Ralf Schumacher: Warum sollte Mercedes George Russell austauschen?
Ralf Schumacher glaubt nicht, dass sich George Russell Sorgen um seinen Job machen muss - Warum der Mercedes-Fahrer seiner Meinung nach aktuell fest im Sattel sitzt
Wird George Russell auch in den kommenden Jahren für Mercedes jubeln?
Foto: Sutton Images
Glaubt man Ralf Schumacher, dann wird Mercedes in der "Silly Season" im Formel-1-Sommer 2026 keine Rolle spielen. Der Experte geht davon aus, dass die Silberpfeile auch im kommenden Jahr mit Kimi Antonelli und George Russell an den Start gehen werden.
Während Antonelli als aktueller WM-Spitzenreiter bei Mercedes ohnehin gesetzt sein dürfte, gibt es immer wieder Spekulationen über die Zukunft von Teamkollege Russell - häufig auch in Kombination mit einer möglichen Verpflichtung von Max Verstappen.
"Wenn ich sein Manager wäre, würde ich [Max] natürlich am liebsten bei Mercedes unterbringen", sagte Experte Jenson Button jüngst gegenüber Sky. Doch Ralf Schumacher hält diese Variante nicht für ein übermäßig realistisches Szenario.
Zwar bekomme Russell momentan "fairerweise schon sehr viel Kritik", so Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. Denn trotz seiner Erfahrung war der 28-jährige Brite in diesem Jahr bislang regelmäßig langsamer als Antonelli.
Allerdings verweist Schumacher auf die "sehr lange Beziehung" zwischen Mercedes und Russell, der bereits 2017 zum Nachwuchskader der Silberpfeile stieß. Deswegen kann sich der Experte nicht vorstellen, dass Toto Wolff Russell vor die Tür setzen wird.
"Warum soll er den austauschen? Da hat er einen Fahrer, den er lange kennt, den er einschätzen kann", so Schumacher, der vermutet, dass Russell seinen Platz sicher hat, "solange er [...] nicht anfängt, politisch zu werden" oder "gegen Antonelli zu sehr vorzugehen".
Denn Teamchef Wolff betonte in der Vergangenheit immer wieder, dass er kein Interesse daran habe, dass sich das toxische Szenario aus der Ära von Lewis Hamilton und Nico Rosberg wiederhole. Sollte das aber nicht passieren, muss sich Russell laut Schumacher keine Sorgen machen.
Sportlich gibt es für Mercedes zumindest auf dem Papier auch keinen Grund, für 2027 etwas an der Fahrerpaarung zu ändern. Das Team führt aktuell die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft an und belegt in der Fahrer-WM die ersten beiden Plätze.
Auch Toto Wolff stellte daher kürzlich gegenüber Sky bereits klar: "Wir wollen keine Veränderung. Ich bin zufrieden mit unseren beiden Fahrern. Diese Fahrerpaarung ist gut für uns."
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