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Ralf Schumacher: Hat sich Vettel schon zum Rücktritt entschlossen?

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Ralf Schumacher: Hat sich Vettel schon zum Rücktritt entschlossen?
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Während Sebastian Vettel nicht zulässt, dass seine Ferrari-Zeit verunglimpft wird, glaubt Ralf Schumacher, dass ein Ende mit Schrecken womöglich besser wäre ...

Der sechsmalige Grand-Prix-Sieger Ralf Schumacher kann sich vorstellen, dass Sebastian Vettel die Entscheidung, 2021 nicht mehr Formel 1 zu fahren, bereits getroffen hat: "Im Moment ist es sehr, sehr ruhig um ihn geworden. Es kann gut sein, dass er mittlerweile entschieden hat, ein Jahr Pause einzulegen", schreibt der TV-Experte in seiner aktuellen Kolumne auf 'Sky.de'.

"Ich glaube, dass Sebastian am Ende froh ist, wenn die Episode Ferrari für ihn vorbei ist. Man muss immer im Hinterkopf haben, wie man mit ihm umgesprungen ist. Auch auf höchster Ebene! Dazu ist jetzt auch noch das Auto richtig schlecht", analysiert Schumacher. Mit Ferrari müsse man nach der Vorstellung in Spa "Mitleid" haben, findet er - und nimmt das Wort "Katastrophe" in den Mund.

Schumacher glaubt, dass es für Vettel in der zweiten Saisonhälfte sogar noch schwieriger werden könnte: "Der Umgang zwischen den Teamkollegen wird bereits härter. Das konnte man in Spa sehen. Bei wichtigen Meetings wird er auch ausgegrenzt." Eine Behauptung, die Vettel selbst dementiert: "Ich fühle mich nicht rausgedrängt."

"Wir gehen sehr offen miteinander um, wenn etwas nicht passt. Das gilt für Charles und auch für mich. Wenn ich gefragt werde, antworte ich. Wenn ich nicht gefragt werde, sage ich meine Meinung auch! Aber ich bin bis Jahresende hier, und ich werde meine Arbeit machen. Nicht nur für das Team, sondern auch für mich selbst."

Schumacher: Nach Toyota hatte ich auch keine Lust mehr

Doch Schumacher spricht gegenüber 'Sky' aus eigener Erfahrung: "Nach so einer Saison - ich habe das selber mal erlebt, nach drei Jahren Toyota - hat man irgendwann keine Lust mehr", sagt er und ergänzt: "Für ihn geht es jetzt nur noch darum, in den letzten Rennen vor seinem Teamkollegen zu sein, und dann nach Hause zu gehen und nachzudenken, ob er überhaupt noch weiterfahren will."

"Sebastian", beobachtet Schumacher, "geht mit der Situation jetzt ein bisschen lockerer um. Was auch daran liegt, dass er seine Erwartungshaltung an sich und das Team etwas realistischer sieht. Beim letzten Rennen konnte er zeigen, dass er es immer noch kann. Auch gegen Charles, der jetzt auch langsam ein bisschen ungeduldig wird. Das kommt ihm alles sehr entgegen."

"Tatsache ist, dass ich der Meinung bin, mittlerweile läuft es so, dass er vielleicht a) gar nicht unglücklich ist, dass er bald mal durch ist bei Ferrari, und vielleicht auch b) drüber nachdenken kann, einfach mal ein Jahr Pause zu machen", sagt er. Denn um die Gerüchte, dass Vettel bei Aston Martin (Racing Point) unterschreiben könnte, ist es zuletzt ruhig geworden.

"Ralf", nimmt Vettel im Gespräch mit 'Sky' direkt Bezug auf Schumacher, "ist lange dabei und weiß eigentlich immer, von was er spricht. Aber ich kann, was meine Zukunft angeht, noch nichts vermelden und verkünden. Dass ich mir sehr viele Gedanken mache, ist glaube ich ganz normal. In der Hinsicht ist noch nichts entschieden. Ist normal, dass man über alles nachdenkt."

Zuletzt hatten italienische Medien berichtet, dass er schon in Spa bei Aston Martin unterschreiben könnte. Seit seinem Ellbogengruß mit Lawrence Stroll am ersten Silverstone-Wochenende und seit der gemeinsamen Fahrt mit Teamchef Otmar Szafnauer in dessen Privat-Ferrari gehen viele Beobachter davon aus, dass die Unterschrift nur noch Formsache ist.

Vettel und Aston Martin: Noch kein gemachter Deal

Das deckt sich aber nicht mit unseren Informationen. Auf dem Transfermarkt warten viele auf Vettels Zug. Haas zum Beispiel wird solange ein Cockpit freihalten, wie Sergio Perez mit seinen mexikanischen Millionen bei Racing Point rausfliegen könnte. Und Vettel hofft insgeheim angeblich immer noch, dass bei Red Bull eine Tür für ihn aufgeht.

An einem hat sich in den vergangenen Wochen jedenfalls nichts geändert: Der viermalige Weltmeister, mit 33 um sechs Jahre jünger als Fernando Alonso, lässt sich von niemandem unter Druck setzen. "Es könnte nicht mehr so lang dauern, es könnte noch länger dauern. Konkret kann ich nichts sagen", antwortet er auf die Frage, wann er Klarheit erwartet.

Viele raten Vettel inzwischen, den Helm an den Nagel zu hängen - möglicherweise sogar noch während der Saison. Bei Ferrari, so argumentieren langjährige Wegbegleiter, tue er seinem Ansehen keinen Gefallen mehr, weil, so die Meinung der Vettel-Fans, den Herren in Maranello trotz aller gegenteiligen Bekundungen völlig egal ist, ob Vettel beschädigt wird oder nicht.

Vettel versucht, diese Krisensituation zu verdrängen. Er sagt: "So relevant diese zwei, drei Rennen gerade erscheinen mögen, so irrelevant sind sie im großen Kontext. Für das, was ich mit diesem Team in den vergangenen Jahren an Emotionen erlebt habe, macht das keinen Unterschied. Wir hatten viele schöne Momente. Und wir hatten auch ein paar weniger schöne."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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