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Foto: LAT Images

Die Rennleitung zieht Konsequenzen aus den Wintertests in Bahrain und verpasst dem Australien-Grand-Prix ein brandneues Startprozedere. Weil die Antriebseinheiten der 2026er-Generation ohne die MGU-H auskommen müssen, fehlt den Piloten beim Start der elektrische Boost, um den Turbolader sofort auf Touren zu bringen.

Die Folge: Träge Beschleunigung oder im schlimmsten Fall ein radikales Eingreifen der Anti-Stall-Systeme. Das bewahrt die Motoren zwar vor einem "Abwürgen", würde den Start jedoch komplett ruinieren.

Um ein kollektives Stehenbleiben der Boliden zu verhindern, räumt die FIA den Fahrern nun ein Zeitfenster von fünf Sekunden ein, sobald das gesamte Feld in der Startaufstellung steht. Eine blinkende blaue Tafel am Startgerüst signalisiert diese Extra-Zeit, in der die Piloten die nötige Drehzahl aufbauen können, bevor die rote Startampel ihre gewohnte Sequenz abspielt.

Ferrari wittert Benachteiligung

Während die meisten Rennställe die Neuerung nach erfolgreichen Probeläufen in der Wüste von Bahrain begrüßen, sorgt die Anpassung in Maranello für Kopfschütteln. Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hatte diese Schwachstelle der neuen Motoren-Ära schon vor Ewigkeiten auf die Agenda gesetzt. Die Scuderia reagierte vorausschauend und konstruierte dem Vernehmen nach extra einen kleineren Turbolader, um das berüchtigte Turboloch zu kaschieren.

Dass die Konkurrenz nun durch die Regeländerung künstlich beatmet wird und mehr Zeit zum Reagieren bekommt, schmeckt den Roten gar nicht. Trotzdem behielt Ferrari bei den Teststarts in Bahrain die Oberhand, während der Rest des Feldes noch verzweifelt an der perfekten Startsequenz tüftelte.

Auch Mercedes-Youngster Andrea Kimi Antonelli gibt offen zu, dass die Silberpfeile beim Start aktuell noch das Nachsehen haben könnten. "Mit der blauen Tafel ist es jetzt natürlich etwas einfacher geworden", erklärt der Italiener das neue Prozedere.

Mercedes noch auf der Suche nach dem perfekten Moment

Doch die Herausforderung im Cockpit bleibt enorm: "Das richtige Timing zu erwischen und den Ladedruck exakt im perfekten Moment aufzubauen, wird absolut entscheidend sein. Wenn du das vergeigst, legst du einen richtig miesen Start hin", so Antonelli weiter.

Besorgt blickt der 19-Jährige dabei auf die Konkurrenz aus Italien: "Besonders Ferrari sieht in diesem Bereich extrem stark aus. Wir müssen da unbedingt weiterarbeiten, denn in Bahrain haben wir uns genau bei diesem Thema noch ziemlich schwergetan."

Zwar habe Mercedes die Daten analysiert und Fortschritte gemacht, doch der Rückstand sei noch nicht komplett ausgemerzt. "Wir haben intensiv daran gearbeitet und uns verbessert, aber es fehlt noch ein bisschen, um auf Ferraris Level zu kommen", so Antonelli, der die Hoffnung auf einen Befreiungsschlag am Sonntag aber nicht aufgibt: "Aber wer weiß, vielleicht erwischen wir in Australien im ersten Rennen auch einfach einen Mega-Start. Man weiß ja nie."

Verbot für aktive Aerodynamik in Kurve 1

Abseits der Start-Dramatik räumen die neuen Notizen des Renndirektors auch bei anderen Themen auf. So herrscht nun endgültig Klarheit beim Einsatz der viel diskutierten aktiven Aerodynamik: Das System bleibt beim Start strengstens verboten und darf erst nach dem Durchfahren der ersten Kurve aktiviert werden.

Zudem bekommt die Strecke im Albert Park ein kleines, aber wichtiges Update: Am Ausgang von Kurve 6 haben die Streckenarbeiter einen neuen Grasstreifen verlegt, damit die Boliden weniger Kies auf den Asphalt schleudern und die Piste sauberer bleibt.

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