Präsentation Renault R.S.19: 2019 gibt's keine Ausreden mehr!

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Präsentation Renault R.S.19: 2019 gibt's keine Ausreden mehr!
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Co-Autor: Norman Fischer
12.02.2019, 11:56

Das Renault-Team möchte mit dem neuen Auto für die Formel-1-Saison 2019 den nächsten Schritt machen und hat den R.S.19 in Enstone präsentiert

Als viertes Team hat heute auch Renault sein Formel-1-Auto für die Saison 2019 präsentiert. In der Chassis-Fabrik in Enstone wurde der R.S.19 von den Fahrern Nico Hülkenberg und Daniel Ricciardo enthüllt. Die Ziele sind ambitioniert: Im vierten Jahr der neueren Teamgeschichte soll die Lücke zu den drei Topteams weitgehend geschlossen werden.

Renault hat in den vergangenen drei Jahren am Standort Enstone technisch und personell heimlich, still und leise aufgerüstet. Das betrifft auch die Fahrerpaarung: Zu Hülkenberg, der sich 2018 gegen Carlos Sainz als feste Größe durchsetzen konnte, kommt mit Ricciardo ein erwiesener Grand-Prix-Sieger.

Vergleich Design Formel-1-Autos 2018 vs. 2019: Renault

Das lässt insofern einen Ruck durchs Team gehen, als Ingenieure und Mechaniker jetzt wissen: Wenn wir weiterhin nicht gewinnen, liegt es sicher nicht an den Fahrern, sondern am Auto.

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Renault R.S.19

Renault R.S.19
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Der Fortschritt ist das Ziel

Auch chassisseitig hat man eine sogenannte "Benchmark": Die Renault-Motorenabteilung in Viry-Chatillon bei Paris liefert den V6-Turbo nicht nur ans hauseigene Werksteam nach Enstone, sondern auch zu McLaren nach Woking. Und dieser Motor soll laut Teamboss Cyril Abiteboul richtig zugelegt haben: "Ich würde soweit gehen, dass es der größte Schritt ist, den wir seit Einführung der V6-Motoren gemacht haben", sagt er. Worte an denen man sich messen lassen muss.

Trotzdem möchte man keine zu vermessenen Ziele ausgeben. Die Franzosen wollen nicht von ihren langfristig formulierten Zielen abrücken. Und die sehen Podestplätze 2019 nicht als zwingend notwendig an. "In gewisser Weise mag ich meine Antwort nicht, aber das Wichtigste ist, dass wir nicht aufhören und das Momentum nicht stoppen", sagt Abiteboul.

"Wir hatten jetzt drei Jahre lang einen schönen und stetigen Fortschritt", so der Franzose weiter. "Ich möchte nichts sagen, das das zerstört." Erst 2020 hat sich das Team zum Ziel gesetzt, an den Champagnerzeremonien teilzunehmen - der nächste Schritt wäre der WM-Titel. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

Ricciardo gibt sich realistisch

Selbst Ricciardo ist mit einer großen Portion Realismus von Red Bull nach Enstone gekommen. Er weiß, dass er erst einmal Aufbauarbeit leisten muss und erwartet keine Top-3-Platzierungen von seinem Team. "Es mag zwar langweilig klingen, aber es geht um Fortschritt", stellt er klar. "Seit 2016 wurde fantastische Arbeit geleistet, und wir wollen die Richtung beibehalten", sagt der Australier.

"Zu sagen, dass man nach dem vierten Platz im Vorjahr nun Dritter werden muss, ist nicht so einfach, weil der Abstand zu den Top-3-Teams ziemlich groß ist", so Ricciardo. "Idealerweise können wir die Lücke schließen. Und wenn uns das in die Top 3 bringt, dann schön und gut - aber die Lücke ist trotzdem groß. Solange wir vorankommen, muss es ein erfolgreiches Jahr gewesen sein."

Große Ankündigungen

Um das zu erreichen, hat Renault in den vergangenen Jahren eine Menge in seine beiden Standorte investiert. "Fast jeder einzelne Bereich der Fabrik wurde verbessert, wenn nicht sogar komplett umgewandelt", betont Abuiteboul. "Jeder Bereich ist besser geworden, um auf dem gleichen Level wie die Besten zu fahren."

Daniel Ricciardo, Renault Sport F1 Team, Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team

Daniel Ricciardo, Renault Sport F1 Team, Nico Hulkenberg, Renault Sport F1 Team

Foto: Renault Sport

Der Standort in Viry hat jüngst einen ultramodernen Prüfstand bekommen, zudem gab es einige Personalaufstockungen. Umfangreiche Änderungen stehen aber auch dort noch an: "Wir haben viel in Enstone investiert und werden in Viry noch investieren", kündigt der Teamchef an. Motorenchef Remi Taffin ist begeistert: "Wir besitzen die Organisation und die Struktur, um den besten Motor zu produzieren."

