Ralf Schumacher: "Für Sebastian kann es einem leidtun"

Ralf Schumacher leidet mit Sebastian Vettel aufgrund der verpatzten Testfahrten und bittet um Nachsicht, sollte er am Anfang gegen Lance Stroll verlieren

Ralf Schumacher: "Für Sebastian kann es einem leidtun"

"Das wird ein hartes Wochenende, auf jeden Fall", blickt Ralf Schumacher auf das erste Rennwochenende von Sebastian Vettel für Aston Martin voraus. Denn der viermalige Weltmeister erlebte mit seinem neuen Team eine äußerst dürftige Vorbereitung bei den Testfahrten in Sachir und konnte sich daher nicht so eingewöhnen, wie es vielleicht nötig wäre.

Mit 117 Runden spulte Vettel die wenigsten aller Stammpiloten ab. Dabei hätte er nach seinem Wechsel von Ferrari jeden Kilometer dringend gebrauchen können. Doch immer wieder auftretende Probleme an seinem Fahrzeug haben dafür gesorgt, dass Vettel laut eigener Aussage 100 Runden fehlen.

"Für Sebastian kann es einem fast ein bisschen leidtun", sagt Ralf Schumacher gegenüber 'Sky'. Denn Vettel sei voller Optimismus zu seinem neuen Team gekommen und wurde beim Launch des neuen AMR21 auch wieder strahlend gesehen.

Schumacher weiß, dass Vettel nicht nur Vertrauen ins Team haben muss, sondern auch in das Auto, um eine gute Leistung zu zeigen. "Und was passiert jetzt? Die ganzen neuen Systeme wie das Lenkrad konnte er gar nicht richtig testen", sagt er. Das könnte ihn am Saisonbeginn einbremsen.

Dabei sei ein Automatismus beim Fahren wichtig, um zusätzliche Kapazitäten für andere Dinge zu haben - etwa in Sachen Set-up. "Der arme Sebastian kommt jetzt in ein komplett neues Auto. Er hat schon gesagt, dass sich das Lenken anders anfühlt und er nicht so happy ist. Und dann wird ihm auch noch die Möglichkeit genommen, sich drauf einzustellen", hadert Schumacher.

Daher rechnet er in Bahrain mit einem schwierigen Rennen für den viermaligen Weltmeister. Für Teamkollege Lance Stroll sei es hingegen einfacher, da er die Gegebenheiten im Team bereits kennt. Sollte Vettel das Duell gegen Stroll am Anfang verlieren, bittet der Ex-Pilot um Nachsicht.

"Ich glaube zwar nicht, dass er im Qualifying langsamer sein wird. Aber wenn's denn so ist, muss nicht gleich der Donnerhall über ihm zusammenfallen", so Schumacher. "Nach den Testfahrten sei ihm das gegönnt, falls es so sein sollte."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Ralf Schumacher , Sebastian Vettel
Teams Aston Martin
Urheber Norman Fischer