Red-Bull-Ring: Bald wieder Kiesbetten in Kurve 9/10?

Am Red-Bull-Ring in Spielberg könnten wohl bald auch für die letzten beiden Kurven Kiesbetten angelegt werden, der Zeitpunkt ist aber noch offen

Red-Bull-Ring: Bald wieder Kiesbetten in Kurve 9/10?

Nachdem bereits am ersten Rennwochenende der Formel 1 in Spielberg in diesem Jahr ein neues Kiesbett getestet wurde, könnten auch in den neuralgischen Kurven 9 und 10 bald sämtliche Tracklimit-Diskussionen ad acta gelegt werden. Denn für Experte Christian Danner ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch abseits der letzten beiden Kurven der Strecke Kiesbetten angelegt werden.

"Das ist immer ein ganz wichtiger Punkt. Da werden auch in Zukunft wieder Kiesbetten zurück wandern. Es werden da wieder Kiesbetten hinkommen", sagt Danner im 'AvD Motor & Sport Magazin' bei 'Sport1'.

Offen sei jedoch noch, wann dort die Kiesbetten angelegt werden. Diskussionen mit dem Motorrad-Weltverband FIM, der mit der MotoGP ebenfalls in der Steiermark gastiert, würden aber bereits laufen.

Danner: Kiesbetten reglementieren das Tracklimit

"Die FIM ist auch dafür, weil das muss auf einer Rennstrecke immer beide einschließen, also auch die Motorradveranstaltungen. Die müssen auch dafür sprechen", sagt der frühere Formel-1-Pilot, der sich als Fan der Kiesbetten outet.

"Ich finde Kiesbetten dort gut, weil sie es ganz einfach reglementieren. Wir haben am Wochenende Tausende Überschreitungen gehabt. Und wenn ein Kiesbett da ist, dann weiß jeder Fahrer, wo das Tracklimit ist", sagt Danner.

Bereits für das erste Wochenende der Doppelveranstaltung in der Steiermark war neben Kurve 6 ein neues Kiesbett angelegt worden, das bei den Fahrern unisono positive Reaktionen hervorrief. Beim zweiten Rennen kam es dort zum zweiten Aufeinandertreffen zwischen Red-Bull-Pilot Sergio Perez und Ferrari-Fahrer Charles Leclerc.

Vergehen im Rennen: Räikkönen Spitzenreiter

Die beiden letzten Kurven, 9 und 10, wurden jedoch weiterhin elektronisch überwacht, da die Auslaufzonen dort asphaltiert sind. Wenn ein Fahrer in mindestens einer dieser Kurven mit allen vier Rädern jenseits der Randsteine unterwegs war, wurde ihm die Rundenzeit gestrichen. Im Rennen folgte bei zu vielen Vergehen zudem eine Verwarnung.

Insgesamt wurden allein im Rennen für den Österreich-Grand-Prix 21 Vergehen festgestellt - sieben in Kurve 9, 14 in Kurve 10. Spitzenreiter mit vier Verstößen war Kimi Räikkönen.

Auch für Bernd Mayländer, seit vielen Jahren Fahrer des Safety-Cars, sind Kiesbetten eine gute Möglichkeit, um Diskussionen zu vermeiden. "Das ist ein Punkt, den man klar angehen muss, den man analysieren muss. Es gibt andere Rennstrecken, ich sage nur Bahrain", sagt er: "Da darf man nicht außen herum überholen. Da gibt es kein Kiesbett, da muss man sich wieder zurückfallen lassen."

So erging es in diesem Jahr dort Max Verstappen, der kurz vor Schluss außen in Kurve 4, aber neben der Strecke, an Lewis Hamilton vorbeifuhr und seinen Platz wieder abgeben musste.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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