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Red Bull bläst zum Angriff: "Beste Verfassung" in der Hybrid-Ära

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Red Bull bläst zum Angriff: "Beste Verfassung" in der Hybrid-Ära
Autor:
Co-Autor: Ronald Vording
20.02.2020, 18:28

Red Bull spuckt nach dem zweiten Testtag große Töne: Die Fahrer reden den neuen RB16 stark, Teamchef Christian Horner sieht das Team in bester Verfassung

Wird 2020 das Jahr von Red Bull? Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sieht die Bullen im Kampf um die Weltmeisterschaft bereits als größten Konkurrenten, und den Bullen scheint mit dem RB16 ein guter Wurf gelungen zu sein, glaubt man Teamchef Christian Horner. "Ich denke, wir sind in der besten Verfassung, in der wir in der Hybrid-Ära je waren", betont er.

Bisher hat die Verfassung des Teams immerhin zu ein paar Siegen geführt, doch in der anstehenden Saison plant man den großen Angriff auf die Silberpfeile. "Es wird eine massive Herausforderung, sie zu schlagen", weiß Horner. "Wir haben das in ein paar Rennen geschafft, aber wir müssen das nun über eine ganze Saison schaffen."

Bislang hat der neue RB16 einen guten Eindruck gemacht. An beiden bisherigen Tagen fuhr das Team auf Rang vier und konnte dabei insgesamt 302 Runden abspulen. Das Feedback von Max Verstappen und Alexander Albon, der heute sein Debüt im Auto gegeben hat, war durchweg positiv. "Das Gefühl ist besser. Es fühlt sich gut an, das ist schön", sagt der Thailänder am Donnerstag.

Red Bull hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vorher identifizierten Schwächen des Vorgängermodells auszumerzen - anscheinend mit Erfolg. "Es gab einige Bereiche am RB15, die wir ausbügeln wollten - die üblichen Stabilitätsprobleme. Ich denke, das hat ganz gut funktioniert", freut sich Horner.

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Red Bull RB16

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Foto: Red Bull Content Pool

Auf den ersten Blick wirkt der Red Bull RB16 nicht sehr innovativ, doch Giorgio Piola und Matthew Somerfield beweisen in ihrer Analyse das Gegenteil!

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Foto: Red Bull Content Pool

Das wohl auffälligste Merkmal des RB16 ist seine neu gestaltete Frontpartie mit der Nasenspitze, in die gleich mehrere Öffnungen eingelassen sind. Ganz neu ist dieser Ansatz nicht: Red Bull hat bereits in den vergangenen Jahren mit einem solchen "Schnorchel" gearbeitet.

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Foto: Red Bull Content Pool

2020 ist die Nasenspitze breiter und flacher gehalten, außerdem mündet sie nicht mehr direkt in die Frontpartie dahinter, sondern spaltet sich in diverse Öffnungen auf. Red Bull will sich die Luft zunutze machen, um die aerodynamische Effizienz des Fahrzeugs zu optimieren, zum Beispiel mithilfe des sogenannten S-Schachts.

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Foto: Red Bull Content Pool

Insgesamt ist die Frontpartie des RB16 schmaler gehalten als beim Vorgängerauto. Hinzu kommt zu beiden Seiten eine Cape-Vorrichtung, wie sie vor Jahren von Mercedes eingeführt wurde. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Silberpfeil: Die anströmende Luft wird mittels der nach unten gerichteten Cape-Bauteile unter das Auto gelenkt.

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Foto: Red Bull Content Pool

Die schmalere Nase hat es den Designern zudem gestattet, neue Aufhängungspunkte für die vorgeschriebenen TV-Kameras zu finden, in einem aus aerodynamischer Sicht günstigeren Bereich der Frontpartie.

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Foto: Red Bull Content Pool

Neu sind die beiden kleinen "Hörner" zu beiden Seiten der S-Schacht-Öffnung auf der Fahrzeugoberseite. Damit will Red Bull den dort austretenden Luftstrom gezielt nach hinten leiten.

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Foto: Red Bull Content Pool

Rein konzeptionell hat sich im Bereich der Luftleitbleche und Windabweiser vor den Seitenkästen nur wenig getan. Allerdings wurden die entsprechenden Teile an die nun deutlich schmaleren und kompakteren Seitenkäste angepasst. Der dortige Lufteinlass ist jetzt kleiner und die Seitenkästen an sich sind noch stärker eingezogen.

