Red Bull und Honda präzisieren künftige Zusammenarbeit in der Formel 1

Trotz des Ausstiegs zum Ende der Saison, wird sich Honda nicht von jetzt auf gleich zurückziehen: 2022 dient als Übergangsjahr, Verbindung zu Red Bull bleibt eng

Red Bull und Honda präzisieren künftige Zusammenarbeit in der Formel 1

Am Donnerstag haben Red Bull und Honda Details darüber bekannt gegeben, wie ihre Zusammenarbeit aussehen wird, nachdem der japanische Hersteller sein offizielles Werksengagement in der Formel 1 am Ende dieser Saison beendet hat.

Wie erwartet wird Honda die beiden Red-Bull-Teams in der Formel 1 2022 weiterhin eng unterstützen, während ab der Saison 2023 die neue Abteilung Red Bull Powertrains die volle Kontrolle über die Lieferung der Antriebseinheiten übernehmen wird.

Einige Mitarbeiter von Honda Racing Development UK werden zu Red Bull Powertrains wechseln, um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten. Die beiden Unternehmen werden auch bei Projekten außerhalb der Formel 1 zusammenarbeiten.

Red Bull Powertrains operiert ab 2023 autark

"In der Formel 1 wird Red Bull Powertrains ab 2022 das Recht haben, das geistige Eigentum von Honda in Bezug auf die Power-Unit zu nutzen", heißt es in einem Statement. Honda werde Red Bull "durch die Montage von Antriebseinheiten und die Bereitstellung von technischer Hilfe an der Rennstrecke" weiter unterstützen.

Ab 2023 wird Red Bull Powertrains die Verantwortung für die gesamte Herstellung und Wartung der Motoren von Red Bull Racing und der Scuderia AlphaTauri übernehmen.

Red Bull bestätigte auch, dass sein Juniorteam und das "Honda Formula Dream Project" weiterhin zusammenarbeiten werden, um junge japanische Fahrer zu finden, die in die Fußstapfen von Formel-1-Rookie und AlphaTauri-Pilot Yuki Tsunoda treten.

Übergang zum Status eines Motorenherstellers

Die beiden Unternehmen planen außerdem, ihre Zusammenarbeit "in verschiedenen Formen des Motorsports und in anderen Sportarten" auszubauen, um die Reichweite beider Marken zu vergrößern und die eigenen Nachhaltigkeitsziele voranzutreiben.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner machte deutlich, dass die weitere Unterstützung im Jahr 2022 äußerst wertvoll sein wird: "Die Zusammenarbeit von Red Bull mit Honda war enorm erfolgreich, und obwohl sich unsere Beziehung in der Formel 1 verändert, möchte keiner von uns, dass dies das Ende der Geschichte ist."

 

"Wir freuen uns sehr, dass unser ehrgeiziges und spannendes Projekt Red Bull Powertrains im Jahr 2022 von Honda technisch und operativ stark unterstützt wird, was dazu beitragen wird, dass der Red Bulls Übergang zum Status eines Chassis- und Power-Unit-Herstellers nahtlos verläuft", ist Horner optimistisch.

Honda sieht sein Erbe bei Red Bull weiterleben

Koji Watanabe, Hondas Kommunikationschef, ergänzt: "Ich bin froh, dass wir mit der Red Bull Group eine Vereinbarung getroffen haben, die alle Details der Rechte am geistigen Eigentum für die Power-Unit abdeckt, und dass Honda auf diese Weise weiterhin einen Beitrag zur Welt des Motorsports leisten kann."

Angesprochen auf die nächste Motorengeneration in der Formel 1 wiegelt Watanabe ab. "Für die Power-Units der nächsten Generation gibt es keine besondere Kooperationsmöglichkeit. Das obliegt den Ingenieuren von Red Bull Powertrains."

"2022 ist lediglich als eine Art Überbrückung gedacht, damit sie ihre Motorenabteilung reibungslos starten können", erklärt der Japaner. Darüber hinaus habe Honda keine Absicht, in die Entwicklung involviert zu bleiben, und es gebe auch keine Anfrage.

Mit Bildmaterial von Getty Images / Red Bull Content Pool.

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