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Ralf Schumacher über die Mercedes-Probleme: "Ein absoluter Horror"

Ralf Schumacher spricht über die Probleme von Mercedes und rechnet mit einem schwierigen Bahrain-Grand-Prix - Filmtag als Chance zur Korrektur?

Ralf Schumacher über die Mercedes-Probleme: "Ein absoluter Horror"

Wie groß sind die Probleme von Mercedes wirklich? Während Red Bull bei den Testfahrten von Bahrain den besten Eindruck hinterlassen hat, gab es bei den Silberpfeilen einige Probleme: Weder Geschwindigkeit, noch Zuverlässigkeit oder Fahrbarkeit des Autos waren auf den ersten Blick so, dass Mercedes von einem guten Test sprechen kann.

Am geringsten dürfte da noch das Problem mit der Geschwindigkeit sein. Zwar belegte Weltmeister Lewis Hamilton mit mehr als einer Sekunde Rückstand auf Verstappen nur den fünften Platz zum Gesamtergebnis, doch dass man etwa hinter Kimi Räikkönen im Alfa Romeo liegt, glaubt natürlich im Paddock niemand.

Selbst bei Red Bull betont man, dass Mercedes weiterhin Favorit ist. Und auch Ralf Schumacher ist "der festen Überzeugung", dass der Branchenprimus den Sprit nicht vollkommen aus dem Auto gelassen hat.

Dramatischer sind da schon die Probleme, die man mit der Fahrbarkeit des Autos zu haben scheint. Hamilton drehte sich mit dem W12 gleich mehrfach und schmiss seinen Boliden einmal sogar ins Kiesbett. "Mercedes kämpft definitiv mit einem aerodynamischen Problem", sagt Schumacher gegenüber 'Sky'.

Auto "reagiert nicht so wie erwartet"

Vor allem das Heck des W12 macht noch Probleme - mutmaßlich aufgrund der Regeländerungen am Unterboden und am Diffusor. Dort scheint man aufgrund des Autokonzepts stärker getroffen worden zu sein als Red Bull. "Man sieht an den Abflügen und an den Problemen, die auch Lewis Hamilton hatte, dass das Auto nicht so reagiert, wie man es gewohnt war und wie man es erwartet hat", so Schumacher.

"Wenn es eine Konzeptfrage ist, ist die Frage: Wo fängt das an? Vielleicht ist es auch die neue Konstruktion der Reifen, die dem Mercedes nicht gerade hilft", übt sich der Ex-Pilot in Rätselraten und ist sich sicher, dass bei Mercedes gerade "die Drähte heiß" laufen.

Denn solche Schwierigkeiten können zwar auftreten, sollten es aber am besten nicht - vor allem bei nur drei Testtagen vor der neuen Saison. "So kurz vor dem Saisonstart ist das ein absoluter Horror", sagt Schumacher und rechnet mit einer bösen Überraschung für Mercedes, sollte man das Problem nicht erkennen.

Kann der Filmtag etwas retten?

Am heutigen Dienstag hat der Rennstall aber noch einmal die Chance, etwas zu korrigieren. Denn Mercedes absolviert heute einen Filmtag in Bahrain und darf somit noch einmal auf die Strecke gehen. Allerdings bleiben dem Team nur 100 Kilometer, die sie auf speziellen Pirelli-Reifen fahren müssen.

Und erste Anzeichen deuten darauf hin, dass Mercedes den Tag wirklich für Filmaufnahmen nutzt und etwa langsame Runden mit dem Safety-Car zu Promotionzwecken dreht.

 

Daher sind die Lerneffekte auch ziemlich limitiert. Dass Mercedes daher in der kommenden Woche allen davonfahren wird, glaubt Schumacher nicht: "So weit würde ich mich da raustrauen, dass es Mercedes nicht einfach haben wird in Bahrain", urteilt er.

Der Deutsche könnte sich vorstellen, dass Red Bull die Nase derzeit leicht vorne hat. Der RB16B ist deutlich gutmütiger mit den Fahrern und scheint perfekt auf der Straße zu liegen. "Man hat das Gefühl, dass Max Verstappen im Mercedes von letztem Jahr sitzt. Überall, wo er einlenkt, fährt das Auto hin, ohne dass er korrigieren muss", so Schumacher.

In der kommenden Woche gibt es die erste Antwort darauf, ob Mercedes wieder das Feld anführt oder ob man sich doch auf ein hartes Jahr einstellen muss.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Ralf Schumacher , Lewis Hamilton
Teams Mercedes
Urheber Norman Fischer