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Ralf Schumacher: So könnte Red Bull nach Honda weitermachen

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Ralf Schumacher: So könnte Red Bull nach Honda weitermachen
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'Sky'-Experte Ralf Schumacher hat eine Idee, wie Red Bull nach dem Rückzug von Honda ein eigenes Motorenprogramm aufsetzen könnte

Nach der Ankündigung, dass sich der Honda-Konzern nach Vertragsablauf Ende 2021 aus der Formel 1 zurückziehen wird, steht Red Bull vorerst ohne einen Motorenpartner da. Eine verzwickte Situation, in der guter Rat teuer ist. Doch Formel-1-Experte Ralf Schumacher hat in einem Interview mit 'Sky Sport News HD' einen Vorschlag geäußert, wie Red Bull für seine beiden Grand-Prix-Teams weiter einen konkurrenzfähigen Antriebsstrang organisieren könnte.

Seiner Meinung nach wäre es "ein gangbarer Weg, einen "eigenen Motor zu machen", denn Red Bull habe "die Kraft und die Möglichkeiten" dazu - und mit Honda einen (Noch-)Partner, der für die Übergangsphase, bis eine langfristige Lösung realisiert ist, behilflich sein könnte.

Schumacher kann sich ein Szenario vorstellen, in dem Honda zunächst den bestehenden Motor "mit Vollgas" weiterentwickelt, "weil man nächstes Jahr noch um die WM fahren möchte". Danach könnte Red Bull das Kommando am Honda-Standort in der Nähe des Teams in Milton Keynes übernehmen und die Motorenentwicklung für 2022 selbst finanzieren.

Ab 2023 sind die Motorendesigns in der Formel 1 ohnehin eingefroren. Das aktuelle Concorde-Agreement läuft bis Ende 2025, und in den letzten Jahren der Periode sollen den Motorenherstellern so teure Investitionen für einen Antrieb, der ohnehin keine Zukunft hat, erspart werden. Damit würden zumindest die Entwicklungskosten wegfallen.

Hilft Honda Red Bull auch nach dem Ausstieg?

Das könnte es für Red Bull mit einer bestehenden technologischen Basis von Honda ermöglichen, in Eigenregie weiterzumachen. Dafür ist man freilich auf den Goodwill von Honda angewiesen. Doch die Japaner haben bei ihrem letzten Ausstieg Ende 2008 schon einmal dafür gesorgt, dass das begonnene Programm unter neuer Führung fortgesetzt werden konnte.

Damals überließ man das konzerneigene Werksteam mit Sitz in Brackley Ross Brawn und seinen Management-Kollegen, verkaufte es für ein symbolisches Pfund und leistete für das Übergangsjahr 2009 auch noch finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe, um sich eine viel teurere Abwicklung der Firma mit den damit verbundenen Abfindungszahlungen zu ersparen.

"Von dem her könnte das eine Alternative sein", glaubt Schumacher. Denn dass Red Bull unter den verbleibenden Herstellern Mercedes, Renault und Ferrari einen neuen Partner findet, hält er Stand heute für unrealistisch.

"Mercedes wird nicht möglich sein. Da ist die Beziehung einfach nicht da, zumindest bis jetzt nicht", sagt er. "Bei Renault gibt's ein ähnliches Problem. Ich glaube, da war man auch nicht ganz glücklich, und nachdem Abiteboul jetzt neuer CEO von Alpine beziehungsweise das Motorsportprogramm komplett leiten wird, wird das auch schwierig."

Schumacher nicht besorgt um Honda-Investment bis 2021

Dass Honda die Vertragslaufzeit bis Ende 2021 jetzt nur noch absitzt, nicht mehr in die Formel 1 investiert und Red Bull daher zurückfallen wird, glaubt Schumacher nicht. Er schätzt den japanischen Automobilhersteller so ein, dass er sich am liebsten als Weltmeister zurückziehen würde: "Honda wird Vollgas geben und das ausnutzen wollen", vermutet er.

Insofern müsse sich auch Max Verstappen zumindest bis Ende 2021 keine Gedanken um seine Zukunft machen: "Honda hat glaube ich keinen schlechten Job gemacht. Es gab zuletzt ein paar kleine technische Schwierigkeiten, aber da bin ich mir sehr, sehr sicher, dass man Vollgas geben und Max die Möglichkeit geben wird."

"Dr. Marko hat Anfang des Jahres mal erwähnt, dass Max bei einer Vertragsauflösung zwischen Honda und Red Bull die Möglichkeit hat, das Team zu verlassen. Das steht aber sowieso erst 2021 an. Von dem her wird alles stabil und ein guter Motor bei Red Bull im Auto bleiben."

Der Rückzug kommt für ihn allerdings "überraschend", räumt Schumacher ein, und sei "strategisch nicht ganz clever. Weil man mit Red Bull wirklich einen super Partner hatte und Honda doch eine sehr kleine Automarke ist. Da liegt glaube ich auch das Problem: Weil man extrem schlechte Zahlen hatte und man weiß, die Formel 1 ist teuer und aufwändig."

Dass Hondas Ausstieg einen Massenexodus der Hersteller einleiten könnte, glaubt er aber nicht: "Renault hat sich gerade committet. Da sehe ich im Moment kein Risiko. Und bei Ferrari sowieso nicht", gibt Schumacher Entwarnung. "Von daher sehe ich erstmal kein Risiko, dass es nicht genug Hersteller geben könnte."

Mit Bildmaterial von LAT.

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