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Formel 1 Barcelona

Quali-Thriller in Barcelona: Norris fightet Verstappen nieder!

Red Bulls cleveres Windschattenspiel ist nicht gut genug: Lando Norris sichert sich mit einer perfekten Runde die Poleposition beim Grand Prix von Spanien

Quali-Thriller in Barcelona: Norris fightet Verstappen nieder!

Wie Phoenix aus der Asche: Wenige Stunden nach dem Motorhome-Brand bei McLaren hat sich Lando Norris die Poleposition für den Grand Prix von Spanien 2024 gesichert. Norris legte im letzten Versuch in Q3 eine Bestzeit von 1:11.363 Minuten hin und besiegte damit Topfavorit Max Verstappen (Red Bull) um 0,020 Sekunden.

Dabei hatte Red Bull Verstappens letzte Runde extrem clever ausgelegt. Sergio Perez, dessen Runde zu dem Zeitpunkt durch war, zog Verstappen bis zur ersten Kurve im Windschatten, um Verstappens Schwäche im ersten Sektor zu kompensieren. Hinten raus, im dritten Sektor, war Verstappen bis zum Schluss absolut Schnellster.

Der amtierende Weltmeister sagt: "Ich wusste anfangs der Runde gar nicht, wo Checo gerade ist. Das ist immer ein bisschen Glückssache. Aber es war dann eine gute Performance. Das ist im Qualifying halt die Wahrheit."

Doch dann kam Norris, als alle schon an eine Verstappen-Pole glaubten. Er legte den Grundstein für seine Bestzeit im Mittelsektor, in dem er Verstappen eineinhalb Zehntelsekunden abnahm.

"Es war eine nahezu perfekte Runde", schwärmt Norris. "Du spürst es, wenn du eine perfekte Runde erwischst, und das war eine. Ich hatte noch nicht viele Polerunden in meiner Karriere, aber das war definitiv die beste."

 

So blieb Norris am Ende vor Verstappen, Lewis Hamilton (+0,318), George Russell (beide Mercedes/+0,320), Charles Leclerc (+0,348) und Carlos Sainz (beide Ferrari/+0,353).

Pierre Gasly (Alpine), Sergio Perez (Red Bull), Esteban Ocon (Alpine) und Oscar Piastri (McLaren) rundeten die Top 10 ab.

Piastri hatte Pech: Seine erste Q3-Runde wurde ihm wegen Tracklimits gestrichen, auf seiner zweiten rutschte er nach konkurrenzfähigen Zwischenzeiten von der Strecke.

Nico Hülkenberg (Haas), der einzige deutsche Fahrer im Feld, wurde 13.

Zum Thema:

Ergebnis, Qualifying

Ticker: Paddock live mit Ruben Zimmermann

Stream: Analyse live auf YouTube (23:00 Uhr)

War Verstappen wirklich der Favorit?

Helmut Marko hatte vor dem Qualifying im ORF befürchtet: "Wir brauchen eine absolute Toprunde von Max, um auf Pole zu fahren oder überhaupt in die erste Reihe zu kommen." Doch bereits in Q2 zeigte Verstappen mit Bestzeit, 0,139 Sekunden vor Hamilton, dass er in den Freien Trainings vielleicht noch nicht das letzte Ass aus dem Ärmel gezogen hatte.

Gleichzeitig zeigte Q2, wie spannend es werden würde. Denn zwischen Verstappens Bestzeit und Esteban Ocon (Alpine) auf Platz 10 lag weniger als eine halbe Sekunde. Selbst Lance Stroll (Aston Martin) auf P14 hatte gerade mal 0,719 Sekunden Rückstand.

Wie knapp war's in Q1 für Alonso?

Kurz vor Ende von Q1 war Fernando Alonso (Aston Martin) auf Platz 16 abgerutscht. Der Lokalmatador schob sich mit seiner letzten Runde aber auf Platz 9 und war damit eine Runde weiter. Pech für Kevin Magnussen: Der Haas-Pilot verpasste den Cut als 16. nur um 0,056 Sekunden gegen Stroll - und verlor damit erneut das Qualifyingduell gegen Hülkenberg, der in Q1 Zwölfter wurde.

Die beiden Racing Bulls schieden als 17. und 18. aus. Yuki Tsunoda war diesmal um 0,090 Sekunden schneller als Daniel Ricciardo. Und ganz hinten landeten die beiden Williams-Fahrer auf P19/20, Alexander Albon 0,356 Sekunden vor Logan Sargeant. Für Williams ist das übergewichtige Chassis auf einer Strecke wie Barcelona offenbar ein zu großes Handicap.