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Foto: Red Bull Content Pool

Anhand der veränderten Motorhaube wird klar, wie viel Mühe sich Red Bull gegeben hat, den Antrieb und alle weiteren Motorenkomponenten noch platzsparender im Auto zu verstauen. Das Ergebnis ist eine überaus schlanke Taille für den RB16, mit sicherlich positiven Folgen für die aerodynamische Gesamtleistung des Fahrzeugs.

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Foto: Red Bull Content Pool

Am hinteren Ende des Cockpits finden sich zwei kleine Finnen, wie sie einst Marussia in die Formel 1 eingeführt hat. Am RB16 helfen diese senkrecht stehenden Teile, den vom Halo kommenden Luftstrom gezielt hin zum Heck zu leiten. Ergänzt wird dieses Ensemble durch ein kleines Winglet direkt unterhalb der Airbox.

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Foto: Giorgio Piola

Besonders spannend wird es dann an der Hinterachse, wie diese Grafik von Giorgio Piola verdeutlicht. Red Bull hat den unteren Querlenker (1) angehoben, um mehr Platz für den Luftstrom hin zum Diffusor zu haben. Außerdem werden so die Winglets unterhalb der Bremshalterung besser angeströmt.

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Foto: Giorgio Piola

Besonders spannend wird es dann an der Hinterachse, wie diese Grafik von Giorgio Piola verdeutlicht. Red Bull hat den unteren Querlenker (1) angehoben, um mehr Platz für den Luftstrom hin zum Diffusor zu haben. Außerdem werden so die Winglets unterhalb der Bremshalterung besser angeströmt.

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Foto: Red Bull Content Pool

Im Heckbereich hat Red Bull die Kühlöffnung deutlich weiter nach unten ausgerichtet als bei seinen bisherigen Fahrzeugen, was vielleicht auch der hohen Aufhängung geschuldet ist - und dem Wunsch, dass hier besser mit dem Unterboden und dem Diffusor interagiert werden soll.

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Foto: Red Bull Content Pool

Keine Änderungen gibt es an der Auspuffkonfiguration mit einer großen Röhre und zwei kleinen Röhren, die direkt darüber angebracht sind und leicht nach oben in Richtung Heckflügel zielen.

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Foto: Red Bull Content Pool

Interessant: Red Bull setzt 2020 auf eine doppelte Heckflügelhalterung, nicht mehr auf eine einfache Haltestrebe. Das könnte Auswirkungen auf das geplante Design der Flügelprofile haben.

Wie üblich dient die erste Testwoche aber vor allem zu Grundchecks, und die laufen zur vollen Zufriedenheit des Teams. Gestern konnte Verstappen bereits 168 Runden drehen, weswegen Horner von einem "sehr starken Start" spricht. "Wir sind mit mehr Kilometern auf dem Prüfstand als je zuvor zu den Tests gekommen. Wir sind noch nie zuvor 170 Runden direkt von Beginn an gefahren. Und das Feedback der Fahrer bislang ist ermutigend."

Zudem seien die Korrelationsdaten zwischen Strecke und Prüfstand auf den Punkt - auch das war in der jüngeren Vergangenheit nicht immer der Fall. 2020 verhält sich das Auto jedoch wie erwartet. "Es erfüllt alle Zielvorgaben", lobt Horner. "Natürlich ist es unmöglich, vorherzusagen, was die anderen machen. Aber wenn wir uns auf uns fokussieren, dann sind wir glücklich mit dem, was wir bisher erreicht haben."

 

Gleiches gilt auch für Motorenpartner Honda. War 2019 eine Eingewöhnungssaison, so habe sich die Beziehung in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt. Die Japaner hätten an allen wichtigen Punkten wie Power und Zuverlässigkeit "extrem hart gearbeitet" und scheinen Red Bull für den Angriff zu rüsten. "Ich denke, das ganze Paket ist besser integriert. Das ganze Team hat beim Auto eine großartige Arbeit geleistet", lobt Horner.

Ein kleines Problem gab es am Donnerstag aber dann doch: "Einer der Honda-Jungs hat kurz vor dem Mittag etwas in den Daten entdeckt", verrät Chef-Renningenieur Guillaume Rocquelin. "Daher haben wir als Vorsichtsmaßnahme entschieden, den Motor zu tauschen." Doch weil Honda beim Check kein Problem entdeckt hat, wird der Original-Motor am Freitag wieder im Auto sein.

Trotzdem ist Albon nach der ersten Probe begeistert: "Das Auto fühlt sich stark an", sagt er. Die Wahrheit zeigt sich aber wie immer erst während der Saison.

Mit Bildmaterial von LAT.

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