Punkte in jedem Rennen: Haas freut sich weiter über WM-Platz vier
Das Haas-Team konnte bislang in allen vier Rennen Punkte holen und steht in der WM vor der Mittelfeld-Konkurrenz und auch Red Bull auf dem vierten WM-Rang
Kein seltener Anblick: Ein Haas vor dem resltichen Mittelfeld
Foto: LAT Images
Trotz des schweren Unfalls von Oliver Bearman beim Formel-1-Rennen in Japan bleibt Haas die positive Überraschung der neuen Saison. Denn hinter den drei Topteams Mercedes, Ferrari und McLaren belegt der kleine Privatrennstall derzeit Rang vier in der Konstrukteurs-WM - vor der gesammelten Mittelfeld-Konkurrenz und auch Red Bull.
Haas konnte dabei in jedem der bisherigen Rennen Punkte holen - selbst im Sprint von China. Das Jahr ging mit einem siebten Platz von Bearman in Australien los, dem er im China-Sprint Rang acht folgen ließ, bevor er am Sonntag in Shanghai mit Platz fünf für das bisherige Highlight gesorgt hatte.
Damit lag der Engländer sogar auf dem fünften Rang der Fahrer-WM, doch ein schwaches Wochenende in Suzuka inklusive Abflug in der Spoon-Kurve bremste seine Formkurve abrupt. Dafür sprang sein Teamkollege Esteban Ocon in die Bresche, der mit Platz zehn immerhin dafür sorgte, dass die Punktesträhne von Haas nicht endete.
"Es ist großartig, dass wir in diesem brandneuen Reglement als kleinstes Team in jedem einzelnen Rennen gepunktet haben, was wirklich positiv ist", freut sich Teamchef Ayao Komatsu und hält den aktuellen vierten Platz mit 18 Punkten für "fantastisch".
Allerdings weiß er, dass das nur eine Momentaufnahme ist und dass die Konkurrenz lauert. Alpine und Red Bull liegen nur zwei Zähler hinter den Amerikanern, und auch die Racing Bulls sind mit vier Zählern Rückstand in Schlagdistanz - und auch diese Teams haben an jedem Wochenende bisher gepunktet.
"Der Wettbewerb zwischen Platz vier und Platz sieben ist extrem hart, da liegen nur vier Punkte dazwischen. Deshalb müssen wir diese Zeit im April optimal nutzen, um alles zu analysieren, was wir bisher gelernt haben", warnt Komatsu.
"Wir müssen unsere Abläufe verfeinern, das Auto weiter optimieren und verstehen, wie wir jedes Mal, wenn wir auf die Strecke gehen, noch besser performen können." Das Q1-Aus von Bearman in Suzuka dürfte jedenfalls eine Warnung sein, dass nicht alles immer glatt von der Hand läuft.
"Ich brenne darauf, in Miami sofort voll durchzustarten", sagt der Teamchef weiter. "Gut gemacht von allen bisher - nutzen wir diese Zeit, um neue Kraft zu tanken und uns neu zu fokussieren."
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