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Red Bull: Finales Upgrade bringt ersten Sieg von Max Verstappen

Max Verstappen feiert in Malaysia den ersten Red Bull Saisonsieg 2026 - Teamchef Laurent Mekies bremst vor den kommenden Rennen dennoch die Euphorie

Erster Sieg 2026: Ist Red Bull jetzt wieder Dauersieger?

Max Verstappen zurück in der Erfolgsspur: Was das eine Eintagsfliege?

Foto: Sutton Images

Ein finales 2026er-Upgrade in Baku hat Max Verstappen und Red Bull den ersten Formel-1-Saisonsieg in Malaysia beschert. Kann die Truppe nun eine Siegesserie starten? Teamchef Laurent Mekies bezeichnet den ersten Saisonsieg 2026 als Höhepunkt des kontinuierlichen Formanstiegs im Laufe der aktuellen Saison, mahnt jedoch: Es sei noch zu früh, um zu sagen, ob Red Bull von nun an auf jeder Strecke ganz vorne mitmischen kann.

Nachdem man zu Saisonbeginn noch über eine Sekunde Rückstand auf die Spitze hatte, knabberte Red Bull den Rückstand durch eine unerbittliche Abfolge von Upgrades sukzessive ab. Das letzte Paket für die laufende Saison 2026, das in Aserbaidschan debütierte, eröffnete Verstappen die Siegchance auf einem für Red Bull traditionell kniffligen Kurs - am Ende strandete er jedoch denkbar knapp hinter Sieger George Russell.

Auf dem völlig anders gearteten Sepang International Circuit in Malaysia, der in diesem Jahr ausnahmsweise als Ersatz für den Bahrain-Grand-Prix einsprang, fuhr Verstappen allerdings in einer eigenen Liga: Er sicherte sich eine dominante Poleposition, die er im wetterbedingt verzögerten Mischwetterrennen von Kuala Lumpur souverän in einen ungefährdeten Sieg verwandelte.

Überraschung in Malaysia

"Wir waren von der Hackordnung in Malaysia überrascht", gab Teamchef Laurent Mekies am Montag zu Protokoll. "Einerseits bestätigt das den positiven Trend nach Monza, Madrid und Baku. Wir konnten bei jedem Rennen ein Stückchen Performance nachlegen, was großartig ist."

"Andererseits: Gab es noch weitere Faktoren, die das Bild in Malaysia beeinflusst haben? Möglicherweise. Angesichts der extremen Hitze, der rauen Streckenoberfläche und des Layouts bin ich mir sicher, dass die meisten Autos außerhalb ihres optimalen Betriebsfensters lagen. Hat das das Kräfteverhältnis verschoben? Gut möglich."

"Ändert das etwas an unserer Herangehensweise an die nächsten Grands Prix? Eigentlich nicht. Wir werden versuchen, uns bestmöglich anzupassen, und dann sehen wir weiter. Wir hoffen weiterhin, dass uns Singapur in Bezug auf die Performance in langsamen Kurven entgegenkommen sollte. Was die Konkurrenz machen wird, ist extrem schwer vorherzusehen."

Erster Sieg für Red-Bull-Motor

Verstappens 72. Grand-Prix-Sieg hatte zudem eine besondere Tragweite: Es war der allererste Triumph für Red Bull als eigenständiger Motorenhersteller. Gleichzeitig untermauerte der Erfolg, dass das Team den enttäuschenden Start in die neue Reglement-Ära abgeschüttelt hat und mittlerweile auf den unterschiedlichsten Streckencharakteristiken ein Wörtchen um die Spitzenplätze mitreden kann.

Nachdem das Häkchen hinter dem ersten Grand-Prix-Sieg 2026 gesetzt ist, zeigt sich Mekies hinsichtlich der Chancen der Mannschaft aus Milton Keynes zwar optimistisch, die Form auch andernorts abzurufen - er warnt jedoch zugleich davor, dass es bislang keinem Team gelungen sei, Mercedes Woche für Woche dauerhaft Paroli zu bieten.

Red Bull ist neben Mercedes, Ferrari und McLaren das vierte Team, das im Jahr 2026 ein Rennen gewinnen konnte. Doch die beiden letztgenannten Rennställe erlebten je nach Kurslayout und Bedingungen erhebliche Leistungsschwankungen.

Red Bull jetzt wieder regelmäßig vorne?

"Unseren ersten Sieg einzufahren, stand ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich glaube, das haben wir oft genug betont. Es fühlte sich zwischenzeitlich meilenweit entfernt an, aber das hatte absolute Priorität. An zweiter Stelle, wenn man das so nennen darf, stand für uns, die kommenden Rennen zu nutzen, um möglichst viele Erkenntnisse zu sammeln. Wir werden also weiterhin experimentieren und Risiken eingehen, um den Lerneffekt zu maximieren. Was bedeutet das nun für das Kräfteverhältnis bei den nächsten Rennen?"

"Ich denke, wir werden in den kommenden Grands Prix um Podestplätze kämpfen, denn im Grunde tun wir das jetzt schon seit einigen Rennen - seit sechs, sieben, acht Grands Prix", erklärt Mekies. "Ich gehe also davon aus, dass wir in diesem Kampf dabei sein werden."

"Werden wir auch um Siege mitkämpfen? Ich denke, Mercedes war eigentlich immer siegfähig. Wir haben gesehen, wie schwer es für ausnahmslos jeden ist, bei allen Rennen dauerhaft auf Augenhöhe mit Mercedes zu sein."

"Wir haben eine starke Phase von McLaren erlebt, wir haben eine starke Phase von Ferrari gesehen. Wir konzentrieren uns daher auf uns selbst und versuchen, noch etwas mehr aus dem Auto herauszukitzeln. Ob das reicht, um auf jeder Strecke der verbleibenden Rennen ganz vorne zu sein? Das kann ich schlichtweg noch nicht sagen."

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