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Reaktion

Ralf Schumacher: "Etwas, was mich am neuen Reglement wirklich stört"

Experte Ralf Schumacher glaubt nicht, dass es zu seiner aktiven Zeit körperlich möglich gewesen wäre, mit Mitte 40 noch konkurrenzfähig in der Formel 1 zu fahren

Schumacher: Früher hätten Alonso und Hamilton nicht so lange fahren können

Fernando Alonso ist mit 45 Jahren der aktuell älteste Formel-1-Fahrer im Feld

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Hängt Fernando Alonso noch einmal ein Jahr in der Formel 1 dran? Offiziell bestätigt ist das noch nicht, doch es gibt zumindest Anzeichen dafür, dass der zweimalige Weltmeister auch 2027 in der Königsklasse fahren wird - obwohl er im kommenden Jahr bereits 46 Jahre alt wird.

"Vielleicht haben wir jetzt auch schon bald den nächsten 50-jährigen Fahrer in der Formel 1", witzelt Experte Ralf Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky und erklärt dann ernst: "Das ist so etwas, was mich an dem neuen Reglement wirklich stört und auch an den neuen Reifen."

So hätten Fahrer wie Alonso oder auch Lewis Hamilton, der im kommenden Jahr ebenfalls bereits 42 wird, nur deshalb die Chance, eine so lange Karriere zu haben, "weil einfach auch die Formel 1 nicht mehr so im Limit ist, wie sie es früher mal war".

Schumacher erinnert daran, dass die Fahrer in diesem Jahr selbst im Qualifying die Batterie managen müssen - ein Aspekt, den ausgerechnet Alonso selbst auch schon mehrfach kritisiert hat. "Das heißt, man kann nicht mehr so 100 Prozent an das Limit gehen", so der Experte.

"Spät bremsen und viel Risiko eingehen ist nach hinten gerückt, Management ist das Entscheidende. Und dann kommen noch die Reifen dazu. Das hatten wir ja früher auch nicht, dass man die Reifen so managen musste", erinnert sich der sechsmalige Grand-Prix-Sieger.

Das alles habe dazu geführt, "dass es nicht mehr so anstrengend ist", so Schumacher, der erklärt: "Es gab ja mal Zeiten, wo die im Sprint auf einmal Vollgas fahren mussten. Da waren die alle fix und fertig, weil sie es gar nicht mehr gewohnt waren."

"Wir mussten damals 'Sprint' fahren von Anfang bis Ende, mehr oder weniger, durch Boxenstopps und so weiter. Wir hatten immer leichte Autos", so der 51-Jährige, der zwischen 1997 und 2007 insgesamt elf Jahre in der Formel 1 an den Start ging.

"Ich freue mich für die Jungs, dass es so geht", betont er zwar. Auf der anderen Seite sei es aber auch "ein bisschen schade" für den Nachwuchs, dass viele Piloten nun so eine lange Karriere haben können. Denn dadurch gibt es logischerweise weniger Cockpits für talentierte Nachwuchsfahrer.

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