Red Bull trennt sich wegen rassistischer Nachrichten von F1-Mitarbeiter

Red Bull Racing hat sich von einem seiner Formel-1-Mitarbeiter getrennt, nachdem kürzlich rassistische Textnachrichten von ihm im Internet aufgetaucht waren

Red Bull trennt sich wegen rassistischer Nachrichten von F1-Mitarbeiter

Erst kürzlich positionierte sich Red Bull klar und deutlich gegen Rassismus. Nun wird bekannt, dass der Rennstall einen Mitarbeiter wegen rassistischer Äußerungen gefeuert hat. Dies bestätigte ein Red-Bull-Sprecher gegenüber 'Motorsport.com'. Zunächst hatte Sky darüber berichtet.

Die Trennung erfolgte, nachdem Anfang der Woche eine Reihe von WhatsApp-Nachrichten mit rassistischen Beleidigungen im Internet aufgetaucht waren. Bei dem Mitarbeiter handelt es sich um kein öffentlich bekanntes Mitglied des Teams an der Strecke.

"Wie wir in der vergangenen Woche öffentlich betont haben, verurteilen wir rassistische Beschimpfungen jeglicher Art und haben eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rassistischem Verhalten innerhalb unserer Organisation", so der Sprecher. "Die betreffende Person ist nicht länger ein Mitarbeiter von Red Bull Racing."

Red-Bull-Teamchef Christian Horner ergänzte: "Die Person ist nicht mehr da, das hatte nichts mit Lewis zu tun. Diese Person ist nicht mehr Teil der Red-Bull-Gruppe."

Red Bull: In diesem Thema "sind wir alle vereint"

Red Bull hatte sich kürzlich für Lewis Hamilton eingesetzt, nachdem dieser infolge seiner Kollision mit Max Verstappen beim Grand Prix von Großbritannien rassistisch beschimpft wurde. Das veranlasste Mercedes, die FIA und die Formel 1 zu einer gemeinsamen Erklärung, in der sie das Verhalten aufs Schärfste verurteilten.

Red Bull schloss sich in einer eigenen Erklärung am Montag nach dem Rennen in Silverstone an: "Auch wenn wir auf der Rennstrecke erbitterte Rivalen sind, sind wir alle vereint gegen Rassismus. Wir verurteilen rassistische Beleidigungen jeglicher Art gegenüber unserem Team, unseren Konkurrenten und unseren Fans."

"Als Team sind wir angewidert und traurig über die rassistischen Beschimpfungen, die Lewis gestern nach der Kollision mit Max in den sozialen Medien ertragen musste. Dafür gibt es niemals eine Entschuldigung, dafür ist in unserem Sport kein Platz und die Verantwortlichen sollten zur Rechenschaft gezogen werden."

Horner: Null Toleranz gegenüber Rassismus

Red-Bull-Teamchef Horner betonte: "Auch wenn die Rivalität auf der Strecke um die Meisterschaft sehr intensiv ist, sollten hoch kochende Emotionen niemals die Grenze zu rassistischen Beleidigungen überschreiten."

"Wir haben eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rassistischem Verhalten innerhalb des Teams. Ich persönlich bin der Meinung, dass diejenigen, die für diese Art von Missbrauch ausüben, zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Wir werden die FIA und die Formel 1 weiterhin unterstützen, um dies aus unserem Sport zu verbannen."

Hamilton selbst zeigte sich am Donnerstag in Ungarn "erstaunt" über die große Unterstützung durch die Formel-1-Gemeinschaft. Es sei "das erste Mal", dass er im Zuge rassistischer Angriffe "nicht alleine dastand", bekundete der Weltmeister.

Mit Bildmaterial von LAT.

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