Ralf Schumacher lobt Mick: "Auch das macht einen guten Rennfahrer aus"

Formel-1-Experte Ralf Schumacher bewertet die Rookie-Saison von Neffe Mick und nimmt Haas für 2022 in die Pflicht: "Müssen Basis für Punkte schaffen"

Ralf Schumacher lobt Mick: "Auch das macht einen guten Rennfahrer aus"

Für Mick Schumacher endet mit dem Grand Prix von Abu Dhabi am kommenden Wochenende seine Rookie-Saison in der Formel 1. Ein WM-Punkt war dem Deutschen im unterlegenen Haas bisher nicht vergönnt, doch er konnte sich meist deutlich gegen Teamkollege Nikita Masepin durchsetzen.

Sein Onkel und Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher zieht bei 'Sport1' ein positives Fazit von Micks Einstand in der Königsklasse: "Er hat viel dazugelernt, und das auch im Team. (...) Wenn was falsch läuft, dann entschuldigt er sich sofort bei seinem Team und arbeitet hart weiter. Auch das macht einen guten Rennfahrer aus."

Das war am vergangenen Wochenende der Fall, als Schumacher seinen Haas nach wenigen Runden gegen die Bande setzte und das Rennen vorzeitig aufgeben musste. Wenig später verunfallte auch sein Teamkollege. Damit verzeichnete Haas zum ersten Mal in dieser Saison einen Totalausfall beider Autos.

Schumacher geht "mit offen Augen" nach Abu Dhabi

Beim letzten Formel-1-Grand-Prix des Jahres hofft Schumacher auf einen guten Abschluss. Angesprochen auf die Veränderungen am Yas Marina Circuit, die für mehr Überholmöglichkeiten sorgen sollen, sagt der Rookie: "Wir müssen abwarten, bis wir ankommen und unser erstes Freies Training absolvieren."

"Auf dem Papier ist es immer einfach zu sagen, dass es mehr Möglichkeiten geben wird, aber Tatsache ist, dass wir oft an einer Strecke ankommen und dann feststellen, dass das nicht der Fall ist. Ich gehe mit offenen Augen in das Rennen."

"Ich hoffe, dass es mehr Überholmöglichkeiten gibt. Das würden wir uns natürlich wünschen. Hoffentlich wird es auch unsere Fähigkeit verbessern, mit anderen Autos zu kämpfen."

Positives Fazit seinen Rookie-Jahres in der Formel 1

Das Jahr 2021 sei für ihn schneller vergangen, als er es erwartet habe, sagt Schumacher weiter. "Ich habe sehr viel gelernt, was die Herangehensweise an die Wochenenden und die Art und Weise, wie ich die Rennen angehe, betrifft. Ich freue mich auf mein letztes Rennen, aber ich denke, wir sind alle bereit für eine Pause."

"Es war ein langes Jahr mit vielen Unsicherheiten, aber insgesamt haben wir es gut gemeistert. Wir haben mehr aus dem Auto herausgeholt als erwartet und damit bin ich zufrieden. Wir haben viele gute Dinge erreicht und es gibt viele Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie für das nächste Jahr verbessern können."

Ralf Schumacher sieht vor allem Haas in der Pflicht: "Das Team muss ihm nun eine Basis schaffen, um in die Punkte zu fahren", sagt der Formel-1-Experte mit Blick auf 2022. "Und dann liegt es auch noch daran, was Mick aus der Situation macht."

Ralf Schumacher äußert Zweifel an Nikita Masepin

"Er fährt ja momentan relativ 'allein', muss trotz seiner jungen Jahre die Entwicklung des Teams vorantreiben und Entscheidungen treffen", gibt der Ex-Rennfahrer zu bedenken.

Mit Masepin habe er 2022 wieder einen Teamkollegen neben sich, "der zwar auch mal schnell fahren kann, aber auch immer wieder überfordert ist. Ich weiß daher nicht, ob er der Richtige ist, im Team mit Mick wegweisend das neue Auto zu entwickeln."

Schumacher richtet seinen Blick jedenfalls schon jetzt nach vorn: "Zunächst einmal haben wir den Test, der für uns sehr wichtig ist, also werden wir uns zu 100 Prozent darauf konzentrieren. Danach kann ich mich ein wenig entspannen, die freie Zeit genießen und meine Batterien aufladen, bevor ich mich auf 2022 vorbereite."

"In der Zeit, in der ich mich erhole, werde ich auf jeden Fall viel über das nächste Jahr nachdenken und mich ständig mit dem Team austauschen. Ich möchte in dieser Zeit so viel wie möglich dabei sein, denn das nächste Jahr ist hoffentlich ein wichtiges Jahr für uns, in dem wir die Erwartungen erfüllen können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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