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Ralf Schumacher: Hülkenberg ist "eine ganz andere Liga" als Perez

Ralf Schumacher versteht nicht, warum Red Bull mit Sergio Perez verlängert hat, und findet, dass Nico Hülkenberg eine bessere Alternative gewesen wäre

Ralf Schumacher: Hülkenberg ist "eine ganz andere Liga" als Perez

Man kann wahrscheinlich drüber streiten, ob der Red Bull in der Formel-1-Saison 2024 immer noch das schnellste Auto im Feld ist. Tatsache ist aber: Max Verstappen führt die WM überlegen an, mit 69 Punkten Vorsprung auf Lando Norris und 71 auf Charles Leclerc, während sein Teamkollege Sergio Perez nur an fünfter Position liegt.

Kein Wunder also, dass die "Perez-Frage" in Fachkreisen wieder diskutiert wird. War es ein Fehler, den Vertrag des 34-jährigen Mexikaners so früh bis Ende 2026 zu verlängern? Denn seither sind Perez' Leistungen so drastisch abgefallen, dass, gemessen an der Rennpace, der Abstand zwischen den beiden Red-Bull-Piloten im Saisonmittel größer ist als zwischen allen anderen Teamkollegen.

Für Ralf Schumacher ist es ein Rätsel, "warum das Team da verlängert hat", sagt er in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. "Ich glaube, es hätte auch andere Möglichkeiten auf dem Markt gegeben. Red Bull hat einen unglaublich großen Juniorkader."

Schumacher bewertet es als "eindeutig", dass "Red Bull ohne Max Verstappen im Moment ein großes Problem hätte, weil er das Auto dahin trägt, wo es gar nicht ist. Und da sieht man auch, wie schwer es Perez jetzt fällt. Als die eine Sekunde vor allen anderen waren, war das alles gar kein Problem. Jetzt ist es eben so."

Schumacher vermutet, dass Red Bulls Entscheidung pro Perez womöglich "wirtschaftlich" motiviert gewesen sei. Perez kostet keine horrende Gage, ist aber gleichzeitig ein Sympathieträger in Lateinamerika. Dort wird mehr Perez- als Verstappen-Merchandise verkauft. Gleichzeitig ist Perez ein wichtiger Werbeträger für "die Dose", wie es im Red-Bull-Jargon heißt.

Wen hätte Red Bull sonst holen sollen?

Doch Perez' Vertragsverlängerung war laut Informationen von Motorsport-Total.com nicht unumstritten. Und vor allem kein Selbstläufer. Denn erst kurz zuvor war bekannt geworden, dass Teamchef Christian Horner mit Flavio Briatore gesprochen hatte, dem Freund und Manager von Fernando Alonso.

Alonso wäre mutmaßlich ein Teamkollege gewesen, über den sich die Verstappens nicht gefreut hätten. Denn unabhängig von seinem Speed gilt der Spanier auch als einer, an dem das Potenzial haftet, Unruhe ins System zu bringen. Wie man in der Vergangenheit gesehen hat, zum Beispiel während seiner McLaren-Zeit.

Ende 2020: Red Bull hatte Hülkenberg im Visier

Aus deutscher Sicht erscheint im Nachhinein betrachtet bedauerlich, dass Ende 2020, als ein neuer Teamkollege für Verstappen gesucht wurde, Perez den Vorzug gegenüber Nico Hülkenberg erhalten hat. Hülkenberg wurde damals als heißer Kandidat gehandelt - und zeigt gerade im Haas, dass er immer noch zu den schnellsten Qualifyern der Formel 1 gehört.

Hülkenberg, findet Schumacher, sei "eine ganz andere Liga" als Perez, "der fährt ganz anders. Im Qualifying fängt's schon mal an, da ist er ja unheimlich stabil. Er hätte Max Verstappen ganz anders den Rücken stärken können, auch in der Strategie. Jetzt haben wir das Problem, dass er niemanden hat als Teamkollegen, der ihm hilft."

Allerdings zeigt der Experte Verständnis dafür, dass es womöglich gar nicht so leicht ist, "jemanden zu finden, "der konstant ist, der was kann - der aber auch neben Max Verstappen fahren will". Was er nicht versteht, ist, dass Carlos Sainz "nicht auch in Erwägung gezogen wurde. Der hat neben Leclerc gezeigt, wie stabil er sein kann, was er an Punkten holen kann und wie schnell er ist."

Das Verstappen-Camp ist mit Perez als Teamkollege indes zufrieden. Die Spannungen, die zwischenzeitlich zwischen den beiden aufzukommen schienen, sind längst abgehakt. Die Fronten, wer Nummer 1 ist und wer Nummer 2, sind geklärt. Und Perez hat in Abu Dhabi 2021 bewiesen, was für ein großartiger Teamplayer er an seinen besseren Tagen sein kann.

Mit Bildmaterial von Motorsport Network.

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