du da sowieso. Du verlierst vielleicht eine Position, mehr nicht. Daher würe ich lieber alles ändern."

Bereits im Sprint deutete sich ein äußerst frustrierender Samstag für den viermaligen Weltmeister an. So schildert Verstappen nach dem Qualifying eine Szene mit Mercedes-Pilot George Russell: "George war hinter mir, er hat mich in der Dirty Air bei hoher Geschwindigkeit eingeholt. Das sagt schon sehr viel aus."

"Aber auch in Low-Speed-Passagen bin schon das gesamte Wochenende mit dem Handling einfach nicht glücklich. Da ist ein klarer Disconnect."

Im Kontrast dazu steht die Session von Isack Hadjar. Der 21-Jährige konnte seinem erfahreneren Teamkollegen rund eine Zehntelsekunde abknüpfen und zeigt sich nach dem Qualifying alles andere als unzufrieden:

"Ich fühle mich im Auto gut", so seine Worte. "Uns fehlt halt einfach überall ein bisschen Pace. Das ist nicht eine Stelle, wo wir langsamer sind, oder eine, wo wir wirklich schnell sind, sondern es ist sicherlich überall ein wenig."

Das Energie-Deployment bezeichnet Hadjar nach dem Qualifying als "sehr konstant", vor allem gemessen daran, dass Silverstone für die Teams in dieser Hinsicht eine große Herausforderung darstellt.

"Wir haben einen besseren Job abgeliefert als bei den letzten Wochenenden", erklärt Hadjar, "also ist es in dieser Hinsicht gut."

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