Musste auch in Q2 einer der Stars zittern?

Vor der letzten Q2-Runde war Alonso 13. und Hamilton 14. Hamilton hatte seine erste Runde auf gebrauchten Reifen bestritten. "Dieser Reifen war schlecht", meldete er am Boxenfunk. Die beiden Topstars standen also vor ihrer letzten Runde unter Druck.

Hamilton hielt diesem aber mit Bravour stand und schob sich von P14 auf P2. Alonso schaffte so ein Kunststück nicht: Zwar verbesserte er seine Zeit, aber letztendlich fehlten 0,019 Sekunden auf P10 (Ocon). "P11. Sorry. Die Abstände vor uns sind einfach sehr knapp", seufzte sein Renningenieur am Boxenfunk.

Gemeinsam mit dem Spanier mussten Valtteri Bottas (Sauber), Nico Hülkenberg (Haas), Lance Stroll (Aston Martin) und Guanyu Zhou (Sauber) die Segel streichen. Somit hatten es, vor den Augen von Renault-Konzernchef Luca de Meo und dessen neuem Berater Flavio Briatore, beide Alpines in die Top 10 geschafft.

ORF-Experte Alexander Wurz analysiert: "Unterm Strich würde ich Aston Martin als Verlierer des Wettrüstens betrachten. Und auch die Racing Bulls. Denn letztendlich zählt nur die Stoppuhr. Und wenn's nach der geht, scheinen ihre Updates nicht so viel gebracht zu haben."

Hatte das Feuer bei McLaren noch Folgen?

Zu Mittag war McLarens Motorhome abgebrannt. Die genaue Brandursache ist noch nicht geklärt. Kurz vor Beginn des Qualifyings erklärte das britische Team in einem Statement: "Alle Mitarbeiter und Gäste wurden evakuiert, und die Rettungsdienste der Rennstrecke waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. Die Rettungsdienste der Rennstrecke und die örtliche Feuerwehr haben das Feuer inzwischen gelöscht."

"Ein Mitglied des McLaren-Teams wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, und alle McLaren-Mitarbeiter und -Gäste sind wohlauf. Wir möchten uns bei allen Rettungskräften für ihre schnelle und professionelle Reaktion bedanken. Unser Dank gilt auch der Formel 1, der FIA und unseren Konkurrenten, die sich bereiterklärt haben, unserem Team und unseren Gästen an diesem Wochenende zu helfen."

Auf den Rennbetrieb hatte das Feuer allerdings keine unmittelbaren Auswirkungen. Norris und Piastri hatten schon das Abschlusstraining planmäßig bestritten und waren auch im Qualifying pünktlich am Start. Was bleibt, ist allerdings ein materieller und finanzieller Schaden. Besonders bitter vor dem Tripleheader in Europa (Barcelona-Spielberg-Silverstone).

Wo kann man den Grand Prix von Spanien live sehen?

Zunächst einmal: Der Samstag in der Formel 1 ist mit dem Qualifying noch nicht vorüber. Für alle, die die Sessions in Ermangelung eines Bezahldienstes nicht sehen konnten, analysieren Kevin Scheuren & Frederik Hackbarth das Geschehen beim Grand Prix von Spanien jeweils am Ende des Tages in Barcelona live in der F1-Show auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Der Livestream ist für alle Tage des Rennwochenendes auf 23:00 Uhr angesetzt. Wem das zu spät ist, der kann die Analyse aber selbstverständlich auch im Re-Live schauen, zum Beispiel zum Frühstück am nächsten Morgen. Aber: Nur im Livestream können Kanalmitglieder Fragen an unsere Experten stellen. (Jetzt Kanalmitglied werden!)

Im deutschen Free-TV wird der Grand Prix von Spanien nicht übertragen. Wer Qualifying und Rennen live sehen möchte, benötigt dementsprechend ein Abo von Sky oder F1 TV. Der Streamingdienst RTL+ zeigt nur das Qualifying in Barcelona live, nicht aber das Rennen. Sehr wohl frei empfangbar ist die Formel 1 in Österreich (ORF) und in der Schweiz (SRF). (Hier geht's zur kompletten TV-Übersicht für den Grand Prix von Spanien!)

Einen ausführlichen Qualifyingbericht gibt es auf der Desktopversion von Motorsport-Total.com.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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