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Red Bull: Noch nicht auf dem gleichen Level wie McLaren und Co.

Bei Red Bull zieht man nach Miami ein positives Fazit, stellt jedoch auch klar, die Lücke zu McLaren und vor allem Mercedes noch nicht ganz geschlossen zu haben

Red Bull: Noch nicht auf dem gleichen Level wie McLaren und Co.

Red Bull liegt laut Max Verstappen und Co. noch hinter Mercedes und McLaren

Foto: LAT Images

Mit Platz fünf holte Max Verstappen in Miami das bislang beste Ergebnis für Red Bull in der Formel-1-Saison 2026. Und hätte sich der Niederländer nicht direkt zu Beginn des Rennens einmal gedreht, wäre vielleicht sogar ein noch besseres Resultat möglich gewesen.

Laurent Mekies sieht nach dem Miami-Wochenende daher auf jeden Fall einen Fortschritt bei den Bullen. "In Japan lagen wir 1,2 Sekunden hinter der Poleposition, in China 1,0 Sekunden", erinnert der Teamchef.

"Dass wir dieses Wochenende am Freitag [im Sprint-Qualifying] nur sechs Zehntelsekunden hinter der Poleposition lagen und am Samstag weniger als zwei Zehntelsekunden, ist ein deutlicher Beweis dafür, wie groß unsere Fortschritte sind", betont Mekies.

Tatsächlich holte Verstappen am Samstag mit P2 in Miami auch das bislang beste Red-Bull-Ergebnis in einem Qualifying 2026. Lediglich 0,166 Sekunden fehlten auf die Polezeit von WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli im Mercedes.

Zwar gesteht Mekies, dass noch nicht ganz klar sei, ob dieser Rückstand auf die Spitze realistisch sei oder doch eher die 0,592 Sekunden, die Verstappen noch am Freitag auf die Bestzeit gefehlt hatten. So oder so sei es in Miami aber "viel besser" als jemals zuvor in dieser Saison gewesen.

Mekies: Podium wäre vielleicht möglich gewesen

Für den Teamchef kommt dieser Leistungssprung grundsätzlich nicht überraschend, denn er erklärt: "Wir wussten, dass wir neben dem Wettlauf bei der Entwicklung auch einige unserer Probleme lösen mussten."

So brachte Red Bull in Miami nicht nur ein Upgrade ans Auto, das zusätzliche Performance lieferte. Zudem gelang es auch, einige Probleme aus den ersten Rennen zu lösen, als sich Verstappen und Teamkollege Isack Hadjar im RB22 nicht wohl fühlten.

Laut Mekies wusste man, dass man deswegen bei den ersten Saisonrennen nicht das Maximum aus dem Paket herausgeholt habe. In Miami gelang durch das Upgrade und durch das bessere Gefühl für Verstappen also gleich ein doppelter Satz nach vorne.

Klar ist für den Teamchef allerdings auch, dass Red Bull noch nicht auf dem Niveau der absoluten Spitze angekommen ist. So habe Verstappen zwar eine "starke" Rennpace gehabt, auch ohne den Dreher wäre sie laut Mekies aber "nicht stark genug" für einen der ersten beiden Plätze gewesen.

Wird die Lücke in Kanada wieder größer?

Heißt: In das Duell um den Sieg zwischen Antonelli und Weltmeister Lando Norris im McLaren hätte man wohl auch mit einem perfekten Rennen nicht eingreifen können. Auch Verstappen selbst betont, dass man sich zwar in die richtige Richtung bewege, aber noch nicht auf dem Niveau der Konkurrenten angekommen sei.

Das Fazit von Mekies fällt nach Miami trotzdem positiv aus, denn seiner Meinung nach hätte man es ohne den Verstappen-Dreher zumindest auf das Podium schaffen können, was in dieser Saison ebenfalls bereits ein Novum für die Bullen gewesen wäre.

Gleichzeitig stellt Mekies jedoch auch klar: "Wir haben noch nicht alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten." So müsse man noch mehr aus dem Paket herausholen, zumal McLaren und Mercedes bereits angekündigt haben, schon beim kommenden Rennen in Kanada weitere neue Teile zu bringen.

Verstappen erinnert außerdem daran, dass Montreal "eine ganz andere Strecke" als Miami sei. Man müsse also erst einmal abwarten, ob man dort ähnlich konkurrenzfähig sein könne. So oder so wird man seiner Meinung nach weitere Fortschritte brauchen, um die Lücke zur Spitze in Zukunft komplett zu schließen.

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