Angeblich soll Renault ja die größten Fortschritte seit dem V6-Beginn erzielt haben. "Vor allem am ERS und dem Verbrennungsmotor haben wir hart gearbeitet", sagt Taffin und begründet den bevorstehenden Erfolg mit dem Plan, den man hat. "2018 haben wir einige neue Konzepte eingeführt, die sich als erfolgreich herausgestellt haben. Einige haben wir für 2019 weiterentwickelt und den besten Winter aller Zeiten gehabt. Jetzt geht es nur um die Umsetzung."

Turboära schon einmal geprägt

Renault stieg erstmals 1977 in die Formel 1 ein und prägte in jener Ära die Turbo-Technologie, die damals im Grand-Prix-Sport neu war. 1985 wurde das Programm vorerst beendet. In den 1990er-Jahren feierte der französische Hersteller als reiner Motorenhersteller große Erfolge, unter anderem mit Williams und Benetton. Michael Schumacher holte seinen zweiten WM-Titel 1995 mit Renault-Power.

Ende 1997 zog sich Renault aus der Formel 1 zurück, blieb jedoch über die Firma Mecachrome in Sachen Technologie am Ball. 2001 kehrte Renault als Motorenlieferant für Benetton werksseitig zurück, 2002 wurde das Team in Renault umbenannt. Es folgte eine weitere Erfolgsära mit den beiden WM-Titeln 2005/06 für Fernando Alonso.

Fotostrecke: Die komplette Renault-Historie

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1977: Renault RS01

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Foto: Sutton Images

Fahrer: Jean-Pierre Jabouille

1978: Renault RS01

1978: Renault RS01
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Fahrer: Jean-Pierre Jaboullie

1979: Renault RS10

1979: Renault RS10
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Fahrer: Rene Arnoux, Jean-Pierre Jabouille

1980: Renault RE20

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Fahrer: Rene Arnoux, Jean-Pierre Jaboullie

1981: Renault RE30

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Foto: Sutton Images

Fahrer: Rene Arnoux, Alain Prost

1982: Renault RE30

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Foto: LAT Images

Fahrer: Rene Arnoux, Alain Prost

1983: Renault RE40

1983: Renault RE40
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Foto: LAT Images

Fahrer: Eddie Cheever, Alain Prost

1984: Renault RE50

1984: Renault RE50
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Foto: Jean-Philippe Legrand

Fahrer: Philippe Streiff, Patrick Tambay, Derek Warwick

1985: Renault RE60

1985: Renault RE60
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Francois Hesnault, Patrick Tambay, Derek Warwick

2002: Renault R202

2002: Renault R202
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Foto: Renault F1

Fahrer: Jenson Button, Jarno Trulli

2003: Renault R23

2003: Renault R23
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Foto: Steve Etherington / LAT Images

Fahrer: Fernando Alonso, Jarno Trulli

2004: Renault R24

2004: Renault R24
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Foto: LAT Images

Fahrer: Fernando Alonso, Jarno Trulli, Jacques Villeneuve

2005: Renault R25

2005: Renault R25
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Fernando Alonso, Giancarlo Fisichella

2006: Renault R26

2006: Renault R26
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Fernando Alonso, Giancarlo Fisichella

2007: Renault R27

2007: Renault R27
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Giancarlo Fisichella, Heikki Kovalainen

2008: Renault R28

2008: Renault R28
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Fernando Alonso, Nelson Piquet Jr.

2009: Renault R29

2009: Renault R29
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Fernando Alonso, Nelson Piquet Jr., Romain Grosjean

2016: Renault R.S.16

2016: Renault R.S.16
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Foto: Sutton Images

Fahrer: Kevin Magnussen, Jolyon Palmer

2017: Renault R.S.17

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Foto: Sutton Images

Fahrer: Nico Hülkenberg, Jolyon Palmer, Carlos Sainz Jr.

2018: Renault R.S.18

2018: Renault R.S.18
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Foto: Glenn Dunbar / LAT Images

Fahrer: Nico Hülkenberg, Carlos Sainz Jr.

2019: Renault R.S.19

2019: Renault R.S.19
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Foto: Renault Sport

Fahrer: Nico Hülkenberg, Daniel Ricciardo

Nicht zuletzt getriggert durch die "Crashgate"-Affäre stieg Renault Ende 2009 ein weiteres Mal aus der Formel 1 aus. 2016 dann das Comeback des Werksteams in seiner heutigen Form, zunächst mit den Fahrern Kevin Magnussen und Jolyon Palmer. Teamchef ist Cyril Abiteboul, Technischer Direktor Nick Chester.

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