Red Bull: "Kostenloser" Zeitgewinn durch bessere Integration des Honda-Motors

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Red Bull: "Kostenloser" Zeitgewinn durch bessere Integration des Honda-Motors
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
09.04.2019, 14:35

Red Bulls Leitender Ingenieur Rob Marshall erklärt, dass man in der Premierensaison 2018 noch nicht das Optimum aus dem neuen Red-Bull-Honda-Paket herausholt

Der Saisonstart 2019 lief für Red Bull und Honda recht ordentlich. Gleich im ersten gemeinsamen Rennen in Melbourne fuhr Max Verstappen im RB15 mit Honda-Power aufs Podium. Natürlich hat man sowohl in Milton Keynes als auch in Sakura noch höhere Ziele. Doch bei Red Bull ist man davon überzeugt, dass man bei der Entwicklung auf dem richtigen Weg ist - und aktuell sogar noch ein bisschen Zeit verschenkt.

Red Bulls Leitender Ingenieur Rob Marshall hat in einem Q&A von Red-Bull-Partner ExxonMobil verraten, dass der Honda-Motor in diesem Jahr noch nicht optimal ins Red-Bull-Chassis integriert ist. Marshall erklärt: "Das sind nicht unbedingt große Sachen, aber es gibt vielleicht vier oder fünf Bereiche, von denen wir denken, dass es besser wäre, wenn wir die [in Zukunft] ändern können."

"Wenn man diese fünf Sachen addiert, oder auch nur drei dieser fünf, dann wird daraus ein spürbarer Gewinn", ist er sich sicher. Er erklärt, dass das für Red Bull quasi ein "kostenloser" Zeitgewinn sei, weil Honda dabei gar keine zusätzliche Performance am Motor finden müsse. "Es geht nur darum, andere Teile herzustellen und ein paar Dinge zu verschieben", erklärt Marshall.

Dass die Integration 2019 noch nicht perfekt ist, ist nicht ungewöhnlich. Schließlich ist es die erste Saison, die Red Bull und Honda gemeinsam bestreiten. Da ist es ganz normal, dass es in einigen Bereichen noch Luft nach oben gibt. Mit der Zusammenarbeit mit den Japanern ist Marshall bereits jetzt sehr zufrieden. "Honda ist sehr professionell. Sie sind sehr gut vorbereitet und pushen wirklich hart", erklärt er.

"Sie sind sehr offen für unsere Vorschläge, und umgekehrt haben wir Verständnis, wenn sie sagen, dass etwas ein ein bisschen schwierig ist, oder dass sie etwas nicht tun wollen, weil damit ein Risiko bei der Zuverlässigkeit verbunden ist", berichtet Marshall. Red Bull geht in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2006 nicht mit Renault-Motoren an den Start. Juniorteam Toro Rosso rüstet Honda bereits seit 2018 aus.

Mit Bildmaterial von LAT.

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