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Experte Ralf Schumacher erklärt, warum Lewis Hamilton der Ferrari in diesem Jahr besser liegt - Für Max Verstappen ist das neue Reglement dagegen eher ein Nachteil

Ralf Schumacher: Darum liegen Lewis Hamilton die neuen F1-Autos besser

Für Lewis Hamilton läuft es in diesem Jahr deutlich besser als 2025

Foto: LAT Images

In China platzte bei Lewis Hamilton der Knoten. Nach mehr als einem Jahr im Ferrari holte der Formel-1-Rekordweltmeister in Shanghai endlich seinen ersten Podestplatz für die Scuderia. Zufall ist das nicht, denn bereits beim Sprint einen Tag zuvor war er ebenfalls Dritter und beim Saisonauftakt in Melbourne Vierter geworden.

Experte Ralf Schumacher erklärt in einem exklusiven Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, warum Hamilton das neue Formel-1-Reglement in diesem Jahr offenbar besser liegt als die Ground-Effect-Autos der vergangenen Jahre.

"Ich glaube, dass die Ground-Effect-Autos viel, viel sensibler bei Lastwechsel reagieren", so Schumacher, der erklärt: "Man muss sich das vorstellen: der Unterboden geht rauf, runter, rauf, runter, und natürlich ist das ein großer Bestandteil der Aerodynamik."

"Das heißt, wenn Lewis Hamilton zum Beispiel das Auto sehr stark in die Kurven reingepresst hat, viel zu spät gebremst hat, dann hatte er eine sehr hohe Bremskraft, das Heck quasi hebt sich aus der Achse und verliert natürlich in dem Moment Downforce."

Hamiltons Fahrstil passt jetzt wieder besser

"Wenn du Downforce verlierst, dann passiert was? Dann rutscht das Heck weg und du fängst an und ruderst in die Kurven rein", so Schumacher, der erklärt: "Ich glaube, das ist eine Fahrstilfrage. Ich glaube, dass der aggressive Fahrstil eben besser mit diesem [neuen] Konzept funktioniert."

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Hamilton komme 2026 besser mit dem Ferrari unter dem neuen Reglement klar, "weil der Unterboden, damit auch die Höhen- und Lastwechsel auf den Achsen, eine etwas geringere Rolle spielen", vermutet der sechsmalige Grand-Prix-Sieger.

Auch Hamilton selbst machte nie einen Hehl daraus, dass er kein Fan der Ground-Effect-Ära war. "Ich hatte keinen Spaß", lautete sein Fazit am Ende des vergangenen Jahres, während er nach dem China-GP am Sonntag sagte, es sei "eines der unterhaltsamsten Rennen" seiner Karriere gewesen.

Warum Max Verstappen 2026 "ein Problem" hat

Während Hamilton die "neue" Formel 1 also entgegenkommt, scheint bei Max Verstappen genau das Gegenteil der Fall zu sein. Denn unter dem aktuellen Reglement fahre man "deutlich langsamer in die Kurven rein", erinnert Schumacher, und das sei "ein Problem für Leute wie Max Verstappen".

"Er kann seine Stärken nicht so einfach ausspielen", so der Experte, denn insgesamt sei es in diesem Jahr "leichter" für die Fahrer geworden. Und das schadet Piloten wie Verstappen, die genau in diesem Grenzbereich bislang den Unterschied ausmachen konnten.

Zudem seien Verstappen und der neue Red Bull "noch keine Einheit", hat Schumacher beobachtet. Der viermalige Weltmeister liegt nach den ersten beiden Rennwochenenden 2026 lediglich auf dem achten WM-Rang. Beim Saisonauftakt in Australien wurde er Sechster, in China schied er am Sonntag mit einem Defekt aus.

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