Kimi Räikkönen: "Keine Ahnung", wofür Max Verstappen bestraft wurde

Kurios: Kimi Räikkönen steht in Austin auf dem Podium, weiß aber gar nicht warum. Das Vergehen von Max Verstappen bekam er im Auto gar nicht mit.

Wechselbad der Gefühle für Räikkönen in Austin: Nach einem Rennen mit viele Aufs und Abs durfte der Finne am Ende doch auf dem Podium jubeln - zum ersten Mal seit dem Rennen in Ungarn im Juli. Dabei überquerte der Ferrari-Pilot die Ziellinie nur als Vierter, doch die Fünf-Sekunden-Strafe gegen Verstappen hievte ihn am Ende doch noch auf Rang drei und damit das Podest. Kurios: Unmittelbar nach dem Rennen hatte der Finne selbst keine Ahnung, warum er überhaupt auf dem Podium stand.

"Ich habe keine Ahnung, was mit ihm passiert ist", verrät er im Hinblick auf Verstappen, der sich beim entscheidenden Überholmanöver mit allen vier Rädern neben der Strecke befand - ein Regelverstoß. "Er hat mich in der drittletzten Kurve überholt", schildert Räikkönen die Szene. Mehr habe er aber auch nicht gesehen, weil er von der Attacke Verstappens in der letzten Runde "halb überrascht" gewesen sei.

"Ich habe ihn im Spiegel gesehen und ehrlich gesagt versucht, ihn in den vorherigen Kurven ein bisschen einzubremsen, um genug Sprit zu sparen", verrät der Weltmeister von 2007. In den letzten Runden musste Räikkönen, der das Rennen zwischenzeitlich sogar anführte, nämlich etwas vom Gas gehen und Benzin sparen. "Ich dachte mir, dass ich mich in dieser Kurve genug geschützt habe", berichtet er.

"Plötzlich sah ich ihn im Spiegel und war etwas überrascht", so der Finne. Kein Wunder, schließlich überholte ihn Verstappen abseits der Strecke. "Ich war ziemlich angepisst, dass er mich überholte. Aber ich hatte keine Chance und ging dann vom Gas", erklärt er weiter. Tatsächlich wäre es ihm fast noch zum Verhängnis geworden, dass er in den letzten Kurven vom Gas ging.

Denn Verstappen sah die Zielflagge mehr als vier Sekunden vor Räikkönen. Hätte der Niederländer in den letzten zwei Kurven noch eine Sekunde mehr herausgefahren, wäre er am Ende trotz seiner Strafe vor dem Finnen geblieben. So kam Räikkönen dann unverhofft doch noch zu seinem Pokal. "Ich war ziemlich überrascht, dass ich doch aufs Podium durfte. Aber wie gesagt: Ich habe es nicht gesehen", erklärt er.

Kuriose Situation im Warteraum

So ergab sich im Warteraum, bevor die Piloten auf das Podium gehen, eine kuriose Situation. Dort witzelte Verstappen nämlich gerade mit Sebastian Vettel, als plötzlich Räikkönen den Raum betrat - zusammen mit FIA-Pressesprecher Matteo Bonciani. Dieser informierte Verstappen dann über seine Strafe, und der Niederländer musste den Raum wieder verlassen, während Räikkönen auf das Podest durfte.

Insgesamt zeigte der Finne ein ziemlich gutes Rennen. Nach dem Start fiel er zwar zunächst hinter Esteban Ocon auf Platz sechs zurück, doch den Franzosen konnte er aus eigener Kraft überholen, und durch den Ausfall von Daniel Ricciardo lag er kurze Zeit später schon auf Rang vier. Anschließend war er auch schneller als Valtteri Bottas, doch sein Landsmann hielt im Kampf um Rang drei lange dagegen.

"Sie waren auf der Gegengeraden sehr schnell", erklärt Räikkönen. Gegen Ende des Rennens kam er dann aber doch am Silberpfeil vorbei und lag lange auf Rang zwei, ehe er kurz vor Schluss für Teamkollege Vettel Platz machte. "Ich musste am Ende ein wenig Benzin sparen und mich etwas zurückhalten, aber ansonsten hat das Auto sehr gut funktioniert", freut sich der Finne über sein gutes Rennen - am Ende dann ja auch mit Happy-End.

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Austin
Rennstrecke Circuit of the Americas
Fahrer Kimi Räikkönen , Max Verstappen
Teams Ferrari
Artikelsorte Reaktion
Tags strafe, zeitstrafe