Ralf Schumacher: "Mick hat natürlich sehr schwach angefangen"

Läuft Mick Schumacher Gefahr sein Formel-1-Cockpit zu verlieren? - Sein Onkel Ralf Schumacher bemängelt den Saisonstart, hofft jedoch auf ein "ordentliches Cockpit"

Ralf Schumacher: "Mick hat natürlich sehr schwach angefangen"
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Die Zukunft von Mick Schumacher in der Formel 1 ist weiterhin Ungewiss. Der Vertrag des 23-Jährigen beim amerikanischen Haas-Team läuft am Ende der Saison aus, während sich freie Cockpits bei anderen Teams nach und nach erübrigen, wie zuletzt mit dem Wechsel von Fernando Alonso zu Aston Martin, wo Schumacher als potenzieller Vettel-Nachfolger gehandelt wurde.

Sein Onkel und Sky-Experte Ralf Schumacher hofft auf einen Verbleib seines Neffen in der Formel 1, obwohl seine Leistungen insbesondere am Anfang der Saison nicht für ihn gesprochen haben.

Auf die Frage, wie er die Saison 2022 für den Haas-Piloten einschätzen würde, sagt Schumacher: "Also ich muss sagen, Mick hat natürlich sehr schwach angefangen. Mick hat schwach angefangen im Verhältnis zu Magnussen, das muss man einfach so sehen, hat aber dann seinen Weg gefunden und das auch zur rechten Zeit."

Wann fällt die Fahrerentscheidung bei Haas?

"Und hier [in Ungarn] mit dem Paket finde ich, hat er auch einen ordentlichen Job gemacht. Da konnte man auch jetzt nicht viel mehr erwarten. Deshalb ist alles auf Plan. Und egal wie: Ich meine, Haas ist ein Team, wo man sich erstmal zeigen kann dieses Jahr."

"Das hat er auch schon ein paar Mal gemacht und das wird es auch bleiben, hoffentlich mit dem Update auch. Und wenn er eine andere Möglichkeit hat, wo er sich zeigen kann, dann auch gut, aber Hauptsache er hat ein ordentliches Cockpit in der Formel 1", hofft der Sky-Experte.

Es wird davon ausgegangen, dass Haas-Teamchef Günther Steiner keine Eile sieht, den Vertrag mit Schumacher vorzeitig zu verlängern und er sich zunächst die Rennen nach der Sommerpause ansehen will, ehe er eine Entscheidung trifft.

"In der Regel ist das jetzt so im August, September die Zeit, wo man sich umschaut nach Fahrern", erklärt Ralf Schumacher. "Ich meine, es gibt ja auch einige aus der Formel 2, die da so ein bisschen drücken, klar, und auch Gelder haben. Da ist [Felipe] Drugovich im Spiel, vom Namen her, der unbedingt nach drei oder gefühlten vier Jahren Formel 2 dann mal weiterkommen will."

Sollte Schumacher bei Haas vor die Tür gesetzt werden, wären in der Theorie noch offene Plätze bei Alpine, Alfa Romeo, AlphaTauri und Williams frei, doch der Deutsche gilt bei diesen Mannschaften keinesfalls als Topfavorit.

Laut der französischen 'Autohebdo' ist Noch-McLaren-Pilot Daniel Ricciardo ein heißer Kandidat auf die Alonso-Nachfolge bei Alpine, während die anderen genannten Teams neben den aktuellen Stammfahrern auch eigene Formel-2-Nachwuchstalente in ihren Reihen haben, die im Zweifel wahrscheinlich eher den Vorzug bekommen würden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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