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Räikkönen über 2020: "Offensichtlich waren die Hoffnungen größer"

"Der Speed ist einfach nicht da", resümiert Kimi Räikkönen die Formel-1-Saison 2020 mit Alfa Romeo - Wie er den Umgang mit Corona und die Termindichte bewertet

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Räikkönen über 2020: "Offensichtlich waren die Hoffnungen größer"

Auf der Strecke gab es für Kimi Räikkönen im unterlegenen Alfa-Romeo 2020 nicht viel zu holen. Nur zweimal schaffte der Formel-1-Weltmeister von 2007 es als Neunter in die Punkte. Am Ende der 17 Saisonrennen lag er mit seinem Teamkollegen Antonio Giovinazzi gleichauf bei überschaubaren vier Zählern.

"Sicherlich ist es nicht das, was wir vor der Saison erwartet oder gewollt haben, und ich denke, es wurde schon nach den Tests klar, dass wir nicht da waren, wo wir sein wollten", räumt der Finne ein, "aber es gibt natürlich viele Gründe, warum wir nicht so schnell waren, wie wir gehofft hatten. Natürlich ist das für uns alle enttäuschend."

Auf die Frage, ob es für ihn, der in seiner Karriere eine WM und 21 Rennen gewann und mehr als 100 Podestplätze feierte, besonderes frustrierend sei, antwortet Räikkönen: "Nicht frustriert, aber natürlich ist es weit von dem entfernt, was wir wollten."

Räikkönen: Top 10 in der Regel außer Reichweite

"Offensichtlich waren die Hoffnungen größer. Aber es war uns allen ziemlich schnell klar, dass es nicht so sein wird, wie wir es gerne hätten. Wir müssen einfach arbeiten und versuchen, es im diesem Jahr besser zu machen. So ist das nun mal."

Manche Jahre seien aus vielen Gründen schwieriger und in diesem Sport mache das Auto am Ende offensichtlich einen großen Unterschied, weiß Räikkönen. "Ob gut oder schlecht, ich denke, man hat jedes Jahr enttäuschende Ergebnisse und gute Ergebnisse und irgendwas dazwischen. Aber das ist ein Teil des Spiels", sagt er weiter.

Angesprochen auf diese Gründe und den eigenen Fortschritt gibt der Alfa-Romeo-Pilot zu: "Um ehrlich zu sein, denke ich, selbst wenn wir das Beste aus unseren Autos herausholen, wenn jeder ins Ziel kommt, werden wir nicht in den Top 10 sein. Der Speed ist einfach nicht da. Und das ist auf den meisten Strecken der Fall."

Wegen Corona: "Wir können es uns nicht aussuchen"

Bezüglich des Corona-Kalenders und der Fülle an Rennen in der zweiten Jahreshälfte 2020 betont Räikkönen zwar, er habe nicht das Gefühl gehabt, "dass es viel anders war, als wir es gewohnt sind". "Vielleicht hatten wir mehr Rennen in kürzerer Zeit, aber die meisten davon waren in Europa, und dann funktioniert es viel besser."

Trotzdem glaubt er nicht, "dass es für irgendjemanden ein ganz normales Jahr war", ergänzt der Finne. "Ich meine, auch außerhalb des Rennsports war es völlig anders, als jeder es gewohnt ist, und wir werden sehen, wie es von hier aus weitergeht."

Auch wenn für die Saison 2021 zunächst ein Standardkalender bestätigt wurde, geht kaum jemand davon aus, dass dieser sich realisieren lässt. "Wir können uns nicht aussuchen, wo wir hingehen und wo wir Rennen fahren, also werden wir, egal was wir bekommen, hingehen und unser Bestes geben", blickt Räikkönen voraus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Kimi Räikkönen
Urheber Juliane Ziegengeist