Red Bull am Straucheln: So besiegte Pierre Gasly in Suzuka Max Verstappen
Red Bull rutscht immer weiter in einen Abwärtsstrudel - In Japan musste sich Max Verstappen dem Alpine von Pierre Gasly geschlagen geben
Pierre Gasly vor Max Verstappen: Muss sich Red Bull an diese Reihung gewöhnen?
Foto: LAT Images
Red Bull muss sich in der Formel-1-Saison 2026 etwas einfallen lassen, um nicht völlig den Anschluss an die Topteams zu verlieren. Nach dem Grand Prix in Japan liegt das Team rund um Max Verstappen und Isack Hadjar nur auf Platz sechs der Gesamtwertung - punktgleich mit Alpine.
Weder Verstappen noch Hadjar konnten dem Suzuka-Rennen ihren Stempel aufdrücken. Verstappen hing das ganze Rennen über hinter Pierre Gasly fest, der vor dem Niederländer im Alpine auf Rang acht ins Ziel kam. Hadjar verpasste auf Position zwölf die Punkteränge deutlich. Doch woran hapert es bei Red Bull nach drei Rennen in der neuen Formel-1-Ära?
Auf die Frage, wie Verstappen die Aussicht auf das Alpine-Heck gefallen habe, antwortet er: "Ich habe mir das auch in China gut angesehen, da glaube ich, war ich dahinter. Ich glaube, wir waren pro Runde ein klein wenig schneller, aber ich kann einfach nicht überholen."
Verstappen frustriert, Gasly glücklich
Verstappen wird präziser: "Ich konnte überholen, aber dann hatte ich auf der nächsten Geraden keine Batterie mehr. Ich habe es einmal versucht, also habe ich ihn in der letzten Schikane überholt, aber dann hatte ich auf der nächsten Geraden keine Batterie mehr. Also dachte ich mir: 'Bis gleich.'" Danach hieß es für Verstappen, es einfach immer wieder zu versuchen, was nicht klappte.
Gasly fühlte den Druck des viermaligen Weltmeisters, hielt diesem aber mit Bravour stand. "Es war ein intensives Rennen", sagt der Alpine-Pilot. "Wir wissen alle, dass Max niemals aufgibt, und er hat 28 Runden lang eine Menge Druck aufgebaut. Er war in Kurve 11 sehr stark."
Deshalb musste Gasly tief in die Trickkiste greifen, um den Niederländer hinter sich zu halten. Das Zauberwort - oder Unwort - war wieder das Energiemanagement. "Ich musste clever mit der Batterie umgehen, als er näher kam. Wir haben das im Ganzen gut hinbekommen, aber es war sehr intensiv."
Hadjar geht leer aus
Über den Kampf selbst war Gasly sehr stolz, der nicht "jedes Wochenende die Chance bekommt, mit einem viermaligen Champion zu kämpfen". "Ich bin froh, in dieser Position zu sein", so der Franzose. "Ich habe das Rennen genossen und das hat nochmal den Druck ein wenig erhöht, gegen ihn zu kämpfen." So habe Gasly sich selbst an sein persönliches Limit gebracht. "Die Pace war gut und wir scheinen ein schnelleres Auto als die anderen Teams im Mittelfeld zu haben."
Immerhin schnappte sich Verstappen in Suzuka noch vier Punkte, sein Teamkollege Hadjar ging komplett leer aus. Dabei ging der Youngster von einem vielversprechenden Platz acht aus ins Ziel - wichtig: die Starts waren für Red Bull dieses Mal nicht das Problem, die funktionierten soweit gut.
"Das beschreibt nicht einmal ein Prozent, wie schlecht dieses Rennen war", so Hadjar über sein Abschneiden trotz der Ausgangslage. "Ich muss verstehen, was mit der Batterie los war und warum es so früh kam. Ich lag komfortabel auf Platz acht. Der Plan war es, gegen Pierre zu kämpfen, was wir auch taten. All das zerbröselte dann mit einer leeren Batterie. Da war ich einfach machtlos."
In der Fahrerwertung sieht es ebenfalls nicht rosig aus. Verstappen liegt hinter Gasly auf Platz neun mit gerade einmal zwölf Punkten auf dem Konto. Hadjar ist sogar nur Zwölfter. Das entspricht sicher nicht den eigenen Erwartungen im Team von Red Bull.
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