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Problem im Benzinsystem: McLaren verliert kompletten Nachmittag

Für McLaren war am Donnerstag bereits in der Mittagspause Schluss mit Fahrbetrieb, weil ein Problem im Benzinsystem den MCL40 lahmlegte

Problem im Benzinsystem: McLaren verliert halben Testtag

Oscar Piastri konnte die Boxengasse nur am Vormittag verlassen

Foto: McLaren McLaren

McLaren erlebte am Donnerstag in Barcelona einen großen Rückschlag. Das Weltmeister-Team verpasste an seinem zweiten von drei Shakedown-Tagen den kompletten Nachmittag, weil ein Problem im Benzinsystem den MCL40 zum Erliegen brachte.

Am Vormittag war Oscar Piastri, für den es der erste Einsatz im neuen Wagen war, 48 Runden gefahren und hatte dabei eine Bestzeit von 1:18.419 hingelegt, was Rang vier im Tagesklassement bedeutete.

Während der Mittagspause entdeckte McLaren jedoch ein Problem im Benzinsystem und ließ das Auto für den Rest des Tages aus Sicherheitsgründen in der Garage. "Natürlich ist es schade, dass wir am Nachmittag nicht fahren konnten, da jede Minute auf der Strecke in dieser frühen Phase der Saison wertvoll ist", sagt Performance-Technikchef Mark Temple.

"Wir haben ein Problem mit dem Kraftstoffsystem entdeckt, was bedeutete, dass wir nicht alle Runs absolvieren konnten, die wir gerne gemacht hätten. Das Auto ist sehr komplex, daher haben wir uns entschieden, es in die Garage zurückzubringen und zu zerlegen, um die Ursache des Problems vor dem morgigen Einsatz vollständig zu verstehen."

Trotzdem sieht Temple einige positive Erkenntnisse, die McLaren aus dem heutigen Tag mitgenommen hat: "Wir haben ein gutes Verständnis dafür gewonnen, wo das Auto von der Basis her steht", sagt er.

"Bei diesem Shakedown ist der wichtigste Aspekt für die Fahrer, dass sie verstehen, wie das neue Auto funktioniert, wie das Antriebsaggregat interagiert und wie der Prozess des Energiemanagements abläuft. Oscar hat nun einige gute Anhaltspunkte dafür sowie ein Gefühl für das Verhalten des Chassis."

Erster Einsatz für Piastri

Für den Australier war es laut eigener Aussage "schön", endlich wieder fahren zu können. "Es gibt dieses Jahr viele neue Herausforderungen für uns im gesamten Feld, daher ist es schön, sich in einige davon richtig reinzuknien", sagt er.

"Leider gab es heute ein paar Probleme: Wir hatten ein Problem mit dem Kraftstoffsystem, das unseren Tag etwas verkürzt hat, aber ich weiß, dass das Team wirklich hart arbeitet, um das zu beheben und uns morgen für so viele Runden wie möglich wieder rauszuschicken", so Piastri.

Er weiß aber, dass Problemlösung das Hauptaugenmerk in dieser ersten Shakedown-Woche ist. "Und ich denke, wir haben bereits ein paar Dinge identifiziert, die wir am Auto verbessern können, damit es sich etwas schöner anfühlt", sagt er. "Wir versuchen einfach, alle Fehler und alle Probleme zu finden und dann zu versuchen, das Auto schneller zu machen."

Laut Temple sei McLaren zumindest auf "nichts allzu Unerwartetes" gestoßen. "Das Verhalten und das Handling des Autos entsprechen unseren Erwartungen, sodass die Fahrer von nichts überrascht werden", betont er.

"Es geht nur darum, zu lernen und das Auto kennenzulernen, und wenn wir mehr Zeit haben, werden wir versuchen, das Auto fein abzustimmen oder einzustellen. Dies ist ein Shakedown, der uns helfen soll, Probleme zu identifizieren, damit wir sie bis Bahrain verstehen und lösen können. Das ist unser großer Fokus für den letzten Tag morgen."

Ein Tag bleibt McLaren noch

Dann dürfte Piastri erneut im Auto sitzen, sich den Tag aber wohl mit Teamkollege Lando Norris teilen, der am Mittwoch gefahren war. Sein Ziel: "Einfach zu versuchen, ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie das Auto ist."

"Es ist so eine große Abkehr von dem, was wir in den letzten Jahren und während meiner gesamten Zeit in der Formel 1 hatten", meint er. "Es gibt jede Menge Dinge zu verstehen: natürlich die neuen Motoren, aber auch die Philosophie des Autos ist komplett anders und es gibt weniger Abtrieb."

"Also geht es einfach darum, sich daran zu gewöhnen und wie sich verschiedene Dinge anfühlen", so Piastri weiter. "Wir wollen so schnell wie möglich eine gute Richtung finden, um das Auto schneller zu machen und dafür zu sorgen, dass es sich schöner anfühlt - das ist immer das Ziel."

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