Racing Bulls stellt klar: Keine Hilfe für Max Verstappen im WM-Kampf
Racing-Bulls-CEO Peter Bayer weist jede Teamhilfe für Red Bull im Titelkampf zurück und erklärt, warum für sein Team nur Rang sechs zählt
Racing Bulls will Red Bull im Titelkampf nicht helfen
Foto: LAT Images
Die Racing Bulls werden im Titelkampf zwischen Lando Norris, Max Verstappen und Oscar Piastri keine Rolle spielen, wie CEO Peter Bayer in einem Sky-Interview eindeutig klar machte. Der Hintergrund: Als Schwesterteam von Red Bull könnte Racing Bulls gewillt sein, im WM-Kampf bewusst Einfluss pro Verstappen zu nehmen, sollte es die Rennsituation hergeben.
Bayer schiebt dieser Idee eine klare Absage vor. Auf die Frage, wie eng die Racing Bulls am Finale in Abu Dhabi mit dem "großen Bruder" Red Bull zusammenarbeiten, antwortet er trocken: "Gar nicht. Ganz ehrlich - wir haben unsere eigenen Sorgen. Aston Martin liegt zwölf Punkte hinter uns."
Ralf Schumacher konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und hakte nach: "Versuch es nochmal." Doch Bayer bleibt bei seiner Linie: "Gar nicht." Schumacher relativiert jedoch: "Aber keiner würde absichtlich dem anderen ins Auto fahren. Das würde niemand tun. Kein Mensch will in den WM-Kampf eingreifen - stell dir das vor! Das brauchst du wie ein Loch im Kopf, wenn du dem WM-Führenden reinfährst."
Bayer erinnert an Latifi-Beispiel - und grenzt sich klar ab
Bayer ergänzte mit Blick auf frühere Kontroversen wie den Latifi-Unfall 2021: "Ich denke an den Latifi. Das ist immer wieder ein Thema, selbst Jahre später. Wir sind alle Sportler, Wettkämpfer, Racer. Jeder will das Beste für sich und sein Team."
Natürlich verfolge man Max Verstappens Titelkampf, gibt Bayer zu: "Klar freuen wir uns für Max und drücken ihm die Daumen." Aber: "Wir werden definitiv nicht zusammenarbeiten oder irgendetwas in diese Richtung machen."
Der Fokus liegt allein auf Platz sechs
Für Racing Bulls geht es ausschließlich um die eigenen Ziele. Das Team steht aktuell auf Rang sechs in der Konstrukteurswertung - zwölf Punkte vor Aston Martin. Nach vorn ist nichts mehr möglich, Platz fünf ist rechnerisch schon weg. "Für uns zählt nur, dass wir diesen sechsten Platz nach Hause fahren", sagt Bayer.
"Das ist sportlich, finanziell und motivatorisch enorm wichtig. Alles andere spielt für uns keine Rolle." Damit ist klar: Auch wenn Verstappen nur zwölf Punkte hinter Norris liegt - von Racing Bulls wird es keinerlei Unterstützung geben. Abu Dhabi wird für Red Bull und McLaren ohne fremde Einflüsse entschieden.
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