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Racing Point bleibt dabei: 2021 Upgrade auf 2020er-Teile

Der Streit, was zur Saison 2021 an den Formel-1-Autos verändert werden darf, ist noch immer nicht beigelegt, aber Racing Point bleibt seiner Linie treu

Stefan Ehlen Adam Cooper

Bearbeitet: 16.10.2020, 10:15

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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hält es für einen "unfairen Vorteil". Doch Racing Point bleibt dabei: Das britische Team will zur Formel-1-Saison 2021 diverse Komponenten auf den Stand 2020 aufrüsten, ohne dafür die sogenannten Entwicklungstoken zu verwenden. Der Unmut der Konkurrenz ist Racing-Point-Technikchef Andrew Green dabei egal.

Er verteidigt das geplante Vorgehen seines Teams: "Die Regeln erlauben uns das. Und wir tun es", so sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Was Racing Point genau vorhat: Es will 2021 das Getriebe und die Hinterradaufhängung von Mercedes aus der aktuellen Saison 2020 einsetzen, weil es bisher die jeweiligen 2019er-Versionen benutzt. Das Formel-1-Reglement ermöglicht diesen Wechsel in der Tat, und ohne dafür Entwicklungstoken einzufordern.

"Gratis-Updates" für Racing Point

Letztere sind der große Streitpunkt: Während Racing Point ohne Token das geplante Upgrade durchführen kann, müssen Teams wie Ferrari die individuellen Änderungen am Auto mit diesen Entwicklungsjokern "bezahlen". Und Racing Point hätte trotz der Updates noch immer zwei Token, um damit zusätzliche Verbesserungen umzusetzen.

Ferrari-Teamchef Binotto sagte schon vor Monaten: "Es sollte für alle gleich sein. Wir haben nur zwei Token. Alle Teams sollten darauf limitiert sein."

Green aber entgegnet nun: "Wir haben das mit der FIA geklärt und der Weltverband hat kein Problem damit, wenn wir so vorgehen. Die Regeln besagen, dass es den Teams möglich ist, ihre Autos auf Stand 2020 zu bringen. Das ist nur fair."

Andrew Green erklärt seinen Standpunkt

Racing Point habe sich schließlich vor der Coronakrise dazu entschieden, auf das Mercedes-Material mit Stand 2019 zurückzugreifen, und damit noch bevor die Entscheidung gefallen sei, aus Kostengründen auch 2021 auf die 2020er-Fahrzeuge zu setzen. "Das sollte man uns nicht vorhalten", meint Green.

"Um es klipp und klar zu sagen: Es ist ein Upgrade auf die Aufhängung 2020, nicht auf Stand 2021. Denn wir fahren jetzt mit der Version von 2019. Und wir sollten die Möglichkeit haben, auf die gleiche Spezifikation zu wechseln, die jedermann bereits nutzt."

"Es ist ja nicht so", erklärt Green weiter, "dass wir einen Vorteil erlangen, indem wir 2021er-Teile verwenden. Wir verwenden nur das, was die anderen jetzt schon haben."

Und das könnte unterm Strich bedeuten: Racing Point - oder dann Aston Martin - dürfte mit den Mercedes-Upgrades noch einmal an Geschwindigkeit zulegen. Hinzu kommen die Token-Updates, die dem Team per Reglement zusätzlich zustehen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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