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Red-Bull-Honda auf dem Vormarsch: Fortschritte bei Chassis und Motor

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Red-Bull-Honda auf dem Vormarsch: Fortschritte bei Chassis und Motor
Autor:
Co-Autor: Edd Straw

Obwohl das Rennen nicht optimal gelaufen ist, wertet Red Bull den Grand Prix in Silverstone als großen Erfolg - Hat man die Lücke zur Spitze nachhaltig geschlossen?

Die beiden vergangenen Formel-1-Rennen waren für Red-Bull-Honda jeweils eine positive Überraschung. In Spielberg konnte Max Verstappen der ersten Sieg der neuen Ära feiern, in Silverstone wäre der Niederländer wohl mindestens Dritter geworden, wenn er nicht von Sebastian Vettel abgeräumt worden wäre. Die Frage lautet nun: Waren das lediglich zwei Ausreißer oder hat man die Lücke zur Spitze wirklich fast geschlossen?

"In den vergangenen Rennen haben wir angefangen, etwas Performance ans Auto zu bringen. Das hat gut funktioniert", zeigt sich Teamchef Christian Horner zufrieden. Ohne Frage profitierte man beim Heimrennen in Spielberg zwar noch von den Problemen, die Mercedes angesichts der hohen Temperaturen mit der Kühlung hatte. Für Silverstone gilt das allerdings nicht.

Dass Verstappen dort im Qualifying - trotz eines kleinen Turboloch-Problems - lediglich 0,183 Sekunden auf die Pole-Zeit von Valtteri Bottas fehlten, wertet man als extrem positives Zeichen. Denn die Traditionsstrecke in Großbritannien gilt mittlerweile als Powerstrecke - eigentlich nicht die Stärke von Red Bull. Vor allem mit dem Renault-Motor hatte man dort in den vergangenen Jahren stets große Problem.

Zum Vergleich: 2018 fehlten Verstappen noch mehr als sieben Zehntel auf die Pole-Zeit, 2017 waren es sogar noch mehr als 1,5 Sekunden. So nah wir 2019 war man seit der alten V8-Ära in Silverstone nicht mehr an der Spitze dran. Man habe einen "guten Kompromiss" zwischen der Geschwindigkeit in den Kurven und auf Geraden gefunden, berichtet Verstappen zufrieden.

Silverstone: Echte Rennpace nie gesehen

"Wir fahren dieses Jahr ein bisschen weniger Flügel", verrät er und erklärt: "Wir sind auf den Geraden also nicht so weit weg. Und irgendwie funktioniert unser Auto in den High-Speed-Kurven trotzdem sehr gut. Selbst wenn wir im vergangenen Jahr mit weniger Flügel gefahren sind, hat uns das auf den Geraden nicht diese zusätzliche Performance gebracht."

Unklar ist lediglich, wie das Rennen für Verstappen gelaufen wäre, wenn er gleich beim Start an Charles Leclerc vorbeigegangen wäre. "Max hat den Großteil des Rennens damit verbracht, in den Auspuff eines Ferraris zu schauen", erinnert Horner und erklärt daher: "Im Rennen haben wir nicht seine wahre Pace gesehen, weil er 99 Prozent der Zeit hinter einem Ferrari feststeckte."

"Ich denke nicht, dass wir die Pace von Lewis [Hamilton] gehabt hätten", grübelt er. "Aber wir wären nicht weit weg gewesen. Wir kommen immer näher heran", ist er sich sicher und erinnert: "Wir haben es in Österreich und [in Silverstone] gesehen. [...] Honda findet Performance, und die Jungs sind voll motiviert. Auch beim Chassis finden wir Performance."

Nächstes Honda-Update: Bis zu 25 PS mehr?

Für ihn ist es "ermutigend", dass man in Silverstone so schnell war. Das spricht dafür, dass der RB15 aktuell keine großen Schwächen hat. Honda-Technikchef Toyoharu Tanabe gesteht jedoch, dass man selbst noch nicht genau wisse, warum man so stark gewesen sei. "Es sieht so aus, als wäre die Lücke im Vergleich zu den vorherigen Rennen kleiner geworden - nicht nur im Rennen, auch im Qualifying", grübelt Tanabe.

"Wir müssen verstehen, in welcher Kurve oder auf welcher Geraden [...] unser Speed besser war", erklärt er und kündigt eine Analyse an. "Wir haben noch keine Antworten", zuckt er die Schultern. Denn ein Upgrade gab es für den Motor nicht. Die nächste Ausbaustufe soll erst nach der Sommerpause gezündet werden. Denn Verstappen und Pierre Gasly drohen bereits Gridstrafen.

Beide haben bereits den dritten Motor im Auto, beim nächsten Wechsel gibt es also unweigerlich Strafen. Christian Horner hat bereits angedeutet, dass man diese in Monza nehmen könnte. Das wäre das zweite Rennen nach der Sommerpause. Währenddessen berichtet 'auto motor und sport', dass das nächste Update der Honda-Power-Unit bis zu 25 PS mehr liefern könnte.

Ungarn: Noch ein Sieg vor der Sommerpause?

Damit würde man die Lücke nach vorne noch weiter schließen. "Die zweite Hälfte des Jahres könnte für uns ziemlich aufregend werden", gibt sich Horner angriffslustig. Zwar dürfte es schwer werden, in der WM noch ganz vorne anzugreifen. Da fehlen Verstappen bereits 87 Zähler auf Spitzenreiter Hamilton. Weitere Siege scheinen aber durchaus möglich zu sein, wenn die Entwicklung so weitergeht.

Vielleicht sogar noch vor der Sommerpause? "Ungarn war immer eine gute Strecke für uns", erinnert Horner. Hockenheim sei zwar "vermutlich eher Mercedes-Land", doch nach der guten Vorstellung in Silverstone reist man zumindest nicht komplett hoffnungslos nach Deutschland. "Aber Ungarn ist für uns sicher die beste Chance vor der Sommerpause", hält der Teamchef fest.

In Hockenheim wird es nun zunächst darum gehen, die guten Eindrücke der vergangenen beiden Wochenenden zu bestätigen. Gelingt das, und möglicherweise ein weiterer Erfolg in Ungarn, dürfte das die Motivation der Bullen für die zweite Saisonhälfte noch einmal steigern. Zumal die Chancen aktuell nicht so schlecht stehen, zumindest Ferrari den zweiten Rang hinter Mercedes abzulaufen.

Und wenn alles optimal läuft, wird man wohl darauf hoffen, spätestens gegen Saisonende auch die Silberpfeile dauerhaft angreifen zu können.

Weiterer Co-Autor: Jonathan Noble, Scott Mitchell. Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Aston Martin Red Bull Racing
Urheber Ruben Zimmermann