"Wäre gutes Zeichen": Schafft Leclerc ausgerechnet in Baku den ersten Sieg?

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"Wäre gutes Zeichen": Schafft Leclerc ausgerechnet in Baku den ersten Sieg?
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Co-Autor: Christian Nimmervoll
25.04.2019, 19:55

Warum die Strecke in Baku für Charles Leclerc sowohl emotional als auch von der Charakteristik her eine ganz besondere ist

Zum Stadtkurs in Baku, wo am Sonntag das vierte Rennen der Formel-1-Saison 2019 über die Bühne geht, hat Charles Leclerc eine ganz besondere, ganz persönliche Verbindung. Als der Monegasse im Jahr 2017 als damaliger Formel-2-Pilot erstmals in Baku fuhr, gewann er auf Anhieb. Freude war aber trotzdem nicht das einzige Gefühl, das damals bei ihm aufkam.

Baku 2017: Charles Leclerc in der Formel 2 mit Gruß an seinen verstorbenen Vater Herve

Baku 2017: Leclerc in der Formel 2 mit Widmung für seinen verstorbenen Papa

Foto: FIA Formula 2

Vier Tage zuvor, am 20. Juni 2017, war Vater Herve Leclerc im Alter von nur 54 Jahren verstorben. Daraufhin widmete ihm Sohnemann Charles am Baku-Wochenende sowohl die Pole-Position als auch den Sieg im Samstagsrennen. Später war er noch vor Saisonende im Alter von nur 19 Jahren als Rookie auf Anhieb Formel-2-Champion. Der Vater erlebte jedoch nur die ersten zwei von insgesamt sieben Saisonsiegen seines Sohnes mit.

2018 dann fuhr Charles Leclerc als Formel-1-Rookie bei Sauber ausgerechnet in Baku erstmals in die Punkteränge. Mehr noch: Der sensationelle sechste Platz im unterlegenen Auto war letztlich das beste Ergebnis seiner starken ersten Saison im Grand-Prix-Sport und es der Grundstein dafür, dass ihn Ferrari ernsthaft schon für 2019 in Erwägung zog. Im Winter wechselte Leclerc im Alter von gerade mal 20 Jahren tatsächlich von Sauber zu Ferrari.

Nun, an seinem ersten Baku-Wochenende als Ferrari-Pilot, darf Leclerc ernsthaft von seinem ersten Grand-Prix-Sieg träumen, nachdem er diesen Ende März in Bahrain unverschuldet knapp verpasst hat. Sollte ihm der erste Formel-1-Sieg ausgerechnet in Baku gelingen, wäre dies die Erfüllung eines Traums. "Sollte es hier klappen, wäre das ein gutes Zeichen", so der 21-Jährige.

Charles Leclerc in Baku 2018

Baku 2018: Leclerc fährt im Sauber auf P6 und seither nur noch bergauf

Foto: LAT

Abgesehen von der Erinnerung, die im Falle von 2017 freudig und traurig zugleich ist, im Falle von 2018 aber eindeutig freudig ist, liegt Leclerc die Strecke in Baku allein schon deshalb, weil es sich um einen Stadtkurs handelt. "Ich liebe diese Strecke, weil ich mich auf Stadtkursen generell wohl fühle. Das ist dieser Kurs keine Ausnahme. Ich genieße es, so nahe wie möglich an die Mauern zu fahren, ohne sie zu berühren. Das ist eine Herausforderung, die ich als Fahrer einfach mag", bemerkt der Monegasse.

Ob Charles Leclerc seinen verstorbenen Vater schon an diesem Wochenende auch als Formel-1-Sieger ehren kann, wird unter Umständen auch von einer erneuten Teamorder bei Ferrari abhängen. "Ich werde alles geben, weiß aber nicht, ob es hier gelingt oder später", so Leclerc vielsagend.

Herve Leclerc, der kurz vor dem Baku-Wochenende der Formel-2-Saison 2017 einer langen Krankheit erlag, war einst selbst Rennfahrer gewesen und hatte es bis in die Formel 3 gebracht. Später widmete er sich intensiv der Karriere seines Sohnes beziehungsweise seiner Söhne, denn neben Charles hat auch dessen jüngerer Bruder Arthur das Rennfahrergen vom Papa geerbt.

Während Charles als der mittlere von drei Leclerc-Brüdern inzwischen seine zweite Formel-1-Saison fährt und seinen ersten Sieg anpeilt, geht Arthur als der jüngste der drei Leclerc-Brüder in diesem Jahr in der Formel 4 in Deutschland an den Start. Derweil ist Lorenzo als der älteste der drei Leclerc-Brüder im Finanzwesen tätig.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Mario Fritzsche
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