Red Bull mit erster Bestzeit: "Vielversprechend!"

Die Freitagsbestzeit von Max Verstappen macht Red Bull Hoffnung auf eine gute Saison: Helmut Marko sieht jedenfalls keinen Grund zum Meckern

Red Bull mit erster Bestzeit: "Vielversprechend!"

Red Bull hat sich am ersten Tag der neuen Formel-1-Saison 2021 in eine gute Ausgangsstellung gebracht. Der Rennstall konnte sich in beiden Trainingssessions am Freitag in Bahrain die Bestzeit holen, auch wenn die Konkurrenz dicht an Max Verstappen dran war. 1:30.847 Minuten fuhr der Niederländer am Abend und war damit 0,095 Sekunden schneller als Lando Norris im McLaren.

"Generell sind wir zufrieden", sagt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'Servus TV' und ist vor allem froh, dass der RB16B das macht, was Fahrer und Team erwarten. Diesen Eindruck bestätigt auch der Trainingsschnellste: "Es war ganz okay", sagt Verstappen. "Ich habe mich gut gefühlt."

"Natürlich gibt es noch ein paar Dinge, die wir uns anschauen, aber generell bin ich zufrieden", so der Niederländer. "Morgen ist ein neuer Tag, es soll noch windiger werden. Das ist mit diesen Autos knifflig. Aber es ist schon mal ein guter Start in das Wochenende."

Die Feinabstimmung steht bei Red Bull für den heutigen Abend noch auf dem Zettel, denn das war für den Rennstall noch etwas schwierig, weil die Bedingungen anders waren als noch bei den Testfahrten vor zwei Wochen. "Aber bis jetzt ist uns das alles ganz gut gelungen", betont Marko. "Und die Longruns waren auch vielversprechend - soweit ich das gesehen habe, waren wir da auch Schnellster."

Hauptkonkurrent Mercedes war aber durchaus auf Augenhöhe und auch in der Zusammenrechnung aller schnellster Sektoren vor Red Bull. Daher rechnet Verstappen natürlich wieder mit dem Weltmeister-Team, auch wenn in der Endabrechnung McLaren den zweiten Platz belegt hatte. "Ich erwarte trotzdem, dass Mercedes das stärkste Auto mit Mercedes-Motor sein wird", sagt er.

Perez braucht noch Zeit

Hilfe hatte sich der Niederländer im Kampf gegen Mercedes vor allem von seinem Teamkollegen erhofft, doch der war am Freitag (ANZEIGE: Hol dir die komplette Formel 1 und den besten Live-Sport mit Sky Q oder streame flexibel mit Sky Ticket. Ganz ohne Receiver.) nur auf dem zehnten Platz zu finden. Sergio Perez fehlten sechseinhalb Zehntelsekunden auf Verstappen - zu viel für die Ansprüche von Red Bull. Noch genießt der Mexikaner aber etwas Welpenschutz bei seinem ersten Auftritt für das Team.

Er selbst ist aber zufrieden mit dem ersten Auftritt: "Ich füge mich gut ein und mache Schritte nach vorn", betont er. "Auf den Shortruns habe ich noch etwas Arbeit vor mir, weil das Auto und ich noch nicht eins sind und ich immer noch nachdenken muss, was ich tue. Aber auf den Longruns fühle ich mich wohler. Ich glaube, die Pace ist da, das ist positiv."

 

Sein Ex-Kollege Nico Hülkenberg bittet um Nachsicht: "Wenn du in ein neues Team kommst und ein neues Auto hast, da gibt es in einem Longrun so viele Verhaltensmuster, wie sich das Auto verändert, wie ist die Charakteristik. Da hat man als neuer Fahrer in einem neuen Team definitiv erst einmal viel zu lernen", sagt er bei 'Servus TV'. "Das ist ein Prozess, der dauert."

"Bis Checo auf das Niveau von Max kommt, wird das dauern, denn Max kennt den Red Bull in und auswendig nach all den Jahren", so der Deutsche. "Dasselbe für Carlos [Sainz] bei Ferrari, für Daniel [Ricciardo] bei McLaren. Das ist am Anfang des Jahres immer eine wirklich große Lernkurve für einen Fahrer in einem neuen Team."

 

Doch generell ist man bei Red Bull mit der eigenen Leistung zufrieden. Das Auto scheint durchaus die Anzeichen zu besitzen, dass man in der WM ein Wort mitreden kann. "Wir brauchen ein absolut wettbewerbsfähiges Chassis. Das scheint gelungen zu sein", sagt Marko. "Das Auto ist sehr ruhig, ist nicht mehr so windempfindlich."

Zudem lobt der Österreicher auch Motorenpartner Honda, die nicht nur in Sachen Leistung zugelegt haben, sondern auch selbst zu den aerodynamischen Verbesserungen beigetragen haben, weil der Motor hinten hinaus ziemlich schlank ist. "Dadurch ist es uns gelungen, im Heck eine wirklich optimale aerodynamische Lösung zu finden", so der Berater.

Was die Erkenntnisse wert sind, dürfte sich aber erst am Samstag zeigen. In die Favoritenrolle drängen lassen, will sich zumindest Teamchef Christian Horner nicht: "Es wäre töricht, wenn man nur aufgrund eines Tages bewertet wird", winkt er ab und verweist auf die Vorerfolge von Mercedes.

"Vermutlich werden 60 Prozent des Autos übernommen. Und eine Schwalbe macht ja noch keinen Sommer", legt er nach. "Egal, welche Schwierigkeiten sie bei den Testfahrten hatten: Sie haben eine enorme Stärke, und es wäre sehr töricht, sie zu unterschätzen oder zu denken, dass irgendjemand anderes als Lewis und Mercedes die klaren Favoriten sind."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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