Red-Bull-Krise: Eine Beförderung und ein Neuzugang von Racing Bulls
Bei Red Bull gibt es eine kleinere Umstrukturierung im technischen Bereich - Ben Waterhouse wird befördert, während Andrea Landi neu zum Rennstall stößt
Ben Waterhouse (links) bekommt bei Red Bull mehr Verantwortung
Foto: Getty Getty
Nachdem bei Red Bull in den vergangenen Monaten und Jahren überwiegend über Ab- statt über Zugänge berichtet wurde, hat sich der Rennstall aus Milton Keynes nun noch einmal verstärkt. Ab dem 1. Juli stößt Andrea Landi als "Head of Performance" zu Red Bull.
Der Italiener kommt vom Schwesterteam Racing Bulls, wo er zuletzt als stellvertretender Technikchef gearbeitet hat. Zuvor war er bei Ferrari stellvertretender Chef der Fahrzeug-Performance. "Seine Fachkompetenz wird die Leistungsfähigkeit des Teams weiter stärken", betont Red Bull in einer Pressemitteilung.
Landi wird an Ben Waterhouse berichten, der gleichzeitig eine Beförderung bei den Bullen erhält. Vom Team heißt es: "Mit sofortiger Wirkung übernimmt Ben Waterhouse eine erweiterte Führungsrolle als 'Chief Performance and Design Engineer' und trägt die Verantwortung für die Bereiche Design und Fahrzeug-Performance."
"Diese Entwicklung stärkt die Integration zwischen diesen Bereichen und wird die Entwicklung wettbewerbsfähiger, leistungsstarker Lösungen beschleunigen", betont Red Bull. Waterhouse wechselte 2017 von Toro Rosso zu Red Bull und berichtet direkt an Technikchef Pierre Wache.
"Diese Veränderungen unterstützen die langfristigen technischen Ziele des Teams und spiegeln dessen anhaltenden Fokus auf die Förderung interner Talente wider, während gleichzeitig führende Fachkräfte aus dem gesamten Sportbereich gewonnen werden", heißt es vom Team.
Red Bull erlebte in diesem Jahr einen Fehlstart in die neue Regelära der Formel 1 und steht nach den ersten drei Rennwochenenden lediglich auf dem sechsten WM-Rang. Einen Podestplatz holten Max Verstappen und sein neuer Teamkollege Isack Hadjar in dieser Saison noch nicht.
Erst jüngst war bekannt geworden, dass Max Verstappens langjähriger Renningenieur Gianpiero Lambiase Red Bull spätestens Ende 2027 in Richtung McLaren verlassen wird. Zuvor hatte das Team bereits Leute wie Adrian Newey, Jonathan Wheatley, Christian Horner oder Helmut Marko verloren.
Veränderungen auch bei den Racing Bulls
Landis Abschied von den Racing Bulls ist derweil Teil eines größeren technischen Umbruchs dort. Wie Motorsport-Total.com erfahren hat, verlässt auch Guillaume Cattelani, ein weiterer stellvertretender Technischer Direktor, den Rennstall.
Cattelani war für die Fahrzeug-Performance verantwortlich, während Landi die Designabteilung leitete. An ihre Stelle ist nun Dan Fallows als übergeordneter Technischer Direktor getreten. Er berichtet direkt an Chief Technical Officer Tim Goss.
Fallows' Wechsel von Aston Martin wurde im Januar bekannt gegeben. Der frühere Red-Bull-Technikdirektor hat inzwischen seine Gardening-Leave-Phase abgeschlossen und in dieser Woche seine Arbeit bei seinem neuen Arbeitgeber aufgenommen.
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