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Mitten in den Bahrain-Tests schlägt Red Bulls Technikchef Pierre Wache Alarm: Ferrari, Mercedes und McLaren wirken aktuell stärker

Red Bull schlägt Alarm: Sind bestenfalls vierte Kraft

Red Bull wähnt sich aktuell nicht in der Favoritenrolle

Foto: LAT Images

Während die Testfahrten in Bahrain noch laufen und im Fahrerlager bereits eifrig über das Kräfteverhältnis spekuliert wird, tritt Red Bulls Technikchef Pierre Wache auf die Bremse, was die Leistung seines eigenen Rennstalls angeht. "Wir sind sicher nicht das Benchmark-Team", stellt der Franzose klar. "Nach unserer Analyse liegen Ferrari, Mercedes und McLaren vor uns."

Gleichzeitig relativiert er: Unterschiedliche Runpläne, unbekannte Spritmengen und variierende Motor-Modi erschweren eine realistische Bewertung. "Es ist schwierig zu sagen, wo die anderen wirklich stehen. Unsere Analyse könnte auch falsch sein. Wir verbringen nicht zu viel Zeit damit, sondern konzentrieren uns darauf, unser eigenes Auto zu verbessern."

Bemerkenswert ist die Aussage auch deshalb, weil Mercedes-Teamchef Toto Wolff wie auch Carlos Saint zuletzt angedeutet hatten, Red Bull sei dank eines starken Motors vorne. Wache zeichnet jedoch ein deutlich vorsichtigeres Bild.

Traktion als Schwachstelle

Zufrieden klingt der Technikchef jedenfalls nicht. "Ich bin nie zufrieden mit meiner eigenen Arbeit", sagt Wache. "Wir haben noch Verbesserungsbedarf. Dieses Reglement bringt Herausforderungen mit sich - der Grip ist relativ gering, das Abtriebsniveau ebenfalls, und die Traktion aus langsamen Kurven ist schwer zu managen."

Genau dort sieht er derzeit eine klare Schwäche: "In der Traktion bei niedriger Geschwindigkeit wirken Ferrari und Mercedes sehr stark." Auch die Geradengeschwindigkeit - vor allem bei wenig Sprit - sei bei diesen Teams "interessant".

Doch eine finale Einordnung sei aktuell kaum möglich: "Solange wir nicht unter identischen Bedingungen fahren, ist die Performance-Bewertung schwierig."

Altes Problem, neue Saison

Besonders brisant: Die angesprochenen Defizite sind nicht neu. "Traktion bei niedriger Geschwindigkeit und mittleren Kurven - das war schon vergangenes Jahr nicht unsere Stärke", räumt Wache ein. "Und dort scheinen die anderen im Moment stärker zu sein."

Die Analyse basiert auf Daten und dem Feedback von Max Verstappen sowie Isack Hadjar. "Wir sehen klare Schwächen am Auto und können sie mit dem Fahrer-Feedback verbinden - dort verlieren wir Zeit."

Ob Red Bull tatsächlich nur die vierte Kraft ist oder noch Reserven versteckt, wird sich endgültig aber erst im Qualifying in Melbourne zeigen.

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