Formel 1 Monza

Red Bull unter ferner Liefen: "Klare" Probleme in Monza

Technikchef Pierre Wache gibt zu, dass Red Bull mit ähnlichen Balance-Problemen wie in Zandvoort zu kämpfen hat - Arbeit am Energiemanagement nötig

Ronald Vording

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Veröffentlicht: 05.09.2026, 05:51

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Red Bull unter ferner Liefen: "Klare" Probleme in Monza

Für Red Bull könnte das Wochenende in Monza schwierig werden

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Der Freitag vor dem Großen Preis von Italien (hier live im Ticker verfolgen) verlief für Red Bull alles andere als problemlos. Im Vorfeld hatte man gehofft, dass das Streckenlayout in Monza dem Team besser liegen würde als Zandvoort, doch nach dem Freitagstraining lagen beide Red Bulls hinter einem Racing Bulls (Arvid Lindblad) und einem Haas (Oliver Bearman).

Max Verstappen trat seinen Sitz im ersten Freien Training an Ayumu Iwasa ab. Als er jedoch in der zweiten Session das Steuer des RB22 übernahm, war die Mängelliste lang. Der viermalige Weltmeister hatte unter anderem mit den Bremsen, fehlendem Abtrieb an der Hinterachse und einem Fahrzeug zu kämpfen, das nach Abstimmungsänderungen stark mit Bouncing zu kämpfen hatte.

Technikchef Pierre Wache gibt zu, dass Red Bull noch jede Menge Arbeit vor sich hat, wenn man das Rennwochenende im "Temple of Speed" noch herumreißen will. "Ich denke, dass wir ganz klar ein Balance-Problem am Auto haben, das ist die Hauptsache", sagt Wache zu Verstappens Beschwerden über den Boxenfunk.

"Es ist ehrlich gesagt ein bisschen wie in Zandvoort, und wir versuchen zu verstehen, wo das Problem liegt. Wir versuchen, es auf unterschiedliche Weise durch das Set-up und Fahrzeugkomponenten zu beheben."

Balance-Probleme durch Upgrades?

Letzteres könnte darauf hindeuten, dass die Balance-Probleme in Monza zumindest teilweise mit den im FIA-Dokument aufgeführten Upgrades zusammenhängen - wie klein die Änderungen am Unterboden-Latz (Bib) und am Frontflügel auch sein mögen. Laut Wache liegt das Problem jedoch grundlegender.

"Nein, ich meine damit, dass wir einige Komponenten evaluieren werden und danach einige Entscheidungen zwischen verschiedenen Teilen treffen müssen, die wir seit einigen Rennen haben. Ich denke, da müssen wir ein paar Entscheidungen treffen."

Laut Wache hat es in dieser Hinsicht nicht geholfen, dass Verstappen das erste Freie Training an diesem Wochenende verpasst hat, wodurch Red Bull etwas weniger Daten und Feedback von ihm zur Verfügung stehen als sonst.

"Das Balance-Problem ist die Hauptsache, an der wir arbeiten. Es hilft nicht, wenn Max im FT1 nicht fährt und erst im FT2 ins Auto steigt. Wir haben weniger Zeit zum Reagieren, aber jetzt müssen wir für das FT3 reagieren."

Ein weiteres Problem im Training

Das gilt vor allem für die Fahrzeugbalance, obwohl auch beim Energiemanagement noch Raum für Verbesserungen besteht. Verstappen sagte bereits am Medientag, dass Red Bull in diesem Bereich sicherlich nicht der Maßstab sei - also bei der Verwaltung der begrenzten Energiemenge auf Strecken mit hohem Energiebedarf.

Iwasa erklärt, dass Red Bull am Freitag auch in diesem Bereich auf einige Kinderkrankheiten gestoßen sei.

"Eigentlich haben wir bei unserer Vorbereitung in der Runde vor der schnellen Runde etwas entdeckt, das wir dort nicht hätten finden sollen. Aber das ist gut, es ist eine gute Lektion für den Rest des Wochenendes als Team", so der Japaner.

"Es hing eher mit den Energiesachen zusammen. Ich denke, jeder versucht, eine bessere Richtung zu finden, das gehört auf dieser Strecke einfach dazu. Aber es war gut, denn wenn wir es nicht im FT1 gesehen hätten, hätten wir es vielleicht erst später bemerkt."

Der 24-jährige japanische Fahrer spürte sofort dieselben Balance-Probleme wie Verstappen: "Ja, ich habe nach FT1 dasselbe gesagt. Im Grunde fühlt sich das Auto bei niedriger Geschwindigkeit ganz gut an, aber bei hoher Geschwindigkeit war es ziemlich schwierig zu fahren - wie eine Art unzusammenhängende Fahrzeugbalance."

"Ehrlich gesagt hatte ich im FT1 nicht viele Runden, sodass ich das Limit des Autos nicht erreicht habe, aber trotzdem spürte ich ähnliche Einschränkungen wie er", so Iwasa.

Wenig Vertrauen in Monza-Wende

Red Bull hat sich in den letzten Jahren eine starke Erfolgsbilanz darin aufgebaut, schwierige Rennwochenenden noch zu wenden. Wache sagt jedoch, dass ihm das für dieses Wochenende nicht allzu viel Selbstvertrauen gibt.

"Das ist eine gute Frage. Ich bin nie zuversichtlich, sonst erreicht man nie etwas. Aber genau das versuchen wir, und das gesamte Team arbeitet hart daran, es zu schaffen." Der Aspekt des Energiemanagements ist für Wache keine unmittelbare Sorge, aber an der Balance gibt es heute Nacht noch reichlich zu tun - sowohl in Monza als auch zu Hause im Werk in Milton Keynes.

Eine Sorge sollte das Energiemanagement-Problem aber nicht sein: "Ich denke, genau dafür ist das Freie Training da: um das Problem aufzudecken und es danach zu beheben."

"In dieser Hinsicht ist es ein normales Wochenende, aber für Max und für mich ist die Balance die größte Sorge."

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