Red-Bull-Teamchef Mekies: Yuki Tsunoda verdient Stammcockpit in der Formel 1
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies lobt Ex-Pilot Yuki Tsunoda: Der Japaner, der sein Cockpit bei den Bullen verloren hat, verdiene "eine weitere Chance" in der Formel 1
Laurent Mekies meint, dass Yuki Tsunoda ein Formel-1-Cockpit verdient
Foto: AFP
Yuki Tsunoda darf in dieser Saison nur zuschauen: Der Japaner, der im vergangenen Jahr noch an der Seite von Max Verstappen bei Red Bull gefahren ist, musste sein Cockpit in diesem Jahr an Isack Hadjar abgeben. Doch Teamchef Laurent Mekies ist überzeugt: Tsunoda verdient "eine weitere Chance" in der Königsklasse.
"Yuki macht bei uns einen großartigen Job, nicht nur als Ersatzfahrer, sondern auch als Simulatorfahrer", sagt Mekies im Formel-1-Podcast Beyond the Grid und lobt die Arbeit des Japaners: "Es ist großartig, jemanden zu haben, der so tiefgehende, aktuelle Erfahrung mit dem Auto hat und uns hinter den Kulissen helfen kann."
"Natürlich hoffen wir, dass sich für ihn bald eine Gelegenheit ergibt, denn Rennfahrer sind zum Rennen da", ergänzt der Franzose. "Und das ist es, was wir Yuki wünschen." Das sind erstaunliche Worte des Teamchefs, denn ausgerechnet Red Bull hat den Japaner für diese Saison auf das Abstellgleis geschoben.
"Wir sind uns bewusst, dass wir in der Vergangenheit beim zweiten Auto bei Red Bull Racing nicht so stark waren, wie wir es uns gewünscht hätten", erinnert Mekies an die vergangene Saison. Tsunoda sammelte in 22 Rennen gerade einmal 30 WM-Punkte und belegte damit nur den 17. Platz in der Fahrer-WM.
"Wir ziehen daraus unsere Lehren und versuchen, uns Tag für Tag zu verbessern", betont Mekies. "Es ist fair zu sagen, dass Yuki in der Vergangenheit signifikante Geschwindigkeit gezeigt hat, und wir wünschen ihm, dass ihm eine weitere Gelegenheit geboten wird."
Hadjar "gerade in einer großartigen Position"
Dass Tsunoda in Zukunft allerdings noch einmal für Red Bull fahren wird, scheint unwahrscheinlich. Denn sowohl Hadjar als auch Rookie Arvid Lindblad haben bisher eine starke Saison gezeigt. In Japan schaffte es Hadjar sogar, seinen Teamkollegen Verstappen im Qualifying zu schlagen.
"Isack befindet sich gerade in einer großartigen Position", sagte Mekies bereits vor dem Großen Preis von Japan. "Er hat, glaube ich, alles getan, um seine Integration ins Team zu maximieren. Er zog Anfang Januar nach London. Er ist jeden zweiten Tag in der Fabrik."
"Er verbringt so viel Zeit wie möglich im Simulator, um alle technischen Aspekte rund um das Auto zu verstehen, und ist so engagiert, wie man nur sein kann. Ich glaube, er ist sogar zwischen den beiden Bahrain-Tests zurückgeflogen, nur um mehr Dinge im Simulator auszuprobieren, und dann wieder nach Bahrain geflogen."
Red-Bull-Teamchef glaubt an Erfolg von Hadjar
"Respekt für sein Engagement", sagt der Red-Bull-Teamchef. "Aber die Wahrheit ist: Er muss sich nicht anstrengen, das ist genau das, was er liebt. Er hat lange von diesem Moment geträumt, und für ihn ist es sein Traum. Es ist unser Traum, Zeit und Energie im Simulator oder mit den Ingenieuren zu verbringen. Und das tut er sehr intensiv."
"Ich denke, die ersten beiden Rennen zeigen, dass sich das bereits in den Ergebnissen widerspiegelt. Er konnte von Anfang an die richtige Geschwindigkeit zeigen. Ich bin sicher, dass er sich an seine erste Qualifikation bei uns mit dem dritten Platz in Melbourne erinnern wird."
"Es ist eine lange Saison mit Höhen und Tiefen", mahnt Mekies. "Wir glauben, dass Fahrer Schritte machen, und wir erwarten Fortschritte von Isack in diesem Jahr. Wir denken, dass er alle richtigen Talente und die richtige Herangehensweise hat, um diese Schritte zu machen."
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