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Ralf Schumacher: Mercedes-Motor ist massiv gedrosselt

Für Experte Ralf Schumacher hinterließ Mercedes bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain den besten Eindruck - Eine Garantie für den WM-Titel sei das aber noch nicht

Ralf Schumacher: Mercedes aktuell "mit großem Abstand" vorn

Für viele Experten startet Mercedes als Favorit in die neue Formel-1-Saison

Foto: LAT Images

Experte Ralf Schumacher vermutet, dass Mercedes vor dem Start der Formel-1-Saison 2026 das beste Paket hat. "Ich glaube, dass die deutlich voran sind", sagt er nach den Wintertestfahrten in Bahrain im Podcast Backstage Boxengasse von Sky.

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Zwar setzte Ferrari-Pilot Charles Leclerc in Sachir im Februar die mit Abstand schnellste Zeit. Allerdings vermutet Schumacher, dass Mercedes den eigenen Motor beim Test "deutlich" heruntergedreht und damit noch eine Menge Luft nach oben hat.

"Aus meiner Sicht hält Mercedes die Zeit zurück", so der sechsmalige Grand-Prix-Sieger, der erinnert: "Das gab es ja schon mal, dass Mercedes wirklich scheibchenweise dann die Leistung freigegeben hat, wie man sie brauchte, in der Zeit, als sie alles dominiert haben."

Gemeint ist der Beginn der Hybridära im Jahr 2014. Damals war der Mercedes-Motor der mit Abstand beste im Feld, und der damalige Technikchef Paddy Lowe bestätigte Jahre später im Podcast Beyond The Grid, dass die Silberpfeile fast nie die komplette Leistung nutzen mussten.

"Im Qualifying haben wir den Motor für Q1 oder Q2 nie hochgedreht", so Lowe, der erklärte: "Die Diskussion ging dann darum, wie weit man den Motor für Q3 aufdrehen sollte." Und selbst da habe man in vielen Fällen nicht ans Limit gehen müssen.

"Da war der Motor einfach ein Stück weiter voraus", erinnert sich Schumacher heute. Der Experte kann sich 2026 ein ähnliches Szenario vorstellen, zumal er betont, dass das Mercedes-Werksteam auch abseits der Powerunit "als Team einfach stark" sei.

Seine Vermutung ist daher, dass Mercedes aktuell "mit großem Abstand" vorne ist. Gleichzeitig stellt Schumacher aber auch klar, dass das nicht zwangsläufig heißen müsse, dass das Team am Ende des Jahres auch überlegen den WM-Titel gewinnt.

Angesprochen auf eine WM-Prognose sagt Schumacher: "Das wäre jetzt völliger Blödsinn." Man müsse nun zunächst einmal abwarten, wie sich die ersten Rennen entwickeln und ob sich die Eindrücke der Testfahrten dort bestätigen.

Beim Saisonauftakt in Melbourne werde man erstmals "wirklich" sehen, "wo wer steht". Und selbst das habe dann noch keine finale Aussagekraft, weil die Strecke im Albert Park alleine "nicht repräsentativ für den Rest der Saison" sei, betont Schumacher.

Nach den Testfahrten mache es aber den Eindruck, dass Mercedes "bei Weitem vorne" sei.

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