Ralf Schumacher skeptisch: Kommt Aston Martin überhaupt ins Ziel?
Nach zahlreichen Problemen bei den Testfahrten in Bahrain glaubt Ralf Schumacher, dass Aston Martin und Honda schwierige Wochen und Monate bevorstehen
Aston Martin wurde beim Test in Bahrain immer wieder zurückgeworfen
Foto: Getty Getty
Experte Ralf Schumacher hat nach den Testfahrten vor der Formel-1-Saison 2026 in Bahrain Zweifel daran, ob Aston Martin aktuell ein Paket hat, das es bei den ersten Rennen des Jahres überhaupt ins Ziel schaffen kann. In Sachir fuhr der Rennstall weniger Kilometer als jedes andere Team.
"Das ist ein großes Desaster", sagt Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. "Da kommt alles zusammen", so der sechsmalige Grand-Prix-Sieger, der über die aktuelle Situation bei Aston Martin sagt: "Das Auto ist nicht gut und der Motor ist schlecht."
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"Schlimmer kann es fast gar nicht sein", so Schumacher, nachdem der Rennstall in den zwei Testwochen in Bahrain gerade einmal 334 Runden abspulte. Zum Vergleich: Formel-1-Neuling Cadillac kam als Team mit den zweitwenigsten Umläufen auf 586 Runden - also noch immer auf 252 mehr als Aston Martin.
Negativer Höhepunkt war der letzte Testtag, an dem Lance Stroll gerade einmal sechs Runden fahren konnte, weil Motorenpartner Honda die Ersatzteile ausgingen. Schumacher stellt sich daher die Frage, "ob man überhaupt die Rennen zu Ende fahren kann am Anfang".
Denn weil Aston Martin während der Tests immer wieder von Problemen gestoppt wurde, müsse man nun erst einmal abwarten, ob man diese "in dieser kurzen Zeit" vor dem Saisonauftakt beheben könne, betont Schumacher, der vor allem Honda hier in der Verantwortung sieht.
"Gerade die wollten ja auch den Elektroanteil [am Motor], wo sie jetzt am meisten Probleme mit haben", sagt er in Richtung der Japaner. "Die Frage ist: Kann man das mit dem bestehenden Konzept reparieren oder muss man ganz neu denken?", so Schumacher.
Bei vielen Fans werden bereits Erinnerungen an Hondas Formel-1-Rückkehr im Jahr 2015 mit McLaren wach. Damals schaffte es Kevin Magnussen beim Saisonauftakt in Australien nicht einmal in die Startaufstellung, Teamkollege Jenson Button sah die Zielflagge am Ende mit zwei Runden Rückstand.
Sollte Aston Martin ein ähnliches Debakel erleben, warnt Schumacher: "Man muss jetzt Ruhe bewahren, weil ansonsten zerbricht so ein Team." Fernando Alonso sei "mega frustriert", und auch Neu-Teamchef Adrian Newey sei "sehr, sehr enttäuscht", glaubt Schumacher.
"Da ist ganz schön viel Druck am Kessel", sagt er und betont, man müsse dem Team jetzt "Zeit geben", um die Situation in den Griff zu bekommen. "Und man muss natürlich gucken, dass sich die nicht gegenseitig zerlegen jetzt. Das ist eine große Geduldsprobe", so Schumacher.
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