Ralf Schumacher spricht über möglichen Wheatley-Nachfolger bei Audi
Nach dem Aus von Jonathan Wheatley übernimmt Audi-Projektleiter Mattia Binotto vorerst die Teamchef-Rolle: Ralf Schumacher warnt den Italiener vor diesem Fehler
Mattia Binotto übernimmt die Teamchef-Rolle von Jonathan Wheatley
Foto: LAT Images
Audi musste sich zwischen den Formel-1-Rennen in China und Japan überraschend von seinem Teamchef trennen: Jonathan Wheatley verlässt die Ingolstädter nach nicht einmal einem Jahr. Bis ein möglicher Nachfolger gefunden ist, übernimmt Projektleiter Mattia Binotto die Aufgaben des Briten.
Der Italiener kennt die Rolle des Teamchefs bereits aus seiner Zeit bei Ferrari, wo er von 2019 bis 2022 an der Spitze des Formel-1-Teams stand. Doch genau davor warnt Ralf Schumacher. "Letztendlich war er nur in Italien, und nur bei Ferrari", erinnert der Experte im aktuellen Sky-Podcast Backstage Boxengasse.
"Das heißt, man muss natürlich schon ein bisschen darauf schauen, dass er jetzt nicht nur die Ingenieure aus [Italien] holt, sondern wirklich auch international", mahnt Schumacher. Binotto müsse "internationaler denken und vielleicht auch den ein oder anderen finden, der jetzt bei anderen Teams ist."
"Ich bin gespannt, wie er das meistern wird", betont der frühere Formel-1-Pilot. Zwar sei auch Ex-Teamchef Jonathan Wheatley mehr als zwanzig Jahre lang nur bei Red Bull gewesen, allerdings glaubt Schumacher, dass der Brite "den ein oder anderen Kontakt gehabt hätte, der ganz hilfreich gewesen wäre."
Mike Krack als möglicher Wheatley-Nachfolger?
Nun liegt es an Binotto, die richtigen Personalien zu wählen und möglicherweise auch einen neuen Teamchef für Audi zu finden. Eine Option, die Schumacher ins Gespräch bringt: Mike Krack. Der gebürtige Luxemburger war von 2022 bis 2025 bereits Teamchef bei Aston Martin und kennt die Aufgaben in dieser Funktion aus eigener Erfahrung.
Seit der Umstrukturierung fungiert Krack allerdings nur noch als Einsatzleiter an der Rennstrecke, offiziell als "Chief Trackside Officer" bezeichnet. "Mike Krack ist natürlich jemand, der technisch offensichtlich einen sehr starken Job bei Aston Martin macht", lobt Schumacher.
Vor allem habe der 54-Jährige "die Kernkompetenz, um den - ich sage es jetzt mal salopp - Haufen zusammenzuhalten", ergänzt der Sky-Experte mit einem Schmunzeln. "Und das ist bei Aston Martin wirklich nicht leicht. Ich weiß nicht, wie zufrieden oder unzufrieden er [bei Aston Martin] ist."
Krack könne für Audi allerdings eine sinnvolle Personalie sein, denn Kontinuität und die Fähigkeit, Talente zu halten, seien Schlüsselfaktoren für den Erfolg. Und ganz unrealistisch wäre ein Wechsel von Krack zu Audi nicht - immerhin wurde der Luxemburger bereits vor knapp zwei Jahren als möglicher Teamchef gehandelt.
Damals war allerdings Andreas Seidel noch bei Audi beziehungsweise Sauber. Ob eine Verpflichtung des Luxemburgers unter Führung von Binotto wieder ein Thema werden könnte, ist fraglich. Doch Schumacher bringt einen weiteren Pluspunkt für Mike Krack ins Spiel: "Ein deutschsprachiger Teamchef macht schon Sinn."
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