Red Bull ohne Horner: Diese Worte von Zak Brown lassen aufhorchen
Wie McLaren-Boss Zak Brown das Aus von Christian Horner als Red-Bull-Teamchef bewertet und warum er Max Verstappen jetzt "im Auge behalten" will
Der bisherige Red-Bull-Teamchef Christian Horner im Formel-1-Fahrerlager
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
Nach der ersten Hälfte der Formel-1-Saison 2025 ist bei Red Bull eine Sache anders als in den 20 Jahren zuvor: Christian Horner ist nicht mehr länger Teamchef, wie der Rennstall des Energydrink-Herstellers nach dem Grand Prix von Großbritannien bestätigt hat.
McLaren-Boss Zak Brown fällt deshalb nicht aus allen Wolken: "Vielleicht ist das Timing eine Überraschung, aber nicht das Ergebnis", sagte Brown im Gespräch mit TSN.
Das klingt, als habe Brown einen solchen Schritt seitens Red Bull schon kommen sehen. Denn er habe von außen "eine Menge Drama" bei Red Bull wahrgenommen in den vergangenen Jahren. "Und es scheint nicht so, als würde es sich beruhigen. Vielleicht wurde es sogar schlimmer", sagt Brown.
Er spricht es nicht aus, meint aber vermutlich die internen Reibereien nach dem Tod von Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz, die Horner-Affäre vor Saisonbeginn 2024 sowie die vielen personellen Abgänge der jüngsten Monate - unter anderem Formel-1-Stardesigner Adrian Newey verließ Red Bull in Richtung Aston Martin.
Laut Brown ist es die Summe dieser Entwicklungen, die das Horner-Aus begünstigt haben könnte: "Deshalb überrascht es mich nicht, auch wenn es mitten in der Saison passiert."
Warum McLaren Red Bull nicht abschreibt
Was aber nicht bedeute, dass man Red Bull als Rennteam abschreiben dürfe, so Brown weiter. "Sie haben immer noch Max Verstappen, der an die Tür klopft, also müssen wir das im Auge behalten und uns weiter voll auf unsere eigene Meisterschaft konzentrieren."
Aber sieht Brown seinen früheren Rivalen Horner früher oder später wieder in der Formel 1 arbeiten? Er sagt: "Angesichts seines Alters und seiner Motorsport-Laufbahn würde es mich überraschen, wenn er nicht irgendwo im Rennsport wieder auftaucht."
"Aber ich kenne seine anderen Interessen nicht. Vielleicht will er ja ein Fußballteam leiten oder was auch immer. Wir werden sehen."
Der 51-jährige Horner war beim Formel-1-Einstieg von Red Bull zur Saison 2005 zum Teamchef bestellt worden und war mit 31 Jahren der jüngste Formel-1-Teamchef seiner Zeit. Unter Horners Regie entwickelte sich Red Bull vom Mitläufer zum Spitzenteam: Mit Sebastian Vettel und Verstappen gewann der Rennstall aus Milton Keynes in England jeweils viermal in Folge die Weltmeisterschaft. (Mehr dazu in unserer Fotostrecke!)
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