Rauswurf bei Red Bull: Christian Horner entlastet die Verstappen-Familie
Ex-Teamchef Christian Horner blickt auf seinen Rauswurf bei Red Bull zurück: Wie er "ziemlich plötzlich" entlassen wurde und wer seiner Meinung nach verantwortlich ist
Horner glaubt nicht, dass die Verstappen-Familie für sein Aus verantwortlich ist
Foto: LAT Images
Am 9. Juli 2025 war Schluss: Christian Horner wurde mit sofortiger Wirkung von seiner Rolle als Red-Bull-Teamchef entbunden. In der achten Staffel von Drive to Survive auf Netflix äußert sich der Brite zu seinem Rauswurf und verrät, wer seiner Meinung nach verantwortlich war. (Alle Rennen der Formel 1 live auf Sky)
"Ich habe ein echtes Gefühl von Verlust und Verletzung. Es ging alles ziemlich plötzlich. Ich hatte nicht wirklich die Chance, mich richtig zu verabschieden", blickt Horner auf die Stunden vor seiner Entlassung im vergangenen Jahr zurück. "Ich hätte nie gedacht, jemals in dieser Situation zu sein."
"Natürlich ist die erste Reaktion, wenn einem so ein Mist vorgesetzt wird, so etwas wie: Scheiß auf die! Mir wurde etwas genommen, das ich mir nicht ausgesucht habe, etwas, das mir sehr wichtig war", ergänzt der Ex-Teamchef. "Ich habe immer mein Bestes gegeben."
"Ich habe alles für mein Team getan, für die Menschen, die ich vertreten habe. Aber meine Leistung in diesem Jahr war nicht so gut wie sonst." Red Bull steckte zum Zeitpunkt der Horner-Entlassung in einem sportlichen Tief; der letzte Verstappen-Sieg in Imola lag bereits mehrere Wochen zurück.
Zudem brodelte es hinter den Kulissen: In Folge der Horner-Affäre im Frühjahr 2024 hatte das Ansehen des 52-Jährigen gelitten, und es kam zum internen Zoff - sowohl mit Jos Verstappen als auch mit Helmut Marko. Die Stimmung im Team war angeknackst.
Horner-Rauswurf: Verstappen-Familie nicht verantwortlich
Doch Horner glaubt nicht, dass die Initiative für den Rauswurf von der Verstappen-Familie ausging. "[Max Verstappens] Vater war nie mein größter Fan. Er hat sich offen über mich geäußert", erinnert Horner. "Aber ich glaube nicht, dass die Verstappens in irgendeiner Weise verantwortlich waren."
"Ich denke, dies war eine Entscheidung von Oliver Mintzlaff, bei der Helmut [Marko] beratend am Rand stand", schiebt der Ex-Teamchef stattdessen eher dem 82-jährigen Österreicher den schwarzen Peter zu. "Letztendlich haben sich die Dinge im Unternehmen, innerhalb der Gruppe, verändert."
Angefangen habe alles mit dem Tod von Firmengründer Diedrich Mateschitz, was zu Machtspielchen führte - und offenbar das Ende von Horner einläutete: "Nach Dietrichs Tod wurde ich wahrscheinlich als jemand angesehen, der vielleicht zu viel Kontrolle hatte."